Archiv für den Monat: März 2011

Wacom Bamboo CTH-460 unter openSUSE

Wacom Wamboo CTH-460

Wer an dieser Stelle nun eine zu hundert Prozent funktionierende Anleitung finden möchte, den muss ich leider enttäuschen. Ich habe im Internet mehrere Wege gefunden das Bamboo unter 11.4 zum laufen zu bringen. Der einfache Weg, der auch bei vielen zu funktionieren scheint, ist es das Tablett einfach anzustecken und schon lässt es sich als Touchpad verwenden. Damit auch die Druckempfindlichkeit funktioniert muss zuerst ein Treiber nachinstalliert werden. Dazu gibt es folgendes Skript:

http://en.opensuse.org/SDB:Wacom_Tablet_Installer

Nehmen Sie das zweite Skript, da bei openSUSE 11.4 der Wacom Treiber schon im Kernel vorhanden ist. Dieses lädt sich die nötigen Dateien aus dem Internet herunter und kompiliert es für das System. Am Anfang prüft das Skript ob alle nötigen Programme vorhanden sind. Auch die Xorg Konfiguration wird von dem Skript richtig eingestellt. Um das Skrtpt auszuführen müssen Sie es zuerst ausführbar machen:

chmod +x linux_wacominstaller.sh

und danach als root mit dem Befehl:

sudo ./linuxwacom_installer.sh

aufrufen.

Leider konnte ich das Tablett bei mir so nicht ans laufen bringen. Erst nachdem ich das Kernel auf 2.6.28 aktualisiert hatte sowie das oben genannte Script ausgeführt habe, lies sich das Tablett nutzen. Dies ist wahrscheinlich nicht das Optimum an Lösung, aber es führt auch zum Ziel.

Ab openSUSE 12.1 läuft das Tablett out-of-the-box. Also anstecken und losmalen.

Ein paar Informationen habe ich hier zusammengetragen:

Neues Networkmanagment für openSUSE 11.4

Das neue Plasmoid

Wem der “alte” KNetworkmanager aus verschiedenen Gründen nicht mehr zusagt, sei es wegen dem altenbacken Design oder wegen mehreren Bugs, kann bei openSUSE 11.4 auf das neue Plasmoid umsteigen. Dies sieht im Gegensatz zu dem alten KNetworkmanager besser aus und bietet dazu noch mehr Informationen.

Bitte bedenken Sie das das Plasmoid noch in der Entwicklungsphase ist und es deshalb zu Abstürzen und sonstigen Problemen kommen kann. Bei mir läuft es seit zwei Tagen stabil und ohne Probleme.

Das enstprechende Paket heisst

plasmoid-networkmanagment

Beim anwählen in YaST müssen Sie bei der Abhängigkeitsabfrage den alten KNetworkmanager deinstallieren. Nach der Installation und gefolgtem ab und wieder anmelden begrüßt einen das neue Plasmoid.

Leider war nun die DNS Abfrage unendlich lange. Erst nachdem ich die Konfigurationsdateien gelöscht und den Laptop neu gestartet habe lief das Plasmoid anstandslos.

Die Betreffenden Dateien finden Sie unter:

~/.kde4/share/config/networkmanagmentrc
~/.kde4/share/apps/networkmanagment

Nach dem löschen sind jedoch alle gespeichertern Netzwerke sammt Passwort gelöscht. Die Passwörter sind, falls Sie sie in der digitalen Brieftasche speichern, darin noch vorhanden. Das Plasmoid kann diese jedoch nicht mit den Netzwerken in Verbindung bringen. Ob es bei Ihnen nötig ist die Dateien zu löschen probieren Sie am besten selber aus indem Sie erst einmal nur neu starten.

