Schlagwort-Archive: Haiku

Igel Thinclient – Zwischenbericht

Igel Winestra – aktueller Stand

Nachdem ich nun in der letzen Woche mal mehr – mal weniger am Gerät rumgespielt habe ein paar Infos von mir wie es um das Gerät steht. Wer noch nicht weiß worum es geht sollte erst diesen Artikel von mir lesen.

Die gute Nachricht ist, dass der IGEL noch funktioniert, die schlechte, dass nicht alles so funktioniert wie ich es erhofft habe. Aber mehr dazu im folgenden Artikel:

PCI-Steckplatz

Der PCI Steckplatz ist von den Maßen her sehr knapp bemessen. Eine USB-PCI-Karte hat nur mit viel gefummel und dem kompletten auseinanderschrauben der Karte sowie des Einbaurahmens gerade so hinein gepasst. Einen Gigabit Netzwerkkarte wollte garnicht hineinpassen. Der PCI Slot ist wohl dafür optimiert den nicht vorhanden Kartenleser aufzunehmen.

Internes USB

Der interne USB-Anschluss hat nach dem Anschluss eines USB-PCI-Brackets für die PCI Blende angefangen interessante Gerüche abzusondern. Scheinbar sind die Stifte nicht wie sonst angeschlossen. Leider habe ich im Netz nichts gefunden wie die Stiftleiste richtig belegt werden. Der USB Controller hat den Kurzschluss zum Glück ohne Probleme überlebt.

RAM nachrüsten

Der RAM-Einschub unterstützt nur Singe-Side-RAM Module. Ein 1GB-Double-Side-Riegel wurde nur mit 512 MB erkannt aber funktionierte. Ein anderer Riegel wurde vom BIOS nicht unterstützt und dieses quietierte dies mit einem Dauerpiepen.

Betriebssystem

GNUstep auf dem IGEL Winestra

Der VIA C7 Prozessor ist nett gesagt sehr langsam. Damit ich ein halbwegs komplettes System installieren kann, habe ich die Flashkarte durch ein 8GB Modell aufgerüstet. Ein openSUSE mit GNUstep startet zwar relativ schnell. Leider gibt es aber kaum Pakete für GNUstep im Build Service, so dass ich im Nachhinein ein minimales Debian installiert habe, welches auch halbwegs flott arbeitet. Leider lässt sich der BeOS Nachbau Haiku nicht dazu bewegen mit dem Thinclient zu arbeiten. Es stürzt schon beim booten ab. Schade eigentlich, da bei Haiku die Oberfläche im Kernelmode läuft und so eventuell noch was Leistung rauszuholen gewesen wäre.

Update: Da GNUstep zwar ganz nett ist, aber letztendlich an der Bedienung scheitert habe ich ein LXDE installiert. Dies ist genauso schnell und verbraucht in etwa genauso wenig RAM wie GNUstep.

Spielereien

Da der TMDS Chip etwas warm wird habe ich einen passiven aufklebbaren Kühlkörper darauf geklebt. Dies ist eigentlich unnötig. Ich hatte nur noch Kühlkörper übrig.

Was noch ansteht ist die Netzwerk-LED. Dafür werde ich wohl noch ein Loch in die Abdeckung bohren. Mal sehen was sich sonst noch damit anfangen lässt. Zurzeit arbeitet die Kiste als aufgebohrter Terminal Emulator im Neusser Hackerspace.

Update 2: Arch Linux läuft unter dem Winestra auch sehr performant und so arbeitet eine Kiste nun bei meiner Mutter als Backup Server. Mit rsyncd, sshd und webmin kommt alles auf ~30 MB RAM. Auch wenn der VIA C7 beim rsync schon arg ins Schwitzen kommt. 😉 Der Winestra kann übrigens auch vom Netwerk booten. Im Hackerspace benutzen wir die auch um vom Server ein Arch Linux zu booten.

Interessante Links zum Thema: