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Kleine Workstation mit Ivy Bridge

cooltek2 Hier einmal ein Bauvorschlag für einen kleine, aber Leistungsfähigen Computer, der sehr gut durch den Alltag kommt. Ziel von mir war es, einen kleinen, stromsparenden (im Vergleich zu Leistung) und leisen PC zu bauen.

Dazu verwendete ich folgende Bauteile:

  • Mainboard: Asus P8Z77-I DELUXE
  • Prozessor: Intel Core i5-3570K 3400
  • RAM: 8GB Tactical K2
  • Gehäuse: Cooltek Coolcube Mini
  • SATA-Kabel: Nanoxia SATA 3.0 Kabel abgewinkelt 45cm
  • Netzteil: SilvStone SST-ST45SF V2 450W SFX
  • Gehäuselüfter: NB BlackSilentPRO PR-1 60x60x25
  • Kühlkörper: Prolimatech Samuel 17
  • CPU-Kühler: EKL Alpenföhn Wing Boost 12 cm (4,7 Zoll) Lüfter

Das ganze System kommt ohne extra Grafikkarte, sollte aber zwei digitale Grafikausgänge haben. In dem Fall hier ein Displayport und DVI Ausgang. Die aktuellen Ivy-Bridge CPUs unterstützen bis zu zwei Digitale Ausgänge. Ist noch eine analoger Anschluss dabei, kann dieser nicht verwendet werden bzw. es muss auf einen digitalen Anschluss verzichtet werden. Was die Grafikkartentreiber angeht, muss man sich bei Intel keine Gedanken machen, da die Treiber eh OpenSource sind und so standardmäßig im Linuxkernel liegen.

cooltek1

Das Gehäuse ist ein Coolcube Mini von der Marke Cooltek. Zu beachten ist, dass es wirklich ,,Mini“ ist. Als Netzteil passen nur SFX-Formfaktor Stromspender hinein. Hier ist der Markt noch relativ dünn gesäht. Auch muss bei dem CPU-Lüfter aufgepasst werden, da dieser nicht höher als ca. 7,5 cm sein darf. Festplatten passen entweder eine 3,5 Zoll oder zwei 2,5 Zoll Festplatten / SSDs hinein. Sollten zwei 2,5 Zoll Platten eingebaut werden, muss darauf geachtet werden, dass der optionale 60mm Gehäuselüfter nicht zu tief ist. Ansonsten stößt dieser gegen eine der beiden Platten, so dass dies dann nicht mehr passt.

Der Einbau ist ziemlich frickelig, da hier nur wenig Platz zur Verfügung steht. Als erstes sollte das Mainboard mit CPU-Kühlkörper eingebaut werden. Alle unter dem Kühlkörper liegenden Verkabelungen zuerst vornehmen. Zuerst das Mainboard verschraube, bevor der CPU Kühler angeschraubt wird, da er die Schrauben verdeckt. Nun alle Verkabelungen vornehmen und zuletzt das Netzteil einbauen. Am besten ist es, den CPU-Lüfter so montieren, dass die Luft von der CPU weggeblasen wird (das Netzteil natürlich mit Lüfter zum Mainboard zeigend. So kann die Warme Luft über das Netzteil nach außen transportiert werden. Ein kleiner leiser zusätzlicher Gehäuselüfter transportiert frische kühle Luft in das Gehäuse hinein.


$ sensors
acpitz-virtual-0
Adapter: Virtual device
temp1: +27.8°C (crit = +106.0°C)
temp2: +29.8°C (crit = +106.0°C)
coretemp-isa-0000
Adapter: ISA adapter
Physical id 0: +43.0°C (high = +85.0°C, crit = +105.0°C)
Core 0: +37.0°C (high = +85.0°C, crit = +105.0°C)
Core 1: +42.0°C (high = +85.0°C, crit = +105.0°C)
Core 2: +42.0°C (high = +85.0°C, crit = +105.0°C)
Core 3: +36.0°C (high = +85.0°C, crit = +105.0°C)

Die Temperaturen halten sich im Idle als auch bei Belastung in gutem Bereich. Wärmer als 65 °C wurde die CPU nicht.

Von der Lautstärke hält sich das System im erträglichen Bereich. Man hört, das der Rechner läuft aber die Lüfter sind nicht aufdringlich im Geräusch als auch von der Lautstärke.

Zu beachten ist, dass in dem Gehäuse kein Platz für eine PCI-Express Karte ist. Nur das reine Mainboard passt hier hinein. Benötigt man eine zusätzliche PCI-Karte sollte man zu dem größeren Modell, dem Coolcube, greifen. Hier ist auch Platz für ein Standard ATX-Netzteil.

Interessante Links zum Thema

Günstiger Atomserver mit openSUSE

Fertiger Server auf Standfuß

Das ein kleiner Homeserver praktisch ist, ist nicht erst seit gestern bekannt. Deshalb finden Sie hier eine kleine Anleitung zum selber bauen, da Sie damit wesentlich günstiger wegkommen als einfach einen NAS zu kaufen, der obendrein weniger flexibel ist. Insgesamt kostet Sie dieses System ca. 250€ und ein paar Stunden Zeit zum einrichten. Jeder der schon einmal einen Rechner zusammengebaut hat wird auch mit diesem System keine Probleme haben. Was Sie auf jedenfall brauchen sind Grundkenntnisse in openSUSE und Linux. Ansonsten sollten Sie lieber einen NAS kaufen, oder Windows darauf installieren. Wobei beides irgendwie langweilig ist.

Hardware

  • ANTEC ISK 300 65W
  • ASUS AT4NM10-I mit Atom D410
  • GEIL 1GB DDR800 RAM
  • 2x 2,5″ 160GB Western Digital 24/7 Festplatten
  • 1x Netzwerkkabel
Lieferung

Ich habe mich hier für das Antec Gehäuse wegen seiner kompaktern Bauform und auch wie ich im Nachhinein festgestellt haben super Qualität entschieden. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet. Es gibt keine scharfen Ränder. Die Schrauben machen einen Eindruck das man sie mehr als einmal hineinschrauben kann. Das Mainboard inkl. Prozessor ist passivgekühlt, so das an Betriebsgeräusch nur der im Gehäuse verbaute Lüfter zu hören ist. Bei mittlerer Drehzahl ist er kaum hörbar.

Einbau

Im Gehäuse selber geht es sehr eng zu, so dass die beigelegten Kabelbinder und Kabelösen sehr gut zu gebrauchen sind. Da das 24polige Mainboardkabel sehr kurz ist, sollte beim Kauf darauf geachtet werden wo sich der Stecker befindet. Das Mainboard musste mit etwas Kraft an die Schnittstellenseite gedrückt werden damit es festgeschraubt werden konnte. Hier auf die Schraubengröße achten, ansonsten lassen sich diese nicht festziehen. Da ich zwei Festplatten verbaut habe bleibt die an der Frontseite des Gehäuses befindliche SATA Schnittstelle ohne Funktion, da nur zwei SATA Schnittstellen am Mainboard vorhanden sind. Dem Mainboard liegt nur ein SATA Kabel bei. Sollten Sie auch zwei Festplatten benutzen brauchen Sie noch ein Kabel zusätzlich. Leider hat Antec keinen Speaker eingebaut. Zum Glück hatte ich noch eines in Reserve, ansonsten muss man einen für etwa 2 bis 3 Euro nachkaufen.

Installation

Innenansicht

Nachdem das System zusammengebaut ist, wurde das System in diesem Falle openSUSE 11.3 mit einer minimalen X Oberfläche installiert. Dazu habe ich ein externes DVD Laufwerk verwendet, da ein Slot-In Laufwerk sehr teuer ist und in einem Server eigentlich auch nie gebraucht wird. Sie können aber auch einen USB Stick verwenden oder ein Laufwerk einbauen.

Nach der Installation lässt es sich per ssh warten (So kann man sich auch zwangsweise mit dem Terminal auseinandersetzen). Mit Updates versorgt es sich der  Server selber per cron. Für die restlichen Systeme die ich unter openSUSE laufen lasse, wird das Updaterepository automatisch auf dem Server gespiegelt, so das die Updates schnell verteilt werden können und nur einmal geladen werden müssen. Natürlich läuft auch ein SMB, Apache und CUPS darauf.

Das System lässt sich mit dem mitgelieferten Ständer auch horizontal Aufstellen so das kaum Platz gebraucht wird.

Interessante Links zu dem Thema

Da ich selber schon viel zu dem Thema recherchiert habe, möchte ich Ihnen ein paar Interessante Links zu dem Thema nicht vorenthalten: