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Lenovo X121e mit openSUSE

Da mir mein IdeaPad, wohl auch wegen dem Atom Prozessor, zu langsam war habe ich mir statt ein Netbook ein neues Subnotebook zugelegt. Meine Auswahl viel dabei auf das Lenovo X121e mit AMD Fusion APU Prozessor. Zwar gab es auch andere Modelle mit Intel i3 oder i5 Prozessoren. Allerdings waren diese weitaus teurer und ich wollte den mobilen AMD Prozessoren auch einmal eine Chance geben. Somit hat mich das Gerät (dank AMDs Preispolitik)  mit 8 GB Ram gerade einmal ~380 Euro gekostet.

Hardware

Lenovo X121e Frontansicht

Der AMD E-350 Prozessor ist ein Dual Core Chip welcher mit 1,6 GHz getaktet. Im Prozessor eingebaut ist eine Radeon HD6310 Grafikkarte. Das Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist matt, was für mich auch ein Grund war dieses Gerät zu kaufen, da viele Hersteller bei dieser Preis / Notebookklasse ehr zu spiegelnden Displays und Klavierlackoptik greifen.

Das X121e ist im bekannten biederen ThinkPad Design gehalten. Der Deckel wurde aus kratzresistenten Kunststoff gefertigt. Die Schaniere der Bildschirmaufhhängung sind zwar nicht aus Metall, halten das Display aber trotzdem stramm in der Position. Die Tastatur ist keine ThinkPad Tastatur, aber trotzdem nicht zu beanstanden. Die größe der Tasten ist optimal. Leider weiss dafür das TouchPad nicht zu überzeugen. Die Tasten sind wie beim IdeaPad S10-3 in das Pad eingelassen. Dadurch verzieht man die Maus immerwieder beim klicken. Auch scheint das TouchPad nicht so genau zu sein wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück ist wie bei jedem ThinkPad ein TrackPoint dabei. Da ich eh ehr ein TrackPointbenutzer bin fällt dies für mich nicht so schwerwiegend auf. Eigentlich hätte man das TouchPad auch weglassen können.

Software

Lenovo x121e geöffnet

Das Gerät war ohne Betriebssystem als ich es gekauft habe, was aber kein Problem darstellt, da ich ja eh openSUSE darauf installieren wollte. Die Installation verlief ohne Probleme, allerdings gibt es nach der Installation ein Problem. Das X121e hat eine Netzwerkkarte von Attansic Technology und Realtec. Diese werden vom openSUSE 11.4 mitgelieferten Kernel nicht unterstützt. So saß ich erstmal vor einem Laptop ohne Anbindung ans Internet. Also habe ich das neue 3er Kernel aus dem Repositorys von Hand auf einen USB Stick gezogen und dann auf dem Notebook installiert. Nach einem neustart und funktionierenden Netzwerkschnittstellen konnte ich alle wichtigen Repositories hinzufügen und auch den AMD Treiber für die Grafikkarte installieren, da der mitgelieferter Treiber leider nicht genug Performance bietet. Den AMD Treiber laden Sie sich einfach von der AMD Webseite herunter und führen dann folgenden Befehl in dem Ordner aus wo sich die Datei befindet:

sh ./ati-driver-installer* --buildpkg SuSE/SUSE-autodetection

und folgen dann den Anweisungen. Bitte haben Sie dabei etwas Geduld.

Benutzung im Alltag

Das ThinkPad schlägt sich im Alltag im großen und ganzen sehr gut. Besonders da es sich um keinen Atom-Prozessor handelt gibt es keine künstlichen Beschränkungen der Hardware. So macht das hochauflösende Display und die 8 GB Ram schon etwas her. Die Grafikkarte hat genug Leistung um auch Minecraft oder Nexuiz flüssig zu spielen. Insgesamt reicht die Leistung des Subnotebooks um ohne Unterbrechung damit zu arbeiten. Der Akku reicht bei laufendem KDE mit Akonadi und Desktopeffekten etwa 4 bis 5 Stunden bei normalen Arbeiten mit W-LAN und ausgeschalteten Bluetooth.

Leider gibt es auch einen Minuspunkt den ich vergeben muss. Das W-LAN Modul des Notebooks ist leider nicht so Empfangsstark wie bei meinem großen Thinkpad. Da mein Arbeitszimmer auf der anderen Seite der Wohnung liegt wo sich der W-LAN Sender befindet bricht beim ThinkPad die Verbindung immer wieder ab.

Fazit

Für das Geld bekommt man ein solides Subnotebook mit guter Akkulaufzeit und genug Leistung für flüssiges Arbeiten im Alltag. Da das Gerät auch UMTS-Ready ist lässt sich auch ein UMTS Modul nachrüsten, womit auch den mobilen Nutzern genüge getan ist. Das UMTS-Modul ist das gleiche welches ich auch in das ThinkPad L520 eingebaut habe.

Interessante Links zum Thema

retr0bright – alte Computer in neuem Glanz

Irgendwo im Keller oder auch im Schrank liegt er immernoch und verbringt dort seine alten Tage. Ob es der Commodore 64, 128 oder der alte Amiga ist. Gerne würde man Ihn irgendwo neben dem Fernseher stellen wenn er nicht so vergilbt aussehen würde. Genau dies haben sich auch schon andere gedacht und so war es nur eine Frage der Zeit bis ein paar findige Hacker auf die Idee kamen wie man alte Computergehäuse wieder zu neuem Glanz verschafft.

Herausgekommen ist dabei das Mittel „retr0bright“. Es handelt sich dabei im Endeffekt nur um Wasserstoffperoxid (H2O2) welches mit Glycerin und Xanthan zu einem Gel angerührt wird und dann auf das zu behandelnde Plastikgehäuse aufgetragen wird. Dieses wird dann an die Sonne gestellt und man lässt das H2O2 seine arbeit tuen. Die gelblichen Verfärbungen entstehen übrigens durch die in das ABS Plastik hinzugegebene Bromine welche als Flammschutzmittel fungieren.

In diesem Artikel wollen wir meinen alten Commodore 64 wieder aufhübschen. Dieser sollte natürlich vor dem behandeln geöffnet werden und die Tastatur, Platine sowie die Pappeinlage zur Seite gelegt werden. Sollte es noch jemanden geben der Garantie auf seinen C64 hat – diese erlischt natürlich dabei.

retr0bright herstellen 

Achtung! Die hier benutzen Chemikalien sind äußerst gefährlich! Wasserstoffperoxid ist ätzend. Machen Sie dies hier nur wenn Sie sich nur absolut sicher sind was Sie hier machen. Kinder sind grundsätzlich von den Stoffen fernzuhalten! Ich übernehme keinerlei Verantwortung für entstehenden Schäden an Menschen, Tieren und Gegenständen. R- und S -Sätze beachten und Sicherheitsbrille sowie Schutzhandschuhe tragen. Arme bedeckt halten.

Chemikalien zur retr0bright Herstellung

Aus Erfahrung habe ich festgestellt das die original retr0bright Formel nicht das wahre Ergebnis erziehlt. Das Gel verhärtet an der Sonne schnell und lässt sich aus den Kühlrippen des C64 nur schlecht entfernen. Aus diesem Grund habe ich die Formel von Torsten übernommen. Diese besteht aus:

  • 300 mL 10%ige Wasserstoffperoxid-Lösung
  • 200 mL Glycerin
  • 1 EL Xanthan

Wasserstoffperoxid und Glycerin bekommen Sie in der Apotheke. Das Xanthan ist etwas schwieriger zu bekommen. Hier musste ich teuer bei einem großen Internetauktionshaus einkaufen. Das Xanthan dient dazu die Lösung zu verdicken. Das in der Originalformel benötigte Oxy-Reinungsmittel ist nicht von Nöten. Mischen Sie die retr0bright-Lösung wie oben beschrieben in dem Mischungsverhältnis zusammen. Wenn Sie das Xanthan zuletzt hinzugeben rühren Sie es gut während dem zudosieren. Optimal ist dabei ein Schneebesen. Im Idealfall reichen 2 Teelöffel Xanthan aus, die sie langsam hineingeben. Am Ende sollte eine schmierige geeliege Masse herauskommen.

retr0bright auftragen

Mit retr0bright benetztes C64 Gehäuse

Nach dem Anmischen können Sie das retr0bright auftragen. Am besten legen Sie das Gehäuse in einen Pappkarton oder ähnliches um nicht noch etwas anderes mit der Lösung zu benetzen. Das angemischte Gel reicht für das Gehäuse völlig aus. Zum Auftragen eignet sich eine dicker Pinsel. Nach dem auftragen legen Sie das Gehäuseteil in die Sonne und warten ein bis zwei Tage ab. Nach der Wartezeit sollte sich das Gehäuse deutlich aufgehellt haben, ansonsten noch etwas liegen lassen oder das retr0bright nach dem entfernen der alten Schicht noch einmal anmischen und auftragen. Das Gehäuse dann wieder an die Sonne legen. Nach dem ausbleichen reinigen Sie die Gehäusteile, lassen diese Trocknen und bauen den C64 wieder zusammen.

Ergebnis

Commodore 64 nach retr0bright Behandlung

Wie man auf dem Fotos klar erkennt ist das Gehäuse wesentlich aufgehellt. Die Tastatur lässt sich mit dem gleichen Verfahren bleichen. Allerdings müssen dafür alle Tasten aus der Tastatur herausgenommen werden.

Dazu muss ich sagen, dass ich den Commodore drei mal bestreichen musste und Ihn jeweils zwei Tage am Licht stehen gelassen habe. Trotzdem ist das Gehäuse noch nicht weiss genug, als das es wie neu aussieht. Wahrscheinlich liegt es daran dass die Tage bei mir nicht genug die Sonne raus kam. Ich werde das Gehäuse wohl noch ein paar mal bearbeiten müssen. Dies mache ich aber ein anderes mal wenn die Sonne mal wieder scheint, da ich den C64 auch wieder etwas nutzen möchte.

INTERESSANTE lINKS ZUM tHEMA

ThinkPad Tastatur für den PC

ThinkPad USB Tastatur

Die in ThinkPads eingebauten Tastaturen haben den Ruf, dass sie die besten in Notebooks verbauten Tastaturen sind. Viele Nutzer wünschten sich diese Tastatur (wohl auch aus Gewohnheit) für Ihren normalen PC. Aus diesem Grund hat Lenovo eine ThinkPad Tastatur herausgebracht die sich per USB an den Rechner oder Laptop anschließen kann. Im Grunde sieht sie aus wie eine Notebooktastatur  – nur ohne Notebook.

Bei der Entwicklung ist man zusätzlich auf Kundenwünsche eingegangen. Dazu wurde online eine Umfrage gestartet welche Features die Tastatur haben sollte. Bei der Auswertung der Umfrage sind mehrere Wünsche der Kunden aufgenommen und umgesetzt worden. So hat man eine extra große Escape und Entfernentaste angebracht. Auf das Touchpad wurde verzichtet, dafür ist der TrackPoint wie bei den ThinkPads dabei. Auch der Nummernblock hat man aus Kostengründen weggelassen.

Die Tastatur hat zwei Füße die sich ausklappen lassen um die Tastatur im hinteren Teil etwas anzuheben. Das Tippgefühl ist sehr angenehm und direkt. Nur die rechte Pfeiltaste klappert bei meinem Exemplar recht laut, da die Taste an den Rand der Tastatur kommt. Wie von den ThinkPads schon bekannt ist die Tastatur Spritzwassergeschützt und besitzt unten zwei Abläufe für Flüssigkeiten. Lenovo gibt auf die Tastatur 3 Jahre Garantie.

