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openSUSE Conference 2011 – Vierter Tag

Danke für die tollen Tage.

An dieser Stelle muss ich mich bei SUSE, netways, B1 Systems und aeroaccess als Sponsoren der openSUSE Conference bedanken. Auch dem openSUSE Boosters Team und allen daran Beteiligten für die super Organisation. Die letzten vier Tage waren echt toll. Es war interessant, auch mal die Leute hinter den Namen im IRC oder Mailinglisten zu sehen und mit Ihnen zu sprechen. Gerade Leute die weiter weg wohnen wie Indien oder Griechenland konnte man so einmal persönlich antreffen und sich mit Ihnen austauschen. Ich hoffe das durch diese offen Kommunikation der letzten 4 Tage, sich dies auch positiv auf die Mailinglisten und in der Entwicklung von openSUSE allgemein auswirkt.

Der letzte Tag war, subjektiv gesehen, der ruhigste Tag für mich gewesen. Zwar waren viele Leute anwesend, aber die meisten waren auchl in den Tracks oder in Ihre Projekte vertieft. Neben einigen Vorträgen unter anderem über sax3, dem openSUSE Projekt Meeting und einem Vortrag über LibreOffice, habe ich die Chance noch genutzt, bei dem guten Wetter einen Rundgang durch Nürnberg zu machen.

Nun sitze ich im ICE auf den Weg nach Hause. Es hat zwar Spaß gemacht, aber vier Tage Conference sind doch sehr anstrengend. Trotzdem kann ich für mich letztendlich viel mit nach Hause nehmen und hoffe auf eine genauso gute (wenn nicht sogar bessere) openSUSE Conference 2012.

openSUSE Conference 2011 – Dritter Tag

Am heutigen Tage ging es am Vor- und Nachmittag noch ruhiger vor. Unter anderem gab es eine Gesprächsrunde über den Aufbau der openSUSE Wiki mit Henne Vogelsang sowie eine Ideefindungsrunde wie man den Build Service besser promoten bzw. Entwickler besser ansprechen kann.

OSC gestern Abend

Nach einer kurzen Pause ging es dann über zu der Keynote des heutigen Tages. Micheal Miller Vice President of Global Alliances & Marketing for SUSE hielt mehr eine Frage / Antwort Runde als eine Keynote (was man auch an seinen Themenpunkten sehen konnte). Applaus erntete er, nachdem er erzählt hatte, dass er von openSUSE begeistert ist und dies als Hauptbetriebssystem verwendet. Auch seine Kinder sind mittlerweile begeisterte openSUSE Nutzer. Die Fragen bezogen sich in vielen Fällen auf die Interaktion zwischen SUSE als Firma und der Community. Zur Gründung einer Foundation sagte Miller, dass der Verkauf von Novell an Attachmate und die Ausgliederung von SUSE aus Novell viel Arbeit und Zeit gekostet hatte, so dass sich die Gespräche rund um die Foundation erstmal im Hintergrund standen, man aber immer noch von seiner Seite daran interessiert ist jene zu Gründen. Leider stehen dem entgegen noch viele Probleme die erst gelöst werden müssen.

GameBoy Classic mit der DJ Software

Nach dem obligatorischen Mittagessen beim Italiener (Pizza war übrigens sehr gut), schaute ich mir den Workshop über das Benutzen des osc-Clients an. Gegen Ende entwickelte sich daraus eine interessante Diskussion über diejenigen Funktionen und des Aufbaus des Build Services.

Nach der Kaffeepause folgte, besonders für mich interessant, ein Vortrag über Hackerspaces. Neben einem Interessanten Vortrag über Open Hardware und Entwicklungen aus dem Hause brmlab, dem hiesigen Hackerspace aus Prag machte mit uns einen virtuellen Rundgang durch jenