Neues Networkmanagment für openSUSE 11.4

Das neue Plasmoid

Wem der „alte“ KNetworkmanager aus verschiedenen Gründen nicht mehr zusagt, sei es wegen dem altenbacken Design oder wegen mehreren Bugs, kann bei openSUSE 11.4 auf das neue Plasmoid umsteigen. Dies sieht im Gegensatz zu dem alten KNetworkmanager besser aus und bietet dazu noch mehr Informationen.

Bitte bedenken Sie das das Plasmoid noch in der Entwicklungsphase ist und es deshalb zu Abstürzen und sonstigen Problemen kommen kann. Bei mir läuft es seit zwei Tagen stabil und ohne Probleme.

Das enstprechende Paket heisst

plasmoid-networkmanagment

Beim anwählen in YaST müssen Sie bei der Abhängigkeitsabfrage den alten KNetworkmanager deinstallieren. Nach der Installation und gefolgtem ab und wieder anmelden begrüßt einen das neue Plasmoid.

Leider war nun die DNS Abfrage unendlich lange. Erst nachdem ich die Konfigurationsdateien gelöscht und den Laptop neu gestartet habe lief das Plasmoid anstandslos.

Die Betreffenden Dateien finden Sie unter:

~/.kde4/share/config/networkmanagmentrc
~/.kde4/share/apps/networkmanagment

Nach dem löschen sind jedoch alle gespeichertern Netzwerke sammt Passwort gelöscht. Die Passwörter sind, falls Sie sie in der digitalen Brieftasche speichern, darin noch vorhanden. Das Plasmoid kann diese jedoch nicht mit den Netzwerken in Verbindung bringen. Ob es bei Ihnen nötig ist die Dateien zu löschen probieren Sie am besten selber aus indem Sie erst einmal nur neu starten.

WLAN Problem beim Lenovo S10-3 mit openSUSE

Da ich ja wie bekannt Probleme mit dem WLAN beim Lenovo S10-3 unter openSUSE 11.3 habe, bin ich nun zu einer etwas ungewöhnlichen Lösung gekommen.

Und zwar besitzt das Lenovo S10 einen Bug im BIOS, dass wenn softwareseitig sowie an der Hardwaretaste das WLAN/Bluetooth ausgeschaltet wird, sich dieses nicht mehr aktivieren lässt da die Einstellung im BIOS Ram gespeichert bleibt. Es gibt in diesem Fall nur 2 Möglichkeiten. Die eine ist Windows  zu starten oder zu installieren und von Windows aus die Einstellung per Hotkey zurückzunehmen (komischerweise soll es von dort aus gehen) oder die Hardwarebaterie vom BIOS für ein paar Minuten abzustecken. Ich habe mich hier für die letzere Variante entschieden. Wie genau dies zu machen ist wurde in der Bugdatenbank von ubuntu sehr gut beschrieben. Zu finden hier:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/577114/comments/31

Die Anleitung ist auf englisch sollte aber für jedem Verständlich sein. Bitte beachten Sie das dabei eventuell die Garantie für das Gerät erlischt. Natürlich übernehme ich keine Haftung dafür was Sie mit Ihrem Gerät machen. Sie benötigen für den Umbau kleine Schraubendreher eine feine Pinzette und Geduld. Das ganze dauerte bei mir ca. 2 Stunden.

Nach dem Umbau musste ich leider openSUSE neu installieren, da sich das System nur noch mit Errors durch den Bootvorgang geschlagen hat. Ich vermute mal das die Batterie daran Schuld war.