In der Praxis

Unter openSUSE und KDE verhält sich die Tastatur recht unauffällig. Störend ist nur der automatisch eingeschaltete Nummernblock. Dies ist zum Beispiel beim einloggen in KDM ärgerlich, da der rechte Teil des Buchenstabenblocks dann mit Zahlen belegt ist. Dies lässt sich natürlich jedesmal mit einem Tastendruck wieder umstellen ist aber auf dauer störend. Leider ist hier auch keine LED angebracht die dies anzeigt. Um den Zahlenblock beim booten zu deaktiveren starten Sie in YaST den Editor für /etc/sysconfig. Dort suchen Sie nach dem Optionswert 

KBD_NUMLOCK

und setzen diesen auf

no

. Sollte eventuell nach dem anmelden der Nummernblock wieder aktiviert sein, liegt dies an KDE. Um dies zu deaktiveren starten Sie die Systemeinstellungen und gehen dort auf Eingabegeräte > Tastatur. Hier wählen Sie bei Zahlenblock beim KDE-Start den Punkt Ausschalten aus und bestätigen die Änderung mit einem Klick auf Anwenden.

Da der ThinkVantage Knopf keine Funktion an einem normalen PC hat kann man Ihn in KDE neu belegen. Ich habe Ihn praktischerweise mit dem KRunner (Alt + F2) belegt, womit ich schnell Dateien, Webseite und Programme öffnen kann.

Nützliche Links zum Thema

Neuer Twitter Account und WordPress neu installiert

Nebst neuen Twitter Account für ununseptium.de zu finden unter http://twitter.com/ununseptium_de.

Auch den WordPressblog habe ich nochmal neu installiert aufgrund ausgiebiger Bastelarbeit am System. Oh graus. Ist das eine Arbeit alle Plugins wieder neu zu installieren etc. Zum Glück scheint der import der Artikel alle geklappt zu haben. Auch die Bilder sind ja alle noch da.

Ich hoffe das war das letzte mal das ich das machen musste. 🙂

Also dann folgen, folgen, folgen. 😉

PS: Nein ich durfte noch alle Bilder neu in den Artikel einfügen. Ja das macht Spaß.

Aktuelle Beliebtheit von Linuxdistributionen

Zum vergrößern anklicken

Seit rund 10 Jahren gibt es schon die Webseite distrowatch.com. Diese wertet die Klicks auf deren Webseite aus um daraus eine Statistik zu errechnen welche Linuxdistribution wieviel Marktanteil besitzt. Das ganze wird dann im Wert H.P.D (Hits per Day) auf deutsch „Treffer pro Tag“ausgegeben. Schon früher hat sich gezeigt, dass die Statistik jedoch manipulierbar ist und man diese nicht für bare Münze nehmen sollte, sondern dies nur als Richtung sehen kann wo die aktuellen Distributionen gerade stehen. Leider bereitet die Webseite die Ergebnisse nicht grafisch auf. Deshalb habe ich eine Grafik gebaut wo die meines Erachtens wichtigsten Linuxdistributionen enthalten sind. Das Jahr 2011 stellt die bis dato liegenden Daten dar.

 

Wie man sieht ein auf und ab der Distributionen. Trotzdem lassen sich aus den Daten ein paar Rückschlüsse ziehen. Mandriva einst unter dem Namen Mandrake eine der meistbenutzen Distributionen zieht sich immer mehr nach unten zurück. ubuntu immer noch die Nummer 1, scheint aber Benutzer immer weiter an Derivate wie Kubuntu oder Mint abzugeben. Diese habe ich, bis auf Mint, nicht in die Statistik einfließen lassen. Es wäre auch interessant festzustellen wie sich die ubuntu Derivate im laufe der Zeit entwickelt haben. openSUSE hat seinen Lauf auf den Platz 1 2006 beendet und läuft nun im Mittelfeld. Was interessant ist, ist die Entwicklung von Debian. Hier sieht man einen guten Weg nach oben. Nicht schnell aber konstant. Auch Arch wird hier langsam immer gefragter. Gentoo scheint es sich da doch schwerer zu tuen und bleibt seit Jahren (aber stabil) auf der gleichen Marke. Ich möchte hier nochmal bekräftigen: Dies ist kein Vergleich wie groß und toll eine Distribution ist. Gentoo besitzt stärken wo keine andere Distribution heran kommt. Trotzdem kann ich das meiner Großmutter nicht installieren.

Zum vergrößern anklicken

Auch die Entwicklung von Linux im allgemeinen habe ich mir angeschaut. Dazu habe ich folgende Grafik erstellt.

 

Die hier verwendeten Daten stammen auch nur aus den oben verwendeten Distributionen. Zu erkennen ist hier, das sich die „Mainstream“- Distributionen scheinbar seit 2 Jahren eingefahren haben. Anscheinend werden auch die alternativen Distributionen immer beliebter. Sabayon sammelt seit Jahren zum Beispiel Punkte wo andere Distributionen keine großen Änderungen haben. Nur als Anmerkung von mir: Auch wenn es auf der ersten Grafik so aussieht als ob der größte Teil des Marktanteils nur aus ubuntu besteht, wird von der Grafik hinters Licht geführt. Zwischen 2004 und 2005 scheint es eine allgemeine Steigerung der Anwender zu geben. Das ubuntu daran nicht auch einen großen Anteil hat ist nicht zu bestreiten.

Noch einmal! Die Daten sind nicht genau und können sogar abweichen. Also bitte keine Trollpostings und was ich noch an Distributionen hätte reinnehmen müssen. Bei Interesse schicke ich jedem gerne die ODS-Datei zu.

Zur aktuellen Lage: Banshee und ubuntu

Da die aktuelle Diskussion um dem entfernten Amazon Store in Banshee bei der nächsten ubuntu Release große Kreise zieht möchte ich mich dazu auch einmal äußern. Für diejenigen die noch nicht wissen worum es geht sei diese Nachrichtenquelle empfohlen:

http://www.golem.de/1102/81515.html

Ich glaube der Knackpunkt wurde schon in vielen Diskussionen genannt. Canonical MUSS Umsatz generieren im Gegensatz zu anderen Distributionen wie openSUSE, Fedora, Debian etc. Gerade deshalb denke ich das es gerade bei ubuntu auch später noch zu solchen Problemen kommen wird. Hier ist einfach ein Interessenkonflikt zwischen der OSS Community und dem gewinnorientierten Unternehmen. Und in dem Fall hat die Community zu „kuschen“ wenn Ihre Software auf die Distro möchte bzw. wird demnach abgeändert wenn es sein muss. Ich denke, wäre Canonical so groß wie RedHat oder Novell würden sie daran gar keine Beachtung schenken. Wobei gesagt werden muss, das oben genannte Firmen ganz anderen Zielgruppen hat als Canonical. Außerdem möchte ich an dieser Stelle anmerken das die Banshee Entwickler keinerlei Probleme damit haben das der Amazon Store deaktivert wird. Man hat sich dabei mit Canoncial geeinigt. Es bleibt in Zukunft abzuwarten wie sich dies entwickelt.

Gerade die Entwicklung mit der Oberfläche Unity wird dieses Jahr wohl ganz oben stehen. Inwieweit wird die Oberfläche akzeptiert werden? Wenn man sich daran erinnert wie groß die Resonanz auf die Position der Fensterbuttons war. Natürlich kann man die Oberfläche wieder zu Gnome ändern. Aber bei Umsteigern zählt der erste Blick. Wird man dann vor eine instabile bzw. unvollständige Oberfläche gesetzt sind die Nutzer gefrustet und lassen das Experiment Linux erstmal sein. Den Umsteigern dann zu erzählen man müsste erstmal eine andere Oberfläche installieren um bestimmte Funktionen zu haben ist manchen Einsteigern auch zuviel. Ob ubuntu langfristig GNOME von der CD wirft bleibt abzuwarten, genauso wie sich dies insgesamt entwickelt.

Bei vielen habe ich schon gelesen, dass vermutet wird, Canonical möchte ubuntu auf Mobiledevices trimmen. Wayland und Unity währen dafür wesentlich ehr geeignet als das große Gnome und der X-Server. Insgesamt sieht man aber das Canonical einen sehr merkwürdigen Weg zzt. fährt und man irgendwie nicht weiss was man davon halten soll. Mit dem Vorantreiben von Wayland und der Entwicklung von Unity bricht Canonical aus dem Bild der typischen Linuxdistributionen heraus. Auch die Ankündigung sich die Integration von QT-Andwendungen offen zu halten, wobei ubuntu seit jeher eine GTK Distribution war.

Nur wundert mich das im offiziellen Git Repository von Wayland im letzen Monat gerade einmal sechs Personen etwas beigetragen haben. Hier frage ich mich wie ernst es Canonical mit Wayland meint bzw. das der Zeitplan doch etwas sehr stramm gefasst ist. Ich lasse mich hier aber gerne eines bessern belehren. In der Entwicklung von Wayland bin ich nicht involviert.

Fazit:
Abwarten und Tee trinken. Was Canonical letztendlich mit der Haupdistribution macht, lässt sich weder voraussagen noch aktiv beeinflussen. Alternativen, auch ubuntu-interne Distributionen, gibt es genug. Auf jeden Fall bleibt es spannend.

Netzwerk LED zur Gehäusefront legen

2 Drähte angelötet

Leider sind bei Netzwerkkarten die LEDs in den meisten Fällen in den Stecker integriert, so dass man diese im normalen Betrieb an einem Rechner nicht bemerkt. In manchen Fällen ist es aber sinnvoller wenn zum Beispiel die POWER LED als ACT LED herhält oder man eine zusätzliche LED vorne am Gehäuse hat. So kann man immer sehen ob gerade etwas durch das Netzwerk läuft. Gerade bei Servern eine gute Sache. Manche Mainboards bieten schon aufgelötete Pins an wo nur noch eine LED eingesteckt werden muss. Dies sind aber meistens teure Servermainboards oder Spezialboards.

Bevor man nun tief in die Tasche greift schnappt man sich den Lötkolben und setzt sich für eine Stunde ruhig hin und baut sich so etwas einfach selber. Ich habe dafür, da ich dies zum ersten mal mache, eine PCI Gigabit Netwerkkarte für ~8 Euro bei ebay verwendet (TP-LINK TG-3269). 1. weil ich nicht mein Mainboard zufälligerweise zerstören wollte und 2. ich nicht vorhatte den halben Rechner auseinandernehmen zu nehmen. Sollte man die Karte zufälligerweise zerstören, so ist der Verlust noch ehr zu verschmerzen als ein neues Mainboard zu kaufen.

Was wird benötigt? Eigentlich nicht viel:

  • Lötkolben mit kleiner Spitze
  • Lötzinn
  • Schaltdraht
  • Stiftleiste 2-polig
  • Entlötpumpe
  • Schraubendreher, Zangen
POWER LED als ACT LED

Denkt daran, dass beim löten an der Netzwerkkarte oder Mainboard die Garantie erlischt. Auch besteht die Gefahr sich mit dem Arbeiten am Lötkolben zu verletzen. Arbeitet deswegen ruhig und bedacht.

Nun gillt es an der Netzwerkkarte die alte LED zu entfernen. Ich habe mich bei der Netzwerkkarte bewusst für eine mit extra angelöteten LEDs entschieden die nicht in dem RJ45 Stecker eingebaut sind. So ist es einfacher an die Kontakte zu kommen. In meinem Fall waren 2 LEDs in einem Plastikgehäuse eingearbeitet, so dass ich zuerst 4 Kontakte ablöten musste um eine LED zu entfernen. Danach musste ich die eine LED wieder anlöten. Anders konnte man die eine LED leider nicht entfernen. Sinnvoll währe es die Netzwerkkarte vorher einmal einzubauen um zu kontrollieren ob sie auch funktioniert sowie die richtige LED für später herauzufinden. Hat man die richtige LED entfernt, werden an die frei gewordenen Kontakte je ein Draht angelötet der wiederum an einen Pol der Stiftleiste gelötet wird. Nun kann die die entsprechende LED vorne (in meinem Fall die POWER LED) ganz normal wie bei einem Mainboard angesteckt werden (auf polung achten). In meinem Fall musste ich keine Vorwiderstand einbauen, da die LED die voreingebaut war schon die richtige Spannung hatte.

