Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Blogumzug

Nachdem mir der WordPress.com Server nicht Performant genug war, was wahrscheinlich daran liegt das er in Amerika steht, habe ich mich dazu entschieden den Blog umzuziehen.

Positiv dabei ist auch, dass ich nun eine richtige Domain habe. Deswegen geht es nun ab hier weiter. Den alten WordPress Blog lasse ich noch bestehen, da noch viele Links darauf weisen.

So waren die Chemnitzer Linux Tage 2011

Der openSUSE Stand

Zwei Tage Chemnitzer Linux Tage liegen nun hinter mir und ich kann mit Sicherheit sagen, dass sich dies sehr gelohnt hat. Wir haben ca. 300 openSUSE DVDs, die gerade noch rechtzeitig in Nürnberg ankamen, an Interessenten verteilt. Für die neue openSUSE 11.4 Release habe wir viel positive Resonanz gehört. Natürlich kamen auch viele zum Stand um uns von ihren Problemen mit openSUSE zu berichten und darauf zu hoffen eine Lösung zu bekommen. Teilweise konnten wir da auch weiterhelfen. Schade war, dass es keinen KDE Stand gab. Zeitweise kam man sich so vor als müsste man sich ein blaues T-Shirt anziehen, da viele Leute fragen direkt zu KDE hatten. Manches konnten wir den Besucher erklären, vieles war dann aber doch zu KDE Speziell. Samstag abends gab es eine wirklich sehr reichhaltiges Buffet untermalt mit Livemusik. Das Catering insgesammt war wirklich klasse. Gratis Essen und Freigetränke für die Aussteller gibt es nicht auf jeder Linuxmesse (ich glaube das ist auch die einzige, die das hat).

Während den zwei Tagen, gab es mehrere Vorträge über openSUSE 11.4 von „gnokii“ aka Karl-Tux-Stadt, als auch einen Vortrag über die Verwaltungssoftware Kraft für Kleinunternehmen von Klaas Freitag einem openSUSE Booster. Aus Tschechien angereist kam Michal Hrusecky der einen Workshop über den openSUSE Buildservice gegeben hat.

Beim Distrobattle hatte sich „gnokii“ in den Ring gestellt und openSUSE würdig vertreten. Einen Sieger gab es am Ende natürlich nicht. Ziel der ganze Sache war es einfach zu zeigen wie alltägliche Aufgaben unter den verschiedenen Distributionen ausgeführt werden.

openSUSE 11.4 Promo DVDs

Für mich persönlich Interessant fand ich den ReactOS Stand mit einem auf einem Laptop nativ laufenden ReactOS. ReactOS ist ein OpenSource Nachbau der Windows NT Systemarchitektur. Es konnte sogar schon Musik abspielen. Auf einer VM lief ein System sogar mehrere Stunde und hat einen Radiostream wiedergegeben. Das hört sich nun vielleicht etwas Merkwürdig an, da solche Dinge alltäglich sind. Doch schaut man sich die Entwicklung von ReactOS an sind dies schon wesentliche Fortschritte zu den letzen veröffentlichten Versionen.

Alles in allen hat sich die Mühe für mich nach Chemnitz zu fahren gelohnt und ich werde nächstes Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder am Start sein.

Auf dem Weg zu den Chemnitzer Linux Tagen

Normalerweise gibt es auf meinem Blog hauptsächlich nur HowTos oder Tipps. Heute mal etwas anderes, da ich zurzeit reise.

Ich sitze gerade im ICE, in den Gedanken hier noch drei Stunden verweilen zu müssen, bis ich zum ersten mal in den neuen Bundesländer ankomme (und das nach 20 Jahren Wiedervereinigung). Die Landschaft die an mir vorbei zieht ist schnell beschrieben:
Es ist hügelig, viele freie Felder mit sich erstreckenden Wäldern. Über der ganzen Landschaft liegt eine Decke der Kälte. Der Himmel wird von einer großen Schicht dunkler bedrohlicher Wolken verdeckt. Nichtssagende fast vergessend wirkende Dörfer und Häuser ziehen in der Ferne an mir vorbei. Wo ich bin? Irgendwo zwischen Warburg und Kassel. Anmerken sollte ich das ich beim schreiben dieser Worte Musik der Band Fejd höre, die ich an dieser Stelle besonders empfehlen darf.

Während ich so durch den ICE wander, da es jemand mal wieder geschafft hat eine Toilette unbenutzbar zu machen, fällt mir auf das diejenigen die Netbooks dabei haben, darauf sogar Windows XP oder 7 verwenden. Ist das erste mal das ich sowas sehe. Scheinbar bin ich hier der einzige mit einem Linux.

In neun Minuten erreiche ich Kassel. Diejenigen die morgen auf dem Chemnitzer Linux Tag sind. Man sieht sich dort am openSUSE Stand. Für die anderen die nicht kommen können gibt es hier morgen Abend Fotos und einen vorläufigen Bericht des ersten Tages.

Zur aktuellen Lage: Banshee und ubuntu

Da die aktuelle Diskussion um dem entfernten Amazon Store in Banshee bei der nächsten ubuntu Release große Kreise zieht möchte ich mich dazu auch einmal äußern. Für diejenigen die noch nicht wissen worum es geht sei diese Nachrichtenquelle empfohlen:

http://www.golem.de/1102/81515.html

Ich glaube der Knackpunkt wurde schon in vielen Diskussionen genannt. Canonical MUSS Umsatz generieren im Gegensatz zu anderen Distributionen wie openSUSE, Fedora, Debian etc. Gerade deshalb denke ich das es gerade bei ubuntu auch später noch zu solchen Problemen kommen wird. Hier ist einfach ein Interessenkonflikt zwischen der OSS Community und dem gewinnorientierten Unternehmen. Und in dem Fall hat die Community zu „kuschen“ wenn Ihre Software auf die Distro möchte bzw. wird demnach abgeändert wenn es sein muss. Ich denke, wäre Canonical so groß wie RedHat oder Novell würden sie daran gar keine Beachtung schenken. Wobei gesagt werden muss, das oben genannte Firmen ganz anderen Zielgruppen hat als Canonical. Außerdem möchte ich an dieser Stelle anmerken das die Banshee Entwickler keinerlei Probleme damit haben das der Amazon Store deaktivert wird. Man hat sich dabei mit Canoncial geeinigt. Es bleibt in Zukunft abzuwarten wie sich dies entwickelt.

Gerade die Entwicklung mit der Oberfläche Unity wird dieses Jahr wohl ganz oben stehen. Inwieweit wird die Oberfläche akzeptiert werden? Wenn man sich daran erinnert wie groß die Resonanz auf die Position der Fensterbuttons war. Natürlich kann man die Oberfläche wieder zu Gnome ändern. Aber bei Umsteigern zählt der erste Blick. Wird man dann vor eine instabile bzw. unvollständige Oberfläche gesetzt sind die Nutzer gefrustet und lassen das Experiment Linux erstmal sein. Den Umsteigern dann zu erzählen man müsste erstmal eine andere Oberfläche installieren um bestimmte Funktionen zu haben ist manchen Einsteigern auch zuviel. Ob ubuntu langfristig GNOME von der CD wirft bleibt abzuwarten, genauso wie sich dies insgesamt entwickelt.

Bei vielen habe ich schon gelesen, dass vermutet wird, Canonical möchte ubuntu auf Mobiledevices trimmen. Wayland und Unity währen dafür wesentlich ehr geeignet als das große Gnome und der X-Server. Insgesamt sieht man aber das Canonical einen sehr merkwürdigen Weg zzt. fährt und man irgendwie nicht weiss was man davon halten soll. Mit dem Vorantreiben von Wayland und der Entwicklung von Unity bricht Canonical aus dem Bild der typischen Linuxdistributionen heraus. Auch die Ankündigung sich die Integration von QT-Andwendungen offen zu halten, wobei ubuntu seit jeher eine GTK Distribution war.

Nur wundert mich das im offiziellen Git Repository von Wayland im letzen Monat gerade einmal sechs Personen etwas beigetragen haben. Hier frage ich mich wie ernst es Canonical mit Wayland meint bzw. das der Zeitplan doch etwas sehr stramm gefasst ist. Ich lasse mich hier aber gerne eines bessern belehren. In der Entwicklung von Wayland bin ich nicht involviert.

Fazit:
Abwarten und Tee trinken. Was Canonical letztendlich mit der Haupdistribution macht, lässt sich weder voraussagen noch aktiv beeinflussen. Alternativen, auch ubuntu-interne Distributionen, gibt es genug. Auf jeden Fall bleibt es spannend.

So war die FrOSCon 2010

FrOSCon 2010 Eingang

Einmal im Jahr zieht es alle Technik und Open Source Begeisterte nach St. Augustin zur Free & Open Source Conference. Dieses Jahr hatte sich zudem großer Besuch angekündigt. Kein geringerer als Jon „Maddog“ Hall, besuchte die FrOSCon und hielt unter vollem Hörsaal eine Keynote zum Thema „Free and Open Source Software in the Developing World“. Aber auch die anderen Vorträge waren wie immer von bester Qualität und deckten so ziemlich jeden Aspekt der Softwarewelt ab. Sei es Entwicklung, Administration und normales Benutzen von Software.

Folgend ein kleines Tagebuch der FrOSCon aus meiner Sicht:

09:53

Die Bahn kommt. Genau gesagt geht es erstmal von Neuss nach Köln. In Köln Hansaring steigen wir um in die S12 nach St. Augustin. Dann noch ne Runde Straßenbahn und schon folgten wir den weißen Fröschen zur Froscon.

 

12:15

Nach dem obligatorischen Abholen der Tasche mit Werbegeschenken und dem stylischen Froscon T-Shirt ging es mehr oder weniger auch direkt in den Hörsaal 1 um die Keynote von Jon „maddog“ Hall zu verfolgen. Im großen und ganzen sehr Interessant sein Vortrag auch wenn manches was er sich an OpenSource Projekten vorstellt doch recht unrealistisch erscheint, da der Markt für so etwas einfach nicht bereit ist.

14:00

Der KDE und amaroK Stand

Nach und nach arbeitet man sich durch die verschiedenen Stände durch und kommt auch ins Gespräch. Interessant fand ich die kommenden Version von amaroK, die in der nächsten oder übernächsten Release eine Virtualisierung enthalten wird. Und die sieht noch nicht mal schlecht aus und kann mit iTunes oder Windows Media Player Pendanten ohne Probleme mithalten.

 

15:15

In einer Vorlesung über Cloudcomputing konnte ich mich über die Risiken dessen informieren. Hier wurde einem vor Augen geführt welch ein Risiko überhaupt im Cloudcomputing steckt. Gerade das Risiko das man seine Daten oder Applikationen nicht selber verwalten kann, birgt eine großes Risiko. Man ist bei externen Anbietern immer davon abhängig, das dieser seinen Service auch nicht einstellt bzw. APIs auf einmal ändert etc.

18:00

Gegen 18 Uhr ging es dann zum „Social Event“ um bei super Wetter und Musik eine leckere Grillwurst und Salat zu essen. Geschmacklich und preislich mal wieder top.

20:00

Langsam ging es dann wieder auf den Rückweg. Nach knapp zwei Stunden fahrt war man dann auch wieder Zuhause und froh im Bett zu sein.

Samstag

openSUSE auf der FrOSCon

Am Samstag war ich natürlich auch dort, diesmal aber ehr um mir die Vorlesungen anzuschauen. Dort war ich aber nicht der einzige. Die Gänge waren wesentlich leerer, die Hörsäle dafür voller. Nachdem ich mir einen Vortrag über WINE angehört habe, ging es zu einem wirklich interessanten Vortrag über ZFS, der leider schon nach einer Stunde abgebrochen werden musste, da die Zeit nicht mehr reichte. Der letzte Vortrag den ich mir anschaute war über Gnome 3. Da ich auch den Vortrag vom letzten Jahr kannte war ich hier gespannt auf die Änderung die seitdem eingetreten sind. Im Grunde hat man nicht wesentlich viel neues gesehen. Gnome 3 ist stabiler geworden, man hat an der Gnomeshell viel stabiler gemacht und optisch verbessert. Das neue Bedienkonzept ist etwas ungewöhnlich und man muss sich darauf einlassen um es zu verstehen. Im großen und ganzen nimmt Gnome 3 langsam fahrt auf. Persönlich glaube ich das Gnome versucht die Fehler von KDE nicht zu wiederholen sich dabei aber in zu vielen Kleinigkeiten verläuft.

Alles in allen mal wieder eine schöne Konferenz. Die nächste große Open Source Veranstaltung währe die Open Rhein Ruhr in Bochum im November.

Man sieht sich dort.

KDE 4.5 wird erwachsen

Ich habe mich nun denn entschlossen auf KDE 4.5 zu wechseln. Die RC2 macht einen stabilen Eindruck und ist bis jetzt auch stabil gelaufen ohne abzustürzen. Ein paar Bugs habe ich zwar gefunden, diese sind aber marginal und stören mich so gut wie garnicht. Der KSnapshot macht ein paar Probleme zum Beispiel. An vielen Ecken hat das KDE Team gearbeitet und die Oberfläche wirkt nun vom Design durchgehen konsistent. Die kleinen Änderungen machen KDE hübscher und es macht Spaß damit zu arbeiten. Auch Akonadi läuft nun stabiler und schneller.

Der Konqueror wirk nun subjektiv schneller als in Version 4.4 und das überarbeitete KNotify überschüttet einen nicht mehr mit Informationen und sortiert diese Übersichtlich.

Leider ist die Übersetzung noch nicht ganz fertig. Dies sollte aber bis zum Stable nachgeholt sein.

KDE Notify und Systemleiste

Wie man sieht, hat man die Icons in der Systemleiste noch einmal überarbeitet. Leider habe nicht alle Programme das gleiche Design übernommen. Eventuell folgen KDE Anwendungen noch. Nur die Dienstprogramme erhalten neue monochromatische Icons damit sie sich besser von den Programmen trennen lassen. Mehr dazu im Blogeintrag von Aaron Seigo: http://aseigo.blogspot.com/2010/04/system-tray-progress.html

Wie man bei diesem Bild sieht hat die Systemeinstellung ein neues Design sowie Aufbau erhalten. Auch sieht man das die Leiste nun die dahinterliegenden Fenster verschwimmen lässt.

Systemeinstellungen und Effekte

Zweiter Blick auf KDE 4.5

KDE 4.5 beta mit Systemeinstellungen

Nun habe ich es mal gewagt die aktuelle KDE 4.5 beta 1 auf meinem Laptop zu installieren. Meine Erwartungen waren nicht sehr hoch da es sich ja wie schon erwähnt um beta-Software handelt. Enttäuscht wurde ich auch nicht.

Man kann die neuen Features zwar schon mal in Augenschein nehmen, allerdings war KDE bei den verwendeten Paketen aus dem openSUSE Repository insgesamt sehr instabil. So stürzten so gut wie alle Programme beim abmelden ab die noch liefen. Die Übersetzung ist noch nicht ganz beendet. Teilweise laufen einen noch ein paar englische Begriffe über den Weg.

Sieht man von den noch vorhanden Bugs und der noch fehlenden Überetzung ab wird dies eine super Release von KDE 4 sein.

Ich habe letztendlich aber wieder zu KDE 4.4.4 gewechselt, was kein großes Problem war. Die beta  war wie bereits erwähnt nicht mal ansatzweise Produktiv nutzbar.

Für alle interessierten habe ich noch einen Screenshot der Systemeinstellungen mit der neuen Kontrollleiste. Hier kann man auch die neuen Icons des Systemabschnittes bewundern. Nur leider passen dann andere Icons nicht mehr ins Gesamtbild. Ich hoffe das hier wenigstens die KDE Programme neue Icons dafür bekommen.

Was bringt KDE 4.5 neues?

Am vierten August soll es soweit sein und KDE 4.5 wird das Licht der Welt erblicken. Allerdings wirft es schon einige Strahlen voraus. So stellen User auf YouTube immer wieder einmal ein paar Aufnahmen von der neusten Entwicklerversion ein.

Zwei Interessante Videos möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Sie zeigen die aufgewertete Kontrollleiste sowie das verbesserte KNotify.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=VvuEbefvxW4]

In diesem Video sehen Sie auch deutlich die neuen Symbole für Strigi, Lautstärke, Netzwerk etc. KNotify zeigt nun in seinem Kreis als umlaufenden Balken den Fortschritt der laufenden Vorgänge an.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=BOgf5_Nj_9o]

Die Einstellungen zu den Plasmoids die sich in der Kontrollleiste befinden lassen sich nun besser erreichen. Auch das ausrichten der Plasmoids wird wesentlich flüssiger und einfach zu händeln.

Alles in allen sieht man nicht unbedingt viel neues. Doch es macht Lust auf mehr und zeigt das die KDE Entwickler den richtigen Weg gehen und altes erst mal verbessern und ausreifen bevor man sich neue Baustellen schafft, die zurzeit noch genug vorhanden sind.

Update: Für weite Infos hier noch der Link zum Zeitplan: http://techbase.kde.org/Schedules/KDE4/4.5_Release_Schedule und der Featureplan http://techbase.kde.org/Schedules/KDE4/4.5_Feature_Plan

Update 2: Hier ein neues Video was ein paar neue Effekte in KDE 4.5 zeigt. Schön kann man auch hier den Effekt sehen, dass unter der Kontrollleiste der Hintergrund verschwommen ist.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=OrZ5hAiLEyk]

Pro-Linux berichtet auch über die Beta 1 von KDE 4.5: http://www.pro-linux.de/news/1/15719/kde-sc-45-beta1-vorgestellt.html

Update 3:Mittlerweile ist die erste Release Candidate von KDE 4.5 erschienen. Mehr dazu in der offiziellen Mitteilung: http://kde.org/announcements/announce-4.5-rc1.php

Aussicht auf KNotify in KDE 4.5

Soeben habe ich ein nettes kleines Video gefunden welches das neue KNotify in KDE 4.5 zeigt. Wie man bemerkt sortiert KNotify die Meldungen nach  Programmen und speichert diese auch ab, so das man sie später wiederaufrufen kann. Auch mit dem Bildschirmplatz geht es nun schonender um. Die Zeiten wo die gesamte Rechte Seite voll mit Meldungen ist, scheinen bald vorbei zu sein. Aber machen Sie sich lieber selber ein Bild davon.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=1Z31MLWMOuU]