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Lenovo X121e mit openSUSE

Da mir mein IdeaPad, wohl auch wegen dem Atom Prozessor, zu langsam war habe ich mir statt ein Netbook ein neues Subnotebook zugelegt. Meine Auswahl viel dabei auf das Lenovo X121e mit AMD Fusion APU Prozessor. Zwar gab es auch andere Modelle mit Intel i3 oder i5 Prozessoren. Allerdings waren diese weitaus teurer und ich wollte den mobilen AMD Prozessoren auch einmal eine Chance geben. Somit hat mich das Gerät (dank AMDs Preispolitik)  mit 8 GB Ram gerade einmal ~380 Euro gekostet.

Hardware

Lenovo X121e Frontansicht

Der AMD E-350 Prozessor ist ein Dual Core Chip welcher mit 1,6 GHz getaktet. Im Prozessor eingebaut ist eine Radeon HD6310 Grafikkarte. Das Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist matt, was für mich auch ein Grund war dieses Gerät zu kaufen, da viele Hersteller bei dieser Preis / Notebookklasse ehr zu spiegelnden Displays und Klavierlackoptik greifen.

Das X121e ist im bekannten biederen ThinkPad Design gehalten. Der Deckel wurde aus kratzresistenten Kunststoff gefertigt. Die Schaniere der Bildschirmaufhhängung sind zwar nicht aus Metall, halten das Display aber trotzdem stramm in der Position. Die Tastatur ist keine ThinkPad Tastatur, aber trotzdem nicht zu beanstanden. Die größe der Tasten ist optimal. Leider weiss dafür das TouchPad nicht zu überzeugen. Die Tasten sind wie beim IdeaPad S10-3 in das Pad eingelassen. Dadurch verzieht man die Maus immerwieder beim klicken. Auch scheint das TouchPad nicht so genau zu sein wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück ist wie bei jedem ThinkPad ein TrackPoint dabei. Da ich eh ehr ein TrackPointbenutzer bin fällt dies für mich nicht so schwerwiegend auf. Eigentlich hätte man das TouchPad auch weglassen können.

Software

Lenovo x121e geöffnet

Das Gerät war ohne Betriebssystem als ich es gekauft habe, was aber kein Problem darstellt, da ich ja eh openSUSE darauf installieren wollte. Die Installation verlief ohne Probleme, allerdings gibt es nach der Installation ein Problem. Das X121e hat eine Netzwerkkarte von Attansic Technology und Realtec. Diese werden vom openSUSE 11.4 mitgelieferten Kernel nicht unterstützt. So saß ich erstmal vor einem Laptop ohne Anbindung ans Internet. Also habe ich das neue 3er Kernel aus dem Repositorys von Hand auf einen USB Stick gezogen und dann auf dem Notebook installiert. Nach einem neustart und funktionierenden Netzwerkschnittstellen konnte ich alle wichtigen Repositories hinzufügen und auch den AMD Treiber für die Grafikkarte installieren, da der mitgelieferter Treiber leider nicht genug Performance bietet. Den AMD Treiber laden Sie sich einfach von der AMD Webseite herunter und führen dann folgenden Befehl in dem Ordner aus wo sich die Datei befindet:

sh ./ati-driver-installer* --buildpkg SuSE/SUSE-autodetection

und folgen dann den Anweisungen. Bitte haben Sie dabei etwas Geduld.

Benutzung im Alltag

Das ThinkPad schlägt sich im Alltag im großen und ganzen sehr gut. Besonders da es sich um keinen Atom-Prozessor handelt gibt es keine künstlichen Beschränkungen der Hardware. So macht das hochauflösende Display und die 8 GB Ram schon etwas her. Die Grafikkarte hat genug Leistung um auch Minecraft oder Nexuiz flüssig zu spielen. Insgesamt reicht die Leistung des Subnotebooks um ohne Unterbrechung damit zu arbeiten. Der Akku reicht bei laufendem KDE mit Akonadi und Desktopeffekten etwa 4 bis 5 Stunden bei normalen Arbeiten mit W-LAN und ausgeschalteten Bluetooth.

Leider gibt es auch einen Minuspunkt den ich vergeben muss. Das W-LAN Modul des Notebooks ist leider nicht so Empfangsstark wie bei meinem großen Thinkpad. Da mein Arbeitszimmer auf der anderen Seite der Wohnung liegt wo sich der W-LAN Sender befindet bricht beim ThinkPad die Verbindung immer wieder ab.

Fazit

Für das Geld bekommt man ein solides Subnotebook mit guter Akkulaufzeit und genug Leistung für flüssiges Arbeiten im Alltag. Da das Gerät auch UMTS-Ready ist lässt sich auch ein UMTS Modul nachrüsten, womit auch den mobilen Nutzern genüge getan ist. Das UMTS-Modul ist das gleiche welches ich auch in das ThinkPad L520 eingebaut habe.

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