Wenn nun alles klappt ist eure ACT LED nun nach vorne gelegt. Das sieht nicht nur absolut geekig aus, sondern ist auch noch sinnvoll.

Minecraft – nerdiges Klötzchenbauen

Minecraft

Mittlerweile sollte Minecraft jedem kleineren oder größeren Nerd bekannt sein. Falls nicht erkläre ich euch gern worum es sich handelt:

Minecraft ist ein Sandbox Spiel. Dass heisst, die gesammte Welt besteht nur aus Klötze, die alle verschiedene Eigenschaften und natürlich aussehen haben. So gibt es Erde, Stein, Kohle, Eisenerz und so weiter. Selbst Wasser, Bäume und Holz sind rechteckige Klötze. Das Spiel selber hat kein Ziel, mehr gillt es herauszufinden was man mit den Klötzen alles machen kann. Wie der Titel des Spieles schon sagt sollte man als Spieler anfangen zu buddeln um Mienen anzulegen, denn tief im Boden findet man die Erze und Stoffe die man braucht um neue Werkzeuge und Materialien herzustellen. Werkzeuge erstellt man indem man die zur verfügung stehenden Stoffe auf einer Werkbank so anordnet das etwas neues entsteht. Diese Anordnungen nennt man Rezepte. Diese Rezepte werden im Spiel allerdings nicht erklärt. So heisst es selber herausfinden oder in die Wiki schauen. Später dazu mehr.

Jedoch ist man nicht alleine in der Minecraft Welt. So treiben sich Schweine, Hühner, Kühe und Schafe auf den Welt herum, die es auch zu „bearbeiten“ gillt, denn diese können Milch, Wolle, Eier, Leder oder Fleisch liefern. Allerdings gibt es auch nicht so nette Zeitgenossen wie Spinnen, Zombies oder Creeper. Letzere explodieren schonmal gerne. Was alles im mit Minecraft machbar ist, kann man im Internet bestaunen. Ganze  Bauwerke werden gebaut, selbst die Enterprise ist in Minecraft verewigt wurden. Interessant ist es auch immer wieder die Physik in Minecraft zu nutzen (und auszunutzen).

Natürlich läuft das Spiel auch unter openSUSE. Dazu ist nur die Oracle Java von nöten, die sich über YaST / zypper schnell installieren lässt. Wie genau das Spiel gestartet wird beschreibt die offizielle Seite. Das Spiel startet man über den Befehl:

java -Xmx1024M -Xms512M -cp Minecraft.jar net.minecraft.LauncherFrame

Der Befehl muss natürlich in dem Ordner ausgeführt werden worin sich auch die heruntergeladene Datei befindet.

Den Befehlsaufruf kann man sich danach dann als Icon auf den Desktop legen. Für Minecraft gibt es auch einen Server den man sich auf sein System installieren kann. So gibt es auf der ganzen Welt hunderte von Servern die man betreten kann um zu schauen oder mitzuspielen.

Leider ist Minecraft nicht gratis und dazu noch beta. Aber keine Sorge, die Release läuft stabil und es wird auch stark daran gearbeitet. Zzt. kostet die Beta Release ~15 Euro. Für das Spielen ist ein Internetzugang erforderlich, da man sich mit seinen Nick anmelden muss. Bezahlt werden kann ganz einfach per PayPal.

Die offizielle Seite lautet: http://www.minecraft.net

Die inoffizielle dafür sehr ausführliche Wiki zum Spiel findet Ihr auf http://minepedia.net. Dort findet Ihr auch alle Rezepte wie Ihr Gegenstände herstellt.