So waren die Chemnitzer Linux Tage 2011

Der openSUSE Stand

Zwei Tage Chemnitzer Linux Tage liegen nun hinter mir und ich kann mit Sicherheit sagen, dass sich dies sehr gelohnt hat. Wir haben ca. 300 openSUSE DVDs, die gerade noch rechtzeitig in Nürnberg ankamen, an Interessenten verteilt. Für die neue openSUSE 11.4 Release habe wir viel positive Resonanz gehört. Natürlich kamen auch viele zum Stand um uns von ihren Problemen mit openSUSE zu berichten und darauf zu hoffen eine Lösung zu bekommen. Teilweise konnten wir da auch weiterhelfen. Schade war, dass es keinen KDE Stand gab. Zeitweise kam man sich so vor als müsste man sich ein blaues T-Shirt anziehen, da viele Leute fragen direkt zu KDE hatten. Manches konnten wir den Besucher erklären, vieles war dann aber doch zu KDE Speziell. Samstag abends gab es eine wirklich sehr reichhaltiges Buffet untermalt mit Livemusik. Das Catering insgesammt war wirklich klasse. Gratis Essen und Freigetränke für die Aussteller gibt es nicht auf jeder Linuxmesse (ich glaube das ist auch die einzige, die das hat).

Während den zwei Tagen, gab es mehrere Vorträge über openSUSE 11.4 von “gnokii” aka Karl-Tux-Stadt, als auch einen Vortrag über die Verwaltungssoftware Kraft für Kleinunternehmen von Klaas Freitag einem openSUSE Booster. Aus Tschechien angereist kam Michal Hrusecky der einen Workshop über den openSUSE Buildservice gegeben hat.

Beim Distrobattle hatte sich “gnokii” in den Ring gestellt und openSUSE würdig vertreten. Einen Sieger gab es am Ende natürlich nicht. Ziel der ganze Sache war es einfach zu zeigen wie alltägliche Aufgaben unter den verschiedenen Distributionen ausgeführt werden.

openSUSE 11.4 Promo DVDs

Für mich persönlich Interessant fand ich den ReactOS Stand mit einem auf einem Laptop nativ laufenden ReactOS. ReactOS ist ein OpenSource Nachbau der Windows NT Systemarchitektur. Es konnte sogar schon Musik abspielen. Auf einer VM lief ein System sogar mehrere Stunde und hat einen Radiostream wiedergegeben. Das hört sich nun vielleicht etwas Merkwürdig an, da solche Dinge alltäglich sind. Doch schaut man sich die Entwicklung von ReactOS an sind dies schon wesentliche Fortschritte zu den letzen veröffentlichten Versionen.

Alles in allen hat sich die Mühe für mich nach Chemnitz zu fahren gelohnt und ich werde nächstes Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder am Start sein.

Auf dem Weg zu den Chemnitzer Linux Tagen

Normalerweise gibt es auf meinem Blog hauptsächlich nur HowTos oder Tipps. Heute mal etwas anderes, da ich zurzeit reise.

Ich sitze gerade im ICE, in den Gedanken hier noch drei Stunden verweilen zu müssen, bis ich zum ersten mal in den neuen Bundesländer ankomme (und das nach 20 Jahren Wiedervereinigung). Die Landschaft die an mir vorbei zieht ist schnell beschrieben:
Es ist hügelig, viele freie Felder mit sich erstreckenden Wäldern. Über der ganzen Landschaft liegt eine Decke der Kälte. Der Himmel wird von einer großen Schicht dunkler bedrohlicher Wolken verdeckt. Nichtssagende fast vergessend wirkende Dörfer und Häuser ziehen in der Ferne an mir vorbei. Wo ich bin? Irgendwo zwischen Warburg und Kassel. Anmerken sollte ich das ich beim schreiben dieser Worte Musik der Band Fejd höre, die ich an dieser Stelle besonders empfehlen darf.

Während ich so durch den ICE wander, da es jemand mal wieder geschafft hat eine Toilette unbenutzbar zu machen, fällt mir auf das diejenigen die Netbooks dabei haben, darauf sogar Windows XP oder 7 verwenden. Ist das erste mal das ich sowas sehe. Scheinbar bin ich hier der einzige mit einem Linux.

In neun Minuten erreiche ich Kassel. Diejenigen die morgen auf dem Chemnitzer Linux Tag sind. Man sieht sich dort am openSUSE Stand. Für die anderen die nicht kommen können gibt es hier morgen Abend Fotos und einen vorläufigen Bericht des ersten Tages.

