Distributionsupdate auf openSUSE 12.1 – Erste Erfahrungen

Wieder einmal ist es soweit – in neues Distributionsupdate steht ins Haus. Zum Glück muss nicht, wie bei der letzen Release, rpm zuerst aktualisiert werden sondern man kann hier nach Deaktivierung aller Repos außer OSS und Non-OSS mittels

zypper dup

als root das System mit den neuen Paketen bespielen. Das Update ging eigentlich Problemlos von statten. Ich habe das System bereits einem Update unterzogen und einmal frisch installiert. Folgende Stoplersteine habe ich dabei gefunden:

  • Nach dem Update wollte das das neue systemd aus nicht erklärbaren Gründen einen (nicht installieren) LDAP Server starten und ist deshalb in eine Timeout gelaufen wodurch das Hochfahren sich so lange verzögert das das benutzen von SystemVInit im Endeffekt schneller gewesen wäre.
  • Auch scheint es noch Probleme mit Apper zu geben. So fragt mich openSUSE jede Stunden nach dem root Passwort um Proxy Einstellungen vorzunehmen. Lustigerweise verschwindet das Fenster nach unterschiedlich langer Zeit automatisch wieder. Dies scheint eine Problem mit PolicyKit zu sein. Wurde mittlerweile gefixt.
  • Auch gibt es immer eine Abfrage des root Passworts beim erstellen einer Verbindung. Hier das gleiche Problem mit PolicyKit. Der Bug ist allerdings schon bekannt. Laut Mailingliste ist dies ein Feature, da Netzwerkverbindungen systemkritische Einstellungen sind und nicht von jedem bearbeitet werden sollen. Wird zurzeit diskutiert ob es wieder geändert wird. Workarround und Diskussion ist im Bugtracker zu finden. Wurde mittlerweile mit einem Patch gefixt. Normale User können wieder Netzwerkverbindungen erstellen und bearbeiten.
  • Wenn man zypper im Terminal ausführt und PackageKit noch im Hintergrund läuft lässt es sich nicht immer beenden. Das Problem bestand allerdings auch schon in der Vorgängerrelease. Wurde mit einem Patch bereits behoben.
  • Packman mit xine nicht vergessen und als Backend für Phonon eintragen, ansonsten können keine m4a Musikdateien abgespielt werden. Kann aber auch GStreamer verwendet werden
  • Das neue Programm Apper kann keine heruntergeladen RPMs installieren und stürzt dabei ab. Wurde behoben.
  • Sollte nach einer Neuinstallation des Systems mit seperaten Home Ordner und nachinstallation der benötigten Programme diese ohne Icon bleiben einfach die Icons neu initialisieren. In den Systemeinstellungen > Erscheinungsbild von Anwendungen under Symbole kurz die Gnome Icons auswählen und dann wieder auf die KDE Icons wechseln.
  • Das aktuelle BOINC macht Probleme auf openSUSE 12.1. Hier am besten erstmal auf die Version 6.10.58 zurückgreifen.

Ansonsten läuft das System stabil. Bis auf die kleineren Fehler habe ich bisher keine großen Probleme festgestellt. Meinen Server werde ich erstmal auf der 11.4er lassen in der der Hoffnung das es dafür später noch ein Evergreen geben wird.

Eine Liste von den noch gröbsten Fehlern ist zu finden unter: http://en.opensuse.org/openSUSE:Most_annoying_bugs_12.1

PS: Aus gegebenen Anlass habe ich meinen ownCloud Artikel nochmal überarbeitet.

18 Gedanken zu “Distributionsupdate auf openSUSE 12.1 – Erste Erfahrungen

  1. Ich habe mittels heruntergeladener DVD aktualisiert. Seitdem funktioniert der Sound über Amarok u.ä. nicht mehr. Er gibt mir eine Fehlermeldung, dass die Soundkarte nicht richtig funktioniert. In Yast ist jedoch alles ok. In der Phonon Einstellung wird sie zwar angezeigt, aber nicht konfiguriert. Außerdem ist k3b nicht mehr mp3-fähig.
    Irgendeine Idee zur Abhilfe? Vorher lief alles sehr geschmeidig.

    Gruß

    • Das Problem hatte ich auch gehabt. Grundsätzlich natürlich erstmal das Packman Repository einbinden und libxine1(aus Packman), libxine-codecs sowie phonon-backend-xine. Nach der Installation in der Systemeinstellungen > Hardware > Backend auf xine stellen und schauen ob bei Audio Hardware die richtige Karte eingerichtet ist. Alles übernehmen und dann KMix (das Lautstärkeicon) beenden und wieder starte (Alt+F2 Kmix Enter). Dann schauen ob die Regler aller richtig sind und dann amaroK starten.

  2. Vielen Dank für die Antwort, aber das hatte ich schon probiert. Selbst vlc habe ich schon deinstalliert und wieder aufgezogen. Es nutzt alles nichts. In Yast wird die Karte erkannt und auch in Amarok, nur in Amarok funktioniert sie nicht, ebenso in allen anderen Wiedergabemöglichkeiten, kaffeine z.B.
    Ich werd die Sache von Grund auf neu angehen und die relevanten Teile downgraden. Das hatte bei den alten Versionen auch immer geklappt. Bei 12.1 hatte ich gehofft, das Problem wäre beseitigt oder ich hätte einen Fehler gemacht.

    Gruß

  3. hi hi , hab versucht über zypper zu upgraden , aber leider musste ich feststellen das so einige repos sich garnicht erst installieren lassen , selbst das mozilla repo streikte dann beim dup , nividia repos liessen sich garnicht erstellen …..auf der interantionalen suse sind die 12.1. repos erstmal garnicht zu finden nur auf der deutschen ,okey werd maln paar tage warten vielleicht legt sich das dann von selbst , hab mir aber maln ne live gezogen mit gnome 3.2. und war doch von der wirklich guten überarbeitung der 3er version überrascht und fand gefallen drann…..;)

  4. Seit gestern ist das nvidia repo für 12.1 vorhanden und ich habe es auch benutzt. Mit „zypper dup“ gab es beim Installieren wüste warnigs (da lief noch 11.4 und die neuen Pakete passten wohl nicht dazu). Nach dem reboot lief dann 12.1 ganz normal hoch als wenn nichts gewesen wäre. Auf meinem Acer Revo wurde z.B. auch die GPU ordentlich erkannt und die X Windows settings sind erhalten geblieben, was ich nicht unbedingt erwartet hatte. Insgesamt recht problemlos der update. Den update auf 12.1 kann ich nach diesen positiven Erfahrungen jedem empfehlen.

  5. Ich habe übers Netwerk von 11.4 auf 12.1 aktualisiert 64 bit. Lief alles gut durch, die Migrationsprobleme zu kmail 2 konnte ich mit Deiner Hilfe lösen. Monentan bestehen noch 2 Probleme. Akonadi und googledata funktioniert nicht, und beim Aufruf von firefox kommt /usr/lib64/firefox/firefox-bin: symbol lookup error: /usr/lib64/libgtk-x11-2.0.so.0: undefined symbol: g_datalist_get_data. Kann aber mit den beiden Fehlern leben.

  6. hi hi , warum lande ich nach der installation via dvd und dann beim ersten dupen wegen nvidia,packamnn etc. auf einmal auf der textkonsole , es erscheint kein desktop…….wahts the problem…????:::;)

    • zypper dup ist nicht dafür gedacht das System zu aktualisieren. dup steht für Distribution Upgrade. Richt wäre gewesen die nVidia Treiber Module je nach deiner Grafikkarte in YaST rauszusuchen und zu installieren. Wenn du dein System noch retten möchtest schmeiss alle Repos ausser das OSS raus und mache dann ein zypper dup. Wenn du Glück hast läuft es dann wieder und du kannst die Pakete von Hand richtig installieren.

  7. hi hi , hab versucht über zypper zu upgraden , aber leider musste ich feststellen das so einige repos sich garnicht erst installieren lassen , selbst das mozilla repo streikte dann beim dup , nividia repos liessen sich garnicht erstellen …..auf der interantionalen suse sind die 12.1. repos erstmal garnicht zu finden nur auf der deutschen ,okey werd maln paar tage warten vielleicht legt sich das dann von selbst , hab mir aber maln ne live gezogen mit gnome 3.2. und war doch von der wirklich guten überarbeitung der 3er version überrascht und fand gefallen drann…..;)
    +1

  8. okey hab per usb-stick neu installiert , gottseidank ist alles noch beim alten geblieben , aber ich habe auch da massive probleme gehabt , mit neustart , nach dem neustart wurde mir dann mitgeteilt das die installation nicht vollständig ist was dann aber sich von selbt erledigt hat . komisch solche probleme hatte ich ncoh nie mit suse und natürlich meinte ich zypper up nicht dup sorry . kann es vielelicht sein das der usb stick fehlerhaft das alles gespeichert hat …????
    werde dann die nvidia treiber manuell installieren , gute idee .thx

  9. also ,nachdem ich das ganze system neu aufgesetzt habe , muss ich sagen die 12.1 ist wirklich toll , alles etwas schneller und alles etwas einfacher zu handhaben ich bin begeistert …..;)

  10. Hallo, das Problem mit dem Timeout beim Booten mit systemd habe ich gerade gelöst. Es ist kein Timeout von LDAP, sondern eine 30 Sekunden Wartezeit auf eine Netzwerkverbindung, die bei Benutzung des Networkmanagers abläuft. Der Eintrag
    NM_ONLINE_TIMEOUT=“30″ in der Datei
    /etc/sysconfig/network/config ist dafür verantwortlich. Setzt man hier „0“ ein, dann bootet Opensuse12.1 ca. 30 Sekunden schneller….
    Leider funktioniert s2disk immer noch nicht und für kernelsuspend (tuxonice ist offenbar nicht im Kernel integriert) funktioniert nur mit HIBERNATE_MODE=“shutdown“, da der Defaultwert „platform“ zuverlässig zu einem Lockup führt.

    Gruß
    Emil

  11. hallo zusamm!

    ich habe ein opensuse server am laufen… ich habe ihn von 11.4 auf 12.1 geupdatet. vorher lief alles gut.
    nach dem update habe ich auch die repos geänder und sie auf 12.1 angepasst.
    doch dann konnte ich keine updates mehr laden und auch keine software (z.B. phpmyadmin) – als dies nun nicht mehr funktioniert hat habe ich die repos nochmal händisch gelöscht und wollte sie erneut händisch hinzufügen ( entwerder per „community repos“ oder auch mit URL eingabe). beides funktioniert NICHT – es kommt immer entwerder der fehler „cannot acces…“ oder „adding repository….failed“

    hat jemand eine idee?? habe alles regelkonform geupdatet und es lief auch…nun aufeinmal nicht mehr! yast2 läd auch die repo-list unter „community repos“ aber die kann ich dann auch nicht einbinden

  12. openSUSE 12.1 = finger weg weil: absoluter Schrott!
    Ich habe hier zwei („Steinzeit-„) Server seit über 10 Jahren (!!) laufen – beide mit SuSE 8.2 – die sind zwar vorsintflutlich, aber stabil – und damit das genaue Gegenteil von openSUSE 12.1.

    Mit Software der neueren Generation bekommt man sehr schnell betriebswirtschaftlich kalte Füße:
    Schaden in meinem Unternehmen seit 1.Januar 1012 bis heute (16.März2012): über 30.000,- Eur (in Worten: Dreißigtausend) – und keiner dieser Gendlemen ist haftbar zu machen – steht ja überall in den „Lizenzbedingungn“: Garantieausschluß. (Sollten sich mal die Autoindustrie und die Luftfahrt ein Beispiel dran nehmen 😉 .

    Solchen IT-Heinis wünsche ich, daß ihnen unmittelbar vor der OP der Chirurg sagt: Ich brauche hier noch ’ne Unterschrift von ihnen, daß sie damit einverstanden sind, daß wir hier für garnichts garantieren. …

    In meinen Augen ist die gesamte IT-Branche reif für den Staatsanwalt – weltweit!
    Wenn man sich allein die durch fehlerhafte Software und Hardware weltweit verplemperten Mannstunden zusammenrechnet – dann hat das Ganze die Dimensionen eines Verbrechens gegen die Menschheit.

    zurück zu openSUSE12.1:
    Da bekommt man selbst als Sysad mit fas 30 Jahren Erfahrung (angefangen mit UNIX und OS2) nicht mal eine Internetverbindung mehr hin. Aber wer braucht das auch schon … 😉

    Wer also seine kostbare Lebenszeit zum Fenster hinauswerfen will – openSUSE 12.1 ist dafür genau das Richtige!

    Ausweichempfehlungen kann ich keine geben – es gibt keine seriösen! Außer: PC beim Schrotthändler abgeben.

    Computer sind nur noch was für Lernunfähige („… das MUSS doch …“) und Spielsüchtige.

    Kaum hat man ein problem gelöst, legen diese selbstverliebten Softwareentwickler einem mindestens zwei neue vor die Füße.
    Das hat in den letzten zwanzig Jahren nicht abgenommen, sondern massiv zugenommen.

    Ehrliche Arbeit ist mit solcher „Technik“ nicht mehr rentabel hinzubekommen.
    (Das war in der Anfangszeit anders! – Wir haben uns was die zuverlässigkeit von IT-Systemen anbelangt, massiv zurückentwickelt, indem wir Dillettanten, Windmachern, Lügnern, Ganoven und Saboteuren das Feld kampflos überlassen haben und sie gewähren lassen.)

    Ich plädiere deshab für strengste Zugangskonrollen zu IT-Berufen und für eine Vereidigung eines jeden einzelnen Programmierers!

    Die heutige Verantwortungslosigkeitsorgie im IT-Bereich stellt für nicht wenige Unternehmen eine
    ernsthafte Existenzgefährdung dar:

    Statt produktiv zu arbeiten, gibt es immer wieder Ausfallzeiten wegen Fehlersuche, Fristen können nicht mehr gehalten werden, die gesamte Betriebsfühung wird zum Hazardspiel, aller halben Jahre ändert sich wieder irgendwas und neue Schulungen kosten Geld und Mannstunden in kaum vorauszusehender Größenordnung und zu kaum vorauszusehendem Zeitpunkt.

    So ruiniert man – die Weltwirtschaft? – nöö – die kleinen Firmen weltweit! (Die „Unterentwickelten“ wirtschaften mit wenig Computern sind da noch vergleichsweise gut dran: Wenig Computer, wenig strategische Zeitverluste.)

    Bei sechs massiven Computer- Crashs in 8 Wochen (jeweils totalausfall – mit VERSCHIEDENEWN Betriebssystemen) bin ich überhaupt nicht mehr dazugekommen, mich ums Kerngeschäft zu kümmern.

    „Abschmelzen der strategischen Zeitreserven des Gegeners“ nennen diese Kriegsmethode die Strategen – „Kleine Firmen/Leute nicht mehr zum Zug kommen lassen und schleichend ruinieren durch Applikation von Schadprodukten in deren Nachfragespektrum“ könnte es der der moderne IT-Ganove, pardon, der „moderne“ Kaufmann heute nennen.

    Es kann sich nicht jeder Schneidermeister, oder Klempner einen extra IT-Angestellten leisten, kräfte von außen bedeuten Wartezeiten, Zeitverlust, Stillstand.

    Computereinsatz ist unter dem Kriterium der Rentabilität also nur was für Großkonzerne, wo sich die Fehler statistisch irgendwie „unterbuttern“ lassen.

    Mich schüttelts nur noch: Die IT-Branche hat jegliche Vertrauenswürdigkeit verloren – auch ohne Ratingagentur!

    Für das, was so ein IT-„Experte“ kostet, ist es besser, drei ordenliche Schreibmaschinen anzuschaffen und drei gutausgebildete Schreibkräfte einzustellen – da ist am Abend die Arbeit wenigstens zuverlässig fertig.

    Meint

    Hella

    • den Ärger von Hella kann ich total nachvollziehen. Nicht nur auf Linux bezogen, gilt dieser „Niedergang“ der IT. Aus eigener Erfahrung im Programmierergeschäft weiß ich allerdings auch, dass aufgrund der enorm gestiegenen Komplexität der Rechner/IT-Systeme die Anforderungen an ein konstistent programmiertes Modul nahzu unerfüllbar geworden sind, dies vor allem auch hinsichtlich der gesetzten Zeitvorgaben. Nächte um Nächte sind „Nervenschlachten“ zu schlagen. Man muss das Sprichwort „weniger ist mehr“ begreifen und danach, klar stukturiert, zu handeln lernen. Das gilt für alle Lebensbereiche, angefangen bei den persönlichen über die gesellschaftlichen bis zur den am verdorbensten Bereichen der Wirtschafts- und Finanzwelt.

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