Heute ist, wie schon in verschiedenen Medien berichtet, der Tag für Datenschutz und Privatsphäre Im Zuge dessen gab es in mehreren Städten Kundgebungen und Demonstrationen. Unter anderem auch in Düsseldorf, wo ca. 50 bis 60 Leute für die Privatsphäre bei eisigen Temperaturen auf die Straße gingen. Neben zwei Kundgebungen, in der Altstadt sowie vor dem Landtag, wurde Passanten mit Flugblättern aufgeklärt was sich hinter Acta und INDECT verbirgt. Einer der Redebeiträge kann hier nachgelesen werden.
Kategorie-Archiv: Neuigkeiten
Eigenes Mediacenter mit XBMC
Frisch zu Weihnachtszeit Anfang Dezember, habe ich mir mal ein kleines Mediacenter gegönnt. Nach nun mehreren erfolgreichen Abenden der Nutzung nun einen kleinen Blogartikel darüber.
Aber erst etwas Theorie meinerseits. Ich wollte für das Mediacenter auf der einen Seite nicht viel Geld ausgeben, denoch auf Standardkomponenten setzen die nicht viel Strom verbrauchen. Dolby oder ähnliches sind für mich nicht von belang. Letztlich habe ich mich für folgenden Komponenten entschieden die ich bei einem großen Onlinecomputerhandel erworben habe:
- Intel D2550DC2 Mainboard mit aufgelöteten Atom D2550
- SO-DIMM 2 GB DDR3-1333
- Antec ISK 300-150 Mini ITX
- GeForce GT 610 PCI pasiv (dazu später mehr)
Eine alte aber noch gute 2,5″ Festplatte hatte ich noch zur Hand, so das ich hier nichts mehr einkaufen musste. Viel Speicher muss die Platte bei mir nicht haben, da sich das Mediacenter die Medien vom Homeserver holt. Die entsprechenden Ordner sind per SMB freigegeben. Insgesamt hat mich der Einkauf (ohne Festplatte) knapp 215 Euro gekostet.
An dieser Stelle muss ich nun kurz vorgreifen warum ich zusätzlich zu der mit auf dem Atom eingebaute Grafikkarte (eine PowerVR Grafikkarte) eine nVidia Karte eingebaut habe.
Die schon eingebaute Karte des Atom D2550 wird vom Linuxkernel 3.6 aktuell nicht unterstützt. Aus diesem Grund sollten Linux Nutzer die aktuelle Atom Version erstmal meiden, da die Treiber für PowerVR Grafikkarten noch nicht stable sind.
Hardware
Bei dem Zusammenbau ist selber nicht viel zu beachten. Das Gehäuse selber kenne ich noch aus meinem ersten Homeserver. In der neuen Revision ist das Netzteil nun geschlossen und aktiv gekühlt.
Blöderweise lag bei dem Mainboard der Anschluss für den Gehäuselüfter so weit weg, das das Kabel zu kurz war. Aus diesem Grund musste ich mir erstmal eine Verlängerung zusammenlöten damit der Stecker passt.
Die Grafikkarte mit ihrem passiven Kühlkörper ist etwas wuchtig, da der Kühlkörper auch auf der anderen Seite
noch ausgebaut ist. Erst nach dem umlegen von ein paar Kabeln passte die Grafikkarte zufriedenstellend. Hier ist zu beachten, dass nur Grafikkarten mit LowProfile-Blende passen. Von der Hitzeentwicklung her ist die Karte in Ordnung. Sie wird zwar warm aber nicht heiss.
Software
Als Betriebssystem ist ein minimales Arch Linux installiert. Zusätzlich werden über den Befehl
pacman -S xorg-server xorg-xinit xorg-utils xbmcdie nötigen Pakete für XBMC installiert. Damit XBMC automatisch beim Hochfahren mitstartet müssen folgenden Befehle ausgeführt werden:
systemctl enable xbmc systemctl enable graphical.target
Anfangs hatte ich Probleme dem richtigen Sound. Eventuell müssen Sie hier mit
pacman -S alsa-utils
alsamixererst noch die Lautstärke von Hand hochdrehen.
Für die Grafikkarte verwende ich die properitären Grafkikkartentreiber. Diese installieren Sie mit
pacman -S nvidia libvdpauVergessen Sie hier nicht die VDPAU Bibliothek zu installieren, wie oben beschrieben, und das XBMC diese auch nutzt (unter Einstellungen > Wiedergabe > Video), ansonsten werden 1080p Videos nur als Standbildkino ablaufen.
Leider habe ich das Beenden Menü zum Herunterfahren etc. noch nicht zum laufen bekommen. Ausschalten lässt sich der PC aber normal über den Powerbutton, der zu einem ordentlichen shutdown führt. Bei dem Menü führt jeder Befehl zu einem normalen Neustart des X-Server und XBMC selbst.
Interessante Links zum Thema
- Arch Linux Wiki XBMC > https://wiki.archlinux.org/index.php/Xbmc
- Arch Linux Wiki Nvidia > https://wiki.archlinux.org/index.php/Nvida
Dieses Wochenende: Chemnitzer Linux Tage 2012
Dieses Wochenende starten in Chemnitz der gleichnamigen Linuxtage. Meinerseits wird dieses Jahr wieder vor Ort sein. Ihr findet mich (falls Ihr mich sucht), wie letzes Jahr am openSUSE / Oyranos Stand.
Anders wie letztes Jahr werde ich mir allerdings die Zeit nehmen und ein paar Vorträge anschauen. Da dieses Jahr das Hauptaugenmerk der Vorträge auf das Linuxkernel gelegt wurde, was auch den Slogan dieses Jahres andeutet “Kernelkraft und erneuerbare Synergien”, ist mein Besuchsprogramm in der Hinsicht mit ein paar Vorträgen gefüllt.
In diesem Sinne, bis Samstag oder Sonntag.
Scientific Linux – oder die Suche nach der Serverdistribution
Nachdem es ja wie bekanntlich Richtung Jahresende geht, habe ich mir zu Weihnachten eine Hardware-RAID-Karte von 3ware gegönnt, um genauer zu sein eine 3ware 9650SE-2LP. Auf dieser läuft nun die Systemplatte(n) im RAID1 Verbund. Die Platten mit den Daten lasse ich weiter einzeln laufen. Diese werden jede Woche einem mit rsync abgeglichen. Zeitkritische Daten liegen auf der Systempartition.
Da ich nun eh schon am Server dran war habe ich mir Gedanken gemacht inwieweit es sinnvoll ist openSUSE weiterhin auf dem Server zu betreiben. Nicht aus Gründen des Systems sondern aus der Sicht des Supportzeitraums. Spätestens Ende 2012 müsste ich mir Gedanken über in Upgrade auf die nächst höhere Version machen. Das dies meistens nicht klappt ist wohl bekannt (siehe Versionsprung auf 11.4 mit dem AppArmor Bug und SMB). Da ich allerdings auch kein Debian(derivat) verwenden wollte blieb im Endeffekt nur noch CentOS und Scientific Linux übrig. Ich habe mich dann letztendlich für Scientific entschieden, da dort die Updates schneller gepackt werden.
CentOS oder Scientific
CentOS und Scientific sind beides Nachbauten von RHEL. Da Red Hat die Quellpakete offen legen (muss), kann daraus eine Distribution gepackt werden die binärkompatibel mit RHEL ist. Und da RedHat seine Distribution 5 bzw. 7 Jahre mit Updates versorgt, können CentOS und Scientific die Updates einfach verpacken und ausliefern. Zwar habe ich kein Support durch RedHat, diesen werde ich aber bei mir Zuhause wohl kaum benötigen.
Scientific Linux
Wie schon erwähnt ich Scientific Linux ein Klon von RHEL. Gebaut wird die Distribution zum großen Teilen von CERN, Fermilab, ETH Zürich, und dem DESY. Diese haben sich zusammenschlossen um auf einer Basis eine eigene Distribution zu schaffen, damit nicht jede Institution ihre eigene Distribution pflegen muss. Mehr dazu findet sich auf der Wikiseite von Scientific Linux.
Servereinsatz
Auf dem Server macht sich Scientific gut, auch wenn ich manch praktische Dinge von openSUSE vermisse. Das Einrichten von rsync ist etwas aufwendiger. Das voreingestellte SELinux ist bisweilen (für mich) unbrauchbar. Weder rsync noch SMB ließen sich mit den voreingestellten SELinux Regeln benutzen. Auch nachdem ich die Regeln so geändert habe das es laufen sollte, lies sich rsync immernoch nicht verwenden. Ich habe SELinux dann einfach vom System genommen. An der Stelle finde ich AppArmor bei weitem einfacher zu konfigurieren und warten.
Desktopeinsatz
Auf dem Desktop kann ich Scientifc Linux zum Teil empfehlen. Es kommt darauf an was machen möchte. Das KDE liegt in Version 4.3 vor. Neuere Versionen müsste man sich selber kompilieren und aktualisieren. Das Gnome liegt in Version 2.28 vor und macht einen stabilen Eindruck. Für Arbeitsplatzrechner oder für einfache Arbeiten ist der Desktop völlig in Ordnung. Wer allerdings “bleeding edge”-Software haben möchte sollte dann doch lieber zu einer schneller veröffentlichenden Distribution wie openSUSE oder Fedora wechseln. Ansonsten bekommt man ein stabiles System, das für die normalen Office und Internetanwendungen völlig ausreichend ist. Sollte man Scientific für den Desktop verwenden und hat nicht mehr als 4 GB RAM empfehle ich die 32bit Version, da es dort mehr Pakete für gibt die man sich sonst extra raussuchen muss. CentOS und RHEL Paketquellen können eigentlich ganz normal benutzt werden da alle Distributionen zueinander kompatibel sind.
Interessante Links zum Thema:
- Scientific Linux Wiki > http://www.scientificlinux.org/about/history.long
- CERN Scientific Linux Seite > http://linux.web.cern.ch/linux/
Distributionsupdate auf openSUSE 12.1 – Erste Erfahrungen
Wieder einmal ist es soweit – in neues Distributionsupdate steht ins Haus. Zum Glück muss nicht, wie bei der letzen Release, rpm zuerst aktualisiert werden sondern man kann hier nach Deaktivierung aller Repos außer OSS und Non-OSS mittels
zypper dup
als root das System mit den neuen Paketen bespielen. Das Update ging eigentlich Problemlos von statten. Ich habe das System bereits einem Update unterzogen und einmal frisch installiert. Folgende Stoplersteine habe ich dabei gefunden:
- Nach dem Update wollte das das neue systemd aus nicht erklärbaren Gründen einen (nicht installieren) LDAP Server starten und ist deshalb in eine Timeout gelaufen wodurch das Hochfahren sich so lange verzögert das das benutzen von SystemVInit im Endeffekt schneller gewesen wäre.
Auch scheint es noch Probleme mit Apper zu geben. So fragt mich openSUSE jede Stunden nach dem root Passwort um Proxy Einstellungen vorzunehmen. Lustigerweise verschwindet das Fenster nach unterschiedlich langer Zeit automatisch wieder. Dies scheint eine Problem mit PolicyKit zu sein.Wurde mittlerweile gefixt.
Auch gibt es immer eine Abfrage des root Passworts beim erstellen einer Verbindung. Hier das gleiche Problem mit PolicyKit. Der Bug ist allerdings schon bekannt.Laut Mailingliste ist dies ein Feature, da Netzwerkverbindungen systemkritische Einstellungen sind und nicht von jedem bearbeitet werden sollen. Wird zurzeit diskutiert ob es wieder geändert wird. Workarround und Diskussion ist im Bugtracker zu finden.Wurde mittlerweile mit einem Patch gefixt. Normale User können wieder Netzwerkverbindungen erstellen und bearbeiten.
Wenn man zypper im Terminal ausführt und PackageKit noch im Hintergrund läuft lässt es sich nicht immer beenden. Das Problem bestand allerdings auch schon in der Vorgängerrelease.Wurde mit einem Patch bereits behoben.
- Packman mit xine nicht vergessen und als Backend für Phonon eintragen, ansonsten können keine m4a Musikdateien abgespielt werden. Kann aber auch GStreamer verwendet werden
Das neue Programm Apper kann keine heruntergeladen RPMs installieren und stürzt dabei ab.Wurde behoben.
- Das nVidia Grafikkartentreiberrepository steht nun auch bereit, zu finden unter ftp://download.nvidia.com/opensuse/12.1/. Danke jkahrs
- Sollte nach einer Neuinstallation des Systems mit seperaten Home Ordner und nachinstallation der benötigten Programme diese ohne Icon bleiben einfach die Icons neu initialisieren. In den Systemeinstellungen > Erscheinungsbild von Anwendungen under Symbole kurz die Gnome Icons auswählen und dann wieder auf die KDE Icons wechseln.
- Das aktuelle BOINC macht Probleme auf openSUSE 12.1. Hier am besten erstmal auf die Version 6.10.58 zurückgreifen.
Ansonsten läuft das System stabil. Bis auf die kleineren Fehler habe ich bisher keine großen Probleme festgestellt. Meinen Server werde ich erstmal auf der 11.4er lassen in der der Hoffnung das es dafür später noch ein Evergreen geben wird.
Eine Liste von den noch gröbsten Fehlern ist zu finden unter: http://en.opensuse.org/openSUSE:Most_annoying_bugs_12.1
PS: Aus gegebenen Anlass habe ich meinen ownCloud Artikel nochmal überarbeitet.
Ein kurzer Blick auf Mandriva 2011
Seit nun etwa einem Monat gibt es das neue Mandriva 2011. Grund genug, das ich es mir einmal anschauen sollte, besonders da Mandriva den KDE Desktop mit einigen Extras ausgestattet hat sowie RPM in der Version 5 nutzt.
Mitgeliefert wird unter anderem ein Kernel 2.6.38, KDE 4.6.5, Firefox 5.0.1, Thunderbird 5.0 sowie auch LibreOffice 3.4.2.
Der Installer von Mandriva gibt sich sehr spartanisch. Im großen und ganzen fragt er nicht mehr ab als die Sprache, Tastatur, Uhrzeit und die Festplattenpartitionierung. Dann startet auch schon die Installation dargestellt durch einen einen Fortschrittsbalken begleitet von Informationsgrafiken. Gefolgt wird dies von einer Bootloaderkonfiguration und dem obligatorischen Neustart. Insgesamt wirkt die Installation recht dröge und lässt nicht viel Spielraum, läuft aber ohne Probleme durch.
Nach dem Neustart wird nur noch der Benutzername sowie root-Passwort abgefragt und schon landet man auf einem frischen KDE Desktop der von Mandriva in Sachen aussehen weitestgehen verändert wurde. Der Desktop sieht angenehm aufgeräumt aus und die Sortierung der Kontrollleiste ist Schlüssig. Der veränderte Starter von Mandriva leidet allerdings unter dem gleichen Problem wie Unity von Cononical, dass er absolut unaufgeräumt wirkt. Programme sucht man ziemlich lange da man durch eine komplette Liste gehen muss die nur durch Kategorien sortiert ist. Am interessantesten ist die Funktion TimeShift die sich im Startmenü befindet. Mit ihr lässt sich durch die Dokumente anhand des Änderungs oder Erstellungsdatums scrollen. Leider lässt sich mit den Icons in der Kontrollleiste immer nur ein Fenster öffnen. So kann man zum Beispiel nicht mehrere Fenster von Dolphin durch mehrmaliges klicken auf das Programmsymbol erzeugen.