Google Mail Konto mit Kontact synchronisieren

Wenn Sie Ihre Kontakte und Kalender auf Googlemail verwalten, können Sie ohne Probleme mit Kontact darauf zugreifen. Dazu benötigen Sie nur die Akonadimodule

akonadi-google 

sowie

akonadi-google-lang

. Beides ist zu finden im openSUSE Repository. Wie die Pakete auf anderen Distributionen benannt sind entzieht sich meines Wissens. Ich denke aber, das sie so ähnlich heissen werden. Um die Module einzurichten gehen Sie ab KDE 4.7 wie folgt vor:

Starten Sie die Systemeinstellungen und gehen Sie auf das Einstellungsmodul Persönliche Informationen. Hier können Sie im Modul Einrichten der Akonadi-Ressourcen die Kontakte und Kalender hinzufügen (Bei KDE unter 4.7 führen Sie das Programm 

akonadi-console

 aus. Von dann geht es für beide gleich weiter).

Beim Beispiel zum Einrichten der Kontakte vom Google Mail Konto klicken Sie zuerst rechts auf Hinzufügen. Wählen Sie aus der Liste Google Contacts aus und klicken Sie nun wiederum auf OK.

In dem sich öffnenden Dialog müssen Sie sich bei Google authentifizieren. Dann bestätigen Sie einfach alle Fenster.
Das gleiche können Sie auch mit dem Kalender machen. Hier wählen Sie dann nur das Akonadi-Kalender-Modul Google Calender aus. Wenn Sie mehrere Kalender in Google haben, müssen Sie für jeden eine Akonadiressource hinzufügen. Nun sollten alle Ihre Kontakte und Termine in Kontact auftauchen.

Achtung! Sollten Sie nach der Eingabe des Passwortes die Meldung

Invalid Passwort

oder

No authentication for Google calendar available

bekommen, gehen Sie wie folgt vor:

Wählen Sie in den Systemeinstellungen > Netzwerkeinstellungen den Punkt Proxy aus und klicken Sie Direkt mit dem Internet verbinden an. Nun sollte die Synchronisierung von Akonadi klappen.

Distributionsupdate auf openSUSE 11.4 – Erste Erfahrungen

Da ich gesehen habe, dass die Pakete für Version 11.4 schon auf den Servern liegen und gepackt wurden, habe ich es gewagt mittelts zypper dup ein Update auf meinen Netbook und meinen Arbeits-PC zu machen. Das ganze lief bis auf ein paar kleinen Schwierigkeiten ohne Probleme. Folgende Tipps habe ich für Sie falls Sie sich für diese Methode entscheiden.

    • Sollten Sie zypper mit der Option
      DownloadInAdvance

      benutzen so kommt es bei dem Update zu einem Fehler, da zypper eine für rpm wichtige Library löscht. Sichern Sie deshalb vorher die Datei

      /lib/liblzma.so.0

      und kopieren Sie diese, sollte es zu der Fehlermeldung kommen das diese Datei nicht gefunden werden kann, zurück in den Ordner

      /lib

      . Ob der Fehler nur bei der oben genannten zypper-Option vorkommt kann ich nicht sagen, da ich alle Rechner so eingestellt habe. Sichern Sie die Datei deshalb am besten vorher nur aus Vorsicht. Mehr Infos dazu im Bugzilla unter https://bugzilla.novell.com/show_bug.cgi?id=677425#c3

    • Die standardmäßige KDE Version schluckte auf dem Netbook mehr Ressourcen als diejenige in den KDE 4.6 Repositorys zu finden unter: http://download.opensuse.org/repositories/KDE:/Release:/46/openSUSE_11.4/ . Diese lief performanter und die Desktopeffekte schalteten sich nicht immer wieder aus.
    • nVidia Treiber laden Sie bitte vorher von http://nvidia.de herunter. Diese müssen Sie von Hand installieren. Sie können ruhig die neuste Version verwenden

Es gibt bereits ein offizielles Repository von nVidia zu finden unter: ftp://download.nvidia.com/opensuse/11.4/ Bei 32-bit Systemen und der KDE Installation kann es zu Problemen kommen (https://bugs.kde.org/251719).

  • Bei meinem Netbook installierte zypper Tracker mit. Diese Desktopsuchmaschine wird eigentlich unter Gnome verwendet. Sie können diese unter KDE also gefahrlos deinstallieren (und Ressourcen sparen).
  • Scheinbar gibt es in einer Regel bei AppArmor einen Fehler der dazu führt das Samba Freigaben die Passwortgeschützt sind nicht zugreifbar sind, da smb auf die Passwortdatei nicht zugreifen darf. Bis jetzt habe ich noch keine Lösung gefunden. Ein Bug ist bereits im Bugtracker eingetragen. Das Problem ist bei mir nur bei einem Update aufgetreten.

Soweit meine ersten Eindrücke. Ansonsten macht openSUSE 11.4 echt was her. KDE reagiert wesentlich schneller und das System läuft flüssiger als in 11.3. Sollte sich noch etwas ergeben werde ich diesen Artikel erweitern.

Inwieweit oben Beschriebenes bei Ihnen auch Auftritt kann ich nicht sagen. Dies sind meine persönlichen Erfahrungen mit dem Update. Danke auch an Lisufa und Boe für die Tipps worauf zu achten ist.

Aktuelle Beliebtheit von Linuxdistributionen

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Seit rund 10 Jahren gibt es schon die Webseite distrowatch.com. Diese wertet die Klicks auf deren Webseite aus um daraus eine Statistik zu errechnen welche Linuxdistribution wieviel Marktanteil besitzt. Das ganze wird dann im Wert H.P.D (Hits per Day) auf deutsch “Treffer pro Tag”ausgegeben. Schon früher hat sich gezeigt, dass die Statistik jedoch manipulierbar ist und man diese nicht für bare Münze nehmen sollte, sondern dies nur als Richtung sehen kann wo die aktuellen Distributionen gerade stehen. Leider bereitet die Webseite die Ergebnisse nicht grafisch auf. Deshalb habe ich eine Grafik gebaut wo die meines Erachtens wichtigsten Linuxdistributionen enthalten sind. Das Jahr 2011 stellt die bis dato liegenden Daten dar.

 

Wie man sieht ein auf und ab der Distributionen. Trotzdem lassen sich aus den Daten ein paar Rückschlüsse ziehen. Mandriva einst unter dem Namen Mandrake eine der meistbenutzen Distributionen zieht sich immer mehr nach unten zurück. ubuntu immer noch die Nummer 1, scheint aber Benutzer immer weiter an Derivate wie Kubuntu oder Mint abzugeben. Diese habe ich, bis auf Mint, nicht in die Statistik einfließen lassen. Es wäre auch interessant festzustellen wie sich die ubuntu Derivate im laufe der Zeit entwickelt haben. openSUSE hat seinen Lauf auf den Platz 1 2006 beendet und läuft nun im Mittelfeld. Was interessant ist, ist die Entwicklung von Debian. Hier sieht man einen guten Weg nach oben. Nicht schnell aber konstant. Auch Arch wird hier langsam immer gefragter. Gentoo scheint es sich da doch schwerer zu tuen und bleibt seit Jahren (aber stabil) auf der gleichen Marke. Ich möchte hier nochmal bekräftigen: Dies ist kein Vergleich wie groß und toll eine Distribution ist. Gentoo besitzt stärken wo keine andere Distribution heran kommt. Trotzdem kann ich das meiner Großmutter nicht installieren.

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Auch die Entwicklung von Linux im allgemeinen habe ich mir angeschaut. Dazu habe ich folgende Grafik erstellt.

 

Die hier verwendeten Daten stammen auch nur aus den oben verwendeten Distributionen. Zu erkennen ist hier, das sich die “Mainstream”- Distributionen scheinbar seit 2 Jahren eingefahren haben. Anscheinend werden auch die alternativen Distributionen immer beliebter. Sabayon sammelt seit Jahren zum Beispiel Punkte wo andere Distributionen keine großen Änderungen haben. Nur als Anmerkung von mir: Auch wenn es auf der ersten Grafik so aussieht als ob der größte Teil des Marktanteils nur aus ubuntu besteht, wird von der Grafik hinters Licht geführt. Zwischen 2004 und 2005 scheint es eine allgemeine Steigerung der Anwender zu geben. Das ubuntu daran nicht auch einen großen Anteil hat ist nicht zu bestreiten.

Noch einmal! Die Daten sind nicht genau und können sogar abweichen. Also bitte keine Trollpostings und was ich noch an Distributionen hätte reinnehmen müssen. Bei Interesse schicke ich jedem gerne die ODS-Datei zu.