Archiv für den Monat: November 2010

Atomserver im Casetronic Rackgehäuse

Da ich schon länger vorhatte meinen Atomserver in ein Rackgehäuse umzubauen, habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht. Ich suchte nach einem 1HE oder 2HE Rackgehäuse das wegen meinem Mainboard auch Mini-ITX Mainboards aufnehmen kann und ein entsprechendes Netzteil hat. Leider scheint es auf diesem Markt noch sehr dünn auszusehen. Zwar habe ich ein paar Anbieter gefunden, allerdings war die Qualität der angebotenen Gehäuse zum Preis doch recht weit auseinander. Letztendlich habe ich mich für das Casetronic C146 entschieden, welches ich bei Reichelt Elektronik bestellt habe. Was mir nur sorgen machte, war die Höhe vom Mainboard, welches sich aber letztendlich als unbegründet herausstellte.

Gehäuse mit zwei 2,5" Festplatten

In dem Gehäuse lassen sich bis zu 4 Festplatten in Formfaktor 2,5 oder 3,5 Zoll einbauen. Das Netzteil kommt mit einem  80+ Wirkungsgrad. Im Leerlauf mit meinen 2 Festplatten kommt das System auf ca. 30 Watt verbrauch.

Das große Manko am System sind die Lüfter. Hier empfehle ich unbedingt direkt andere Lüfter zu bestellen (40mm). Die eingebauten Lüfter machen unglaublich Lärm. Die Sorge das die Temperatur im Gehäuse zu hoch wird, hat sich als nicht bestätigt. Nachdem ich 3 neue (wesentlich ruhigere) Lüfter eingebaut habe lag die Temperatur bei ca. 30 bis 35 °C.

Zurecht geknipste Blende

Da die normalen Mainboardblenden der Höhe wegen nicht in das Gehäuse passen, wird von Casetronic eine Gitterblech mitgeliefert wo man sich seine eigene Mainboardblende zurecht knipsen kann. Dies hat auch ganz gut funktioniert. Sollte man später ein anders Mainboard einbauen oder sich verknipsen ist noch eine zweite Blende beigelegt.

Zwangsläufig kommt man in dem kleinen Gehäuse in Platznot. Besonders die SATA Kabel werden etwas angedrückt, da sie keine abknickenden Stecker haben. Da aber durch den Kühlkörper des Prozessors die abknickenden Kabel nicht passen würden, hat sich dies so auch erledigt.

Im Gehäuse ist nicht viel Platz

Leider fehlte in dem gesammten Set die Halterung für die Slotbleche. Ob diese nun von der Lieferung her fehlte oder so etwas garnicht mitgeliefert wird kann ich nicht sagen. Das Gehäuse lässt sich mit einem Slim CD/DVD Laufwerk erweitern. Auch ein CF Adapter kann man sich von Casetronic dazukaufen.

Die eingebaute Riserkarte ist nur zu VIA Mainboards mit entsprechernder CPU kompatibel.

Fazit:

Alles in allen kann ich das Gehäuse empfehlen. Die Verarbeitung des Gehäuses ist ohne Mängel und die Idee mit der Mainboardblende ist genial. Negativ fallen die lauten Lüfter sowie der hohe Preis ins Gewicht. Vor dem Kauf sollte man allerdings auf die Höhe des einzubauen Mainboards achten. Auf der offiziellen Seite gibt es eine sehr kleine Kompatibilitätsliste mit Mainboardmodellen. Ansonsten hilft nur abmessen ob das Mainboard hineinpasst.

Interessante Links zum Thema

Ofizielle Seite >http://www.casetronic.com/product_d.php?id=0000000015
Reichelt Elektronik > http://www.reichelt.de/?ARTICLE=54869;PROVID=1024

Open Rhein Ruhr 2010

Der openSUSE Stand

Nach zwei Tagen hinter dem openSUSE-Stand, kann man behaupten das alles erfolgreich verlaufen ist. Neben vielen interessanten Gesprächen mit Besuchern, Usern und anderen Projekten (insbesondere Mageia) war auch die Messe selbst ein großer Erfolg. Die Location lag wesentlich besser als letztes Jahr, was sich auch auf die Besucheranzahl niederspiegelte. Diese konnte sich nach überschlagen der Zahlen im Vergleich zum letzten Jahr verdoppeln. Genaue Besucherzahlen habe ich leider noch nicht herausbekommen.

Der openSUSE Stand präsentierte sich mit dem HP Touchscreen-PC und einem Beamer auf dem eine Präsentation lief. Den Besuchern wurde der openSUSE Build Service, SUSE Studio, webYaST als natürlich auch openSUSE 11.3 vorgeführt. Viele waren von SUSE Studio sehr begeistert, womit sich in wenigen Minuten eine eigene Linuxdistribution erstellen lässt und sogar im Browserfenster ausführbar ist.

Amüsant war bei dem samstatigen Social Event die “Denial of Service Atacke” auf die lokalen Pizzarien. Die Latenz war Anfangs recht hoch, verringert sich aber trotz Ausfall der Pizzarien rapide, so das noch jeder seine Pizza zugestellt bekommen hatte.

Eingangsbereich der ORR

Der Sonntag war wie erwartet ruhiger verlaufen. Da mein Standkollege am Vormittag einen Vortrag über Inkscape hatte, wurde der openSUSE Stand immer wieder von Inkscape Interessenten besucht die wir zu Teilen auch für openSUSE begeistern konnten.

 

Im laufe der Gespräche stellte sich heraus, dass die Gerüchte “YaST überschreibt Config-Dateien” und “die Paketverwaltung ist unbenutzbar langsam” immernoch in den Köpfen vieler Leute sind. Ich bin aber guter Hoffnung, das wir denjenigen dies glaubhaft wiederlegen konnten.

Fazit:
Die Open Rhein Ruhr lohnte sich auf jeden Fall. Die neue Location ist im Gegensatz zum Saalbau wesentlich besser zu erreichen. Vom Ort selbst als auch von der Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. Ich hoffe, dass die ORR auch im nächsten Jahr wieder in Oberhausen Ihre Pforten öffnet. Diesmal dann hoffentlich mit noch mehr Publikum. Diejenigen die dieses Jahr nicht dort waren, haben auf jedenfall etwas verpasst.