Da ich das System bei mir nur in einer VBOX läuft, habe ich keine tiefergehenden Arbeiten am System durchgeführt. Allerdings war es mir unmöglich das System zu aktualisieren. Meine ersten Versuche schlugen alle fehl, da das Aktualisierungsmodul irgendewie eingefroren war. Letzendlich wollte mir Mandriva den halben KDE Desktop beim Update löschen wegen nicht auflösbaren Abhängigkeiten. Auch kommt mir die gesammte Paketverwaltung sehr träge vor. Ob das nun am neuen RPM5 oder an urpm liegt kann ich nicht sagen.
Letztendlich kann ich nach meinem kleinen Besuch in der Mandriva Welt die Distribution teilweise weiterempfehlen. Für Leute die ihren Rechner vorrangig nur für Standardaufgaben wie surfen, mailen, Texte schreiben und Musik hören nutzen kann ich Mandriva klar empfehlen. Hier hat Mandriva eine schöne einheitliche Oberfläche geschaffen die klar die Richtung vorgibt. Für alle anderen die mehr aus ihrem System herausholen möchten, habe ich da ehr gemsichte Gefühle. Für letztere Gruppe ist wahrscheinlich auch der Fork von Mandriva Magiea weitaus interessanter, zu finden unter http://www.mageia.org/de/. Diese Distribution wird komplett von einer Community gepflegt und entwickelt und wäre für mich wohl im Vergleich zu Mandriva die erste Wahl.
Ein kleiner Blick auf SaX3
Wie bestimmt schon herumgesprochen und auf mehreren Blogs gelesen, arbeitet der in der openSUSE Community bekannte manugupt1 im Zuge des Google Summer of Code an einer neuen Version von SaX. Viele kennen das X.org-Konfigurationsprogramm SaX2 bestimmt noch. Ab Version 11.2 der openSUSE Distribution wurde SaX2 allerdings aus YaST und später aus der Distribution entfernt. Nachdem allerdings viele Rückmeldungen der User kamen, dass trotz automatischer Hardwareerkennung von X.org, immernoch Hand angelegt werden muss, hat sich manugupt1 dem angenommen und entwickelt zurzeit besagtes SaX3.
Natürlich ist die Software noch nicht fertig. Allerdings erstellt er in kurzen Abständen immer ein neues Build von SaX3, welches sich einfach über YaST installieren lässt. Das Repository finden Sie unter http://download.opensuse.org/repositories/home:/manugupt1/.
In der von mir versuchten Build (0.1-39.1) funktionierte nur die Mauskonfiguration. Das andere Modul für die Tastaturkonfiguraten ist leider mit einem Speicherzugriffsfehler abgestürzt. Bei Version 0.1 darf man natürlich nicht zuviel erwarten.
Laut seinem aktuellen Blogartikel wird er sich in der nächsten Zeit um das Modul für die Touchscreenkonfiguration kümmern. Insbesondere freut er sich über jegliche Rückmeldung bezüglich SaX3 und kann natürlich auch Hilfe gebrauchen. Wer Interesse hat findet mehr auf Informationen auf seinem Blog, zu finden unter http://sysbytes.wordpress.com/. Hier berichtet er auch über die derzeitige Entwicklung des Tools. Der Sourcecode kann in GitHub unter https://github.com/manugupt1/sax3 eingesehen werden.
Unity – Uneinigkeit in der Community
Seit gestern ist das neue ubuntu 11.04 veröffentlicht worden. Größte Änderung ist die neue Oberfläche Unity, welche schon für viel Diskussion in den entsprechenden Communitys gesorgt hat. Während die ersten Blogeinträgen zwischen positiver Resonanz und weniger Begeisterung schwanken, habe ich mir Unity auch einmal angeschaut. Klar ist von vorneherein, dass ich keine KDE oder Gnome erwartet habe. Dies wurde von vorneherein schon von Canonical ausgeschlossen. Unity bringt keine eigenen Programme mit sondern benutzt weiterhin die normalen GTK / Gnome Programme.
Komplett vorstellen möchte ich Unity an dieser Stelle nicht. Dies ist schon bei anderen Blogs und Wikis gemacht worden. Schauen wir uns ehr an was mir so aufgefallen ist.
Grundsätzlich halte ich Unity für große Bildschirme weniger geeignet. Es wird sehr viel Platz verschwendet, der eigentlich gut genutzt werden kann. Die Übersicht hapert aufgrund zu großer Symbole und irreführenden Menüeinträgen. So wird einen bei dem Klick auf das ubunto-Logo oben links in der Ecke das Hauptemenü geöffnet worauf man dann auf seine Programme zugreifen kann die eingeteilt sind in Internet-Anwednungen, Multimedia-Anwenungen und Mehr Anwendungen. In der erscheinenden Liste gibt es eine untere Aufteilung mit Anwendungen zum Herunterladen. Darin sind nicht installierte Programme angezeigt die sich dann über das Ubuntu Stoftware Center laden bzw. kaufen lassen. Bei Spielen als Ingame-Werbung bezeichnet scheint es hier so etwas ähnliches zu sein, obwohl mir nur freie Softwarepakete angezeigt wurden.
Die am linken Rand befindliche Leiste (Dock) verhält sich so ähnlich wie das Dock von MacOS X. Leider bringt Unity die gleiche schlechte Angewohnheit mit die Menüleiste vom Fenster getrennt zu positionieren. So sind, möchte man auf eine Menüleiste eines im Hintergrund befindlichen Fensters zugreifen, immer zwei Klicks nötig.
Um ein Programm im Dock zu starten reicht ein Klick auf das entsprechende Icon. Beim Ladevorgang beginnt das Icon dezent farblich zu “atmen”. Leider gibt das Icon keine Erwiderung ob es gedrückt wurde. Das Atmen beginnt erst zeitlich verzögert. Auch lässt sich kein zweites Programmfenster öffnen wenn schon eines läuft. Ein weiteren klick auf das Icon bringt nur das Nautilusfenster in den Vordergrund.
Fazit
Für den Netbookbereich und bedingt für Tabletts kann ich mir den Unitydesktop gut vorstellen. Für normale Rechner oder Poweruser fehlt einem die Anpassbarkeit, da Unity sich sehr starr verhält. Inwieweit Canonical mit Unity im Desktopbereich Erfolg haben wird bleibt abzuwarten. Das Canonical, dass selber als nicht fertig bezeichnete, Unity in eine Stable-Release als Standard einbaut ist meiner Meinung nach schon sehr gewagt.
Ein Versuch Unity auch auf openSUSE und Fedora lauffähig zu machen wurde mittlerweile zweitweise aufgegeben, da einige Bugs in Unity und Compiz die Portierung nicht ermöglichten bzw. sie sehr erschweren würde. So bleibt ubuntu zurzeit die einzige Distribution mit Unity.
Neuer Twitter Account und WordPress neu installiert
Nebst neuen Twitter Account für ununseptium.de zu finden unter http://twitter.com/ununseptium_de.
Auch den WordPressblog habe ich nochmal neu installiert aufgrund ausgiebiger Bastelarbeit am System. Oh graus. Ist das eine Arbeit alle Plugins wieder neu zu installieren etc. Zum Glück scheint der import der Artikel alle geklappt zu haben. Auch die Bilder sind ja alle noch da.
Ich hoffe das war das letzte mal das ich das machen musste.
Also dann folgen, folgen, folgen.
PS: Nein ich durfte noch alle Bilder neu in den Artikel einfügen. Ja das macht Spaß.
Blogumzug
Nachdem mir der WordPress.com Server nicht Performant genug war, was wahrscheinlich daran liegt das er in Amerika steht, habe ich mich dazu entschieden den Blog umzuziehen.
Positiv dabei ist auch, dass ich nun eine richtige Domain habe. Deswegen geht es nun ab hier weiter. Den alten WordPress Blog lasse ich noch bestehen, da noch viele Links darauf weisen.











