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Atomserver im Casetronic Rackgehäuse

Da ich schon länger vorhatte meinen Atomserver in ein Rackgehäuse umzubauen, habe ich mich im Internet auf die Suche gemacht. Ich suchte nach einem 1HE oder 2HE Rackgehäuse das wegen meinem Mainboard auch Mini-ITX Mainboards aufnehmen kann und ein entsprechendes Netzteil hat. Leider scheint es auf diesem Markt noch sehr dünn auszusehen. Zwar habe ich ein paar Anbieter gefunden, allerdings war die Qualität der angebotenen Gehäuse zum Preis doch recht weit auseinander. Letztendlich habe ich mich für das Casetronic C146 entschieden, welches ich bei Reichelt Elektronik bestellt habe. Was mir nur sorgen machte, war die Höhe vom Mainboard, welches sich aber letztendlich als unbegründet herausstellte.

Gehäuse mit zwei 2,5" Festplatten

In dem Gehäuse lassen sich bis zu 4 Festplatten in Formfaktor 2,5 oder 3,5 Zoll einbauen. Das Netzteil kommt mit einem  80+ Wirkungsgrad. Im Leerlauf mit meinen 2 Festplatten kommt das System auf ca. 30 Watt verbrauch.

Das große Manko am System sind die Lüfter. Hier empfehle ich unbedingt direkt andere Lüfter zu bestellen (40mm). Die eingebauten Lüfter machen unglaublich Lärm. Die Sorge das die Temperatur im Gehäuse zu hoch wird, hat sich als nicht bestätigt. Nachdem ich 3 neue (wesentlich ruhigere) Lüfter eingebaut habe lag die Temperatur bei ca. 30 bis 35 °C.

Zurecht geknipste Blende

Da die normalen Mainboardblenden der Höhe wegen nicht in das Gehäuse passen, wird von Casetronic eine Gitterblech mitgeliefert wo man sich seine eigene Mainboardblende zurecht knipsen kann. Dies hat auch ganz gut funktioniert. Sollte man später ein anders Mainboard einbauen oder sich verknipsen ist noch eine zweite Blende beigelegt.

Zwangsläufig kommt man in dem kleinen Gehäuse in Platznot. Besonders die SATA Kabel werden etwas angedrückt, da sie keine abknickenden Stecker haben. Da aber durch den Kühlkörper des Prozessors die abknickenden Kabel nicht passen würden, hat sich dies so auch erledigt.

Im Gehäuse ist nicht viel Platz

Leider fehlte in dem gesammten Set die Halterung für die Slotbleche. Ob diese nun von der Lieferung her fehlte oder so etwas garnicht mitgeliefert wird kann ich nicht sagen. Das Gehäuse lässt sich mit einem Slim CD/DVD Laufwerk erweitern. Auch ein CF Adapter kann man sich von Casetronic dazukaufen.

Die eingebaute Riserkarte ist nur zu VIA Mainboards mit entsprechernder CPU kompatibel.

Fazit:

Alles in allen kann ich das Gehäuse empfehlen. Die Verarbeitung des Gehäuses ist ohne Mängel und die Idee mit der Mainboardblende ist genial. Negativ fallen die lauten Lüfter sowie der hohe Preis ins Gewicht. Vor dem Kauf sollte man allerdings auf die Höhe des einzubauen Mainboards achten. Auf der offiziellen Seite gibt es eine sehr kleine Kompatibilitätsliste mit Mainboardmodellen. Ansonsten hilft nur abmessen ob das Mainboard hineinpasst.

Interessante Links zum Thema

Ofizielle Seite >http://www.casetronic.com/product_d.php?id=0000000015
Reichelt Elektronik > http://www.reichelt.de/?ARTICLE=54869;PROVID=1024

Günstiger Atomserver mit openSUSE

Fertiger Server auf Standfuß

Das ein kleiner Homeserver praktisch ist, ist nicht erst seit gestern bekannt. Deshalb finden Sie hier eine kleine Anleitung zum selber bauen, da Sie damit wesentlich günstiger wegkommen als einfach einen NAS zu kaufen, der obendrein weniger flexibel ist. Insgesamt kostet Sie dieses System ca. 250€ und ein paar Stunden Zeit zum einrichten. Jeder der schon einmal einen Rechner zusammengebaut hat wird auch mit diesem System keine Probleme haben. Was Sie auf jedenfall brauchen sind Grundkenntnisse in openSUSE und Linux. Ansonsten sollten Sie lieber einen NAS kaufen, oder Windows darauf installieren. Wobei beides irgendwie langweilig ist.

Hardware

  • ANTEC ISK 300 65W
  • ASUS AT4NM10-I mit Atom D410
  • GEIL 1GB DDR800 RAM
  • 2x 2,5″ 160GB Western Digital 24/7 Festplatten
  • 1x Netzwerkkabel
Lieferung

Ich habe mich hier für das Antec Gehäuse wegen seiner kompaktern Bauform und auch wie ich im Nachhinein festgestellt haben super Qualität entschieden. Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet. Es gibt keine scharfen Ränder. Die Schrauben machen einen Eindruck das man sie mehr als einmal hineinschrauben kann. Das Mainboard inkl. Prozessor ist passivgekühlt, so das an Betriebsgeräusch nur der im Gehäuse verbaute Lüfter zu hören ist. Bei mittlerer Drehzahl ist er kaum hörbar.

Einbau

Im Gehäuse selber geht es sehr eng zu, so dass die beigelegten Kabelbinder und Kabelösen sehr gut zu gebrauchen sind. Da das 24polige Mainboardkabel sehr kurz ist, sollte beim Kauf darauf geachtet werden wo sich der Stecker befindet. Das Mainboard musste mit etwas Kraft an die Schnittstellenseite gedrückt werden damit es festgeschraubt werden konnte. Hier auf die Schraubengröße achten, ansonsten lassen sich diese nicht festziehen. Da ich zwei Festplatten verbaut habe bleibt die an der Frontseite des Gehäuses befindliche SATA Schnittstelle ohne Funktion, da nur zwei SATA Schnittstellen am Mainboard vorhanden sind. Dem Mainboard liegt nur ein SATA Kabel bei. Sollten Sie auch zwei Festplatten benutzen brauchen Sie noch ein Kabel zusätzlich. Leider hat Antec keinen Speaker eingebaut. Zum Glück hatte ich noch eines in Reserve, ansonsten muss man einen für etwa 2 bis 3 Euro nachkaufen.

Installation

Innenansicht

Nachdem das System zusammengebaut ist, wurde das System in diesem Falle openSUSE 11.3 mit einer minimalen X Oberfläche installiert. Dazu habe ich ein externes DVD Laufwerk verwendet, da ein Slot-In Laufwerk sehr teuer ist und in einem Server eigentlich auch nie gebraucht wird. Sie können aber auch einen USB Stick verwenden oder ein Laufwerk einbauen.

Nach der Installation lässt es sich per ssh warten (So kann man sich auch zwangsweise mit dem Terminal auseinandersetzen). Mit Updates versorgt es sich der  Server selber per cron. Für die restlichen Systeme die ich unter openSUSE laufen lasse, wird das Updaterepository automatisch auf dem Server gespiegelt, so das die Updates schnell verteilt werden können und nur einmal geladen werden müssen. Natürlich läuft auch ein SMB, Apache und CUPS darauf.

Das System lässt sich mit dem mitgelieferten Ständer auch horizontal Aufstellen so das kaum Platz gebraucht wird.

Interessante Links zu dem Thema

Da ich selber schon viel zu dem Thema recherchiert habe, möchte ich Ihnen ein paar Interessante Links zu dem Thema nicht vorenthalten: