Archiv für den Monat: Mai 2012

LinuxTag Berlin nimmt Fahrt auf

openSUSE Community Stand

Wie letzes Jahr bin ich auch dieses Jahr (auch dank dem openSUSE Travel Support Program) wieder bei den Berliner Linuxtagen dabei.

Dieses Jahr haben wir den Stand etwas offener gestaltet so das wir uns mit den Leuten etwas familiärer Unterhalten können. Auch sind einige Talks geplant rund um ownCloud, Colour Managment und AppArmor.

Natürlich gibt es bei uns auch das berühmte openSUSE Bräu sowie DVDs, Sticker und anderen Stuff. Aus der Community sind auch genug Leute vor Ort wenn Ihr Fragen habt.

Oyranos ist dieses Jahr auch an unserem Stand mit vertreten; der Hauptentwickler steht ach hier für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Wer also interesse hat, der LinuxTag ist noch bis einschließlich Samstag offen. Ihr findet uns in der zweiten Halle direkt links der zweite Stand. Wir sehen uns dort.

Besuch auf der Sigint 2012

Fairydust und Pesthörnchen

Kurz vor den LinuxTagen in Berlin hat es mich nochmal nach Köln geschlagen für einen Besuch bei der Sigint. Die Sigint ist eine Konferenz rund um das Thema Netzpolitik und Kultur. Angefangen hat sich schon gestern und geht noch bis morgen abend. Leider habe ich nur heute Zeit sie zu besuchen.

Stilecht wurden vor dem Mediapark in Köln die Pesthörnchenflagge gehisst und die Fairydust Rakete aufgebaut. Der Eintritt für einen Tag beträgt 30 Euro. Die Karte für alle drei Tage schlägt mit 60 Euro zu buche.

Inhaltlich habe ich mir Vorträge über den Staatstrojaner, Hackerethik, dem Urheberrecht, sowie über das noch junge Projekt anykey0x angesehen, welchen ich auch inhaltlich am Interessantesten fand. Letzteres ist ein Openhardware Projekt, welches ähnlich wie Arduino eine programmierbare Hardwareplatform anbietet, allerdings wesentlich mehr Leistung hat und zudem wesentlich kleiner ist. Leider muss man die SMD-Teile selber zusammenlöten was für Lötanfänger wohl etwas schwierig sein wird bzw. ein Lötkolben vorhanden sein muss. Dies liegt im großen und ganzen an den harten Regularien der EU für elektronischen Geräte, die gerade junge Projekte und Firmen vor große Hürden stellt, angefangen von dem CE Zeichen bis zur späteren Entsorgung.

Nach einem etwas trägen Podiumsgespräch über das Urheberrecht, sitze ich nun in der Lounge bei einer Flasche Club-Mate Cola und werde mich nachher noch auf der Samstagabend Party sehen lassen. Vorher geht es aber noch in die Vorträge über VDS und die Analyse eines RFID-basierten bargeldosen Bezahlsystems anschauen.

syslog auf Nadeldrucker ausgeben

Da wir ja ein neues Spielzeug im fNordeingang haben, hab ich mal was gebastelt.

Ziel war es, den syslog (/var/log/messages) zu Archivierungszwecken auf einem entfernt stehenden Nadeldrucker in realtime zu sichern.  Ich habe ein paar Anleitungen gefunden wie man syslog per UDP durchs lokale Netz schickt. Habe dann aber doch was eigenes gefrickelt. Der Server läuft auf Scientific Linux der Druckerserver auf Debian.

Druckerserver (DEBIAN) einrichten

Legen Sie am besten einen extra Benutzer an und fügen Sie Ihm der Gruppe lp hinzu. Als Beispiel nenne wir mal den Benutzer drucker

# adduser drucker --ingroup lp

SSH KEY erzeugen (Scientific)

Zuerst legen wir auf dem Server / Rechner dessen syslog ausgedruckt werden soll einen SSH-Schlüssel an. Mit dem Befehl

# ssh-keygen -t rsa

legen wir einen Schlüssel an. Kein Passwort eingeben. Ansonsten kann das spätere Script nicht laufen. Den öffentlichen Schlüssel kopieren Sie mit

# ssh-copy-id drucker@druckerserver-ip

auf den Druckerserver.

Server einrichten (Scientific)

Erst einmal müssen wir ein Scipt erstellen.

# vi /usr/local/sbin/drucker.sh

Das folgende Script können Sie übernehmen.

  1.  #!/bin/bash
  2. while [ 1=1 ]
  3. do
  4. tail -F /var/log/messages | ssh -i /root/.ssh/id_rsa benutzername@serveradresse "cat > /dev/lp0"  
  5. done

(Die Schleife ist dafür da, falls einmal die Verbindung abbricht)
Speichern Sie das Script ab und machen Sie es mit

chmod +x drucker.sh

ausführbar.

Nun noch das Script an die rc.local hängen

vi /etc/rc.local

und am Ende eintragen

/usr/local/sbin/drucker.sh

Nach einem Neustart sollte der Drucker nun munter in Realtime den Log ausdrucken. Ausprobieren kann man dies auch indem man das Script von Hand zum testen startet.

Anmerkung

Das Script lässt sich natürlich auch auf andere Logs anweden. Ob es /var/log/secure ist oder ein IRC Log.

Das mit dem Internetausdrucken

Nadeldrucker mit Tweets

Mal wieder etwas neues aus dem Hackerspace fNordeingang.

Nachdem wir einen alten Nadeldrucker geschenkt bekommen haben, entsinnten wir uns doch an das Projekt aus dem Chaosdorf mit dem Nadeldrucker und der Twitteranbindung zu finden unter: http://wiki.chaosdorf.de/index.php?title=Nadeldrucker.

Das gleiche haben wir dann auch nachgebaut. Die Projektseite vom fNordeingang ist zu finden unter: http://fnordeingang.de/wiki/Twitternadeldrucker.

Hardware

Der obligatorische Nadeldrucker wird benötigt, der dann über den Parallelport an der Rechner angeschlossen wird. Sollte im Ordner /dev kein lp0 vorhanden sein muss das Modul über

modprobe lp

von Hand geladen werden, sowie in die /etc/modules eingetragen werden damit es beim hochfahren mit startet.

Mit einem

echo "Test Test 1 2 3" > /dev/lp0

sollte der Drucker eine Zeile ausgeben.

Software

Um die Tweets abzurufen brauchen wir noch den konsolenbasierten Twitterclient der sich mittels

apt-get install twidge

installieren lässt, und danach noch mit

twidge setup

eingerichtet werden muss.

Script

Im Gegensatz zu dem Chaosdorfscript läuft unseres allerdings lokal und als cronjob. Folgend das Scipt vom fNordeingang:

#!/bin/bash
(
TWEETS=$(twidge lsreplies -u -s | iconv -f utf-8 -t cp437)
if [[ -n $TWEETS ]]; then
echo "$(date)";
echo "${TWEETS}";
echo "";
echo "";
fi
) > /dev/lp0

In der /etc/crontab wird dann noch folgende Zeile angehangen. Den Pfad natürlich so ändern das er zu dem Script führt.

* *     * * *   root    /bin/bash --login /usr/local/sbin/nadeltweet.sh

Das wars. Nun sollte der Drucker jedes mal wenn jemand eine Nachricht an den eingerichteten Twitteraccount schreibt, diese Nachricht mit Zeitstempel ausgeben. Dazu ruft der cronjob jede Minute das Script auf, welches mittels twidge die Tweets abruft.

Das ganze läuft natürlich wieder auf dem Igel Winestra. Langsam kommt es mir vor das ich über nichts anderes mehr blogge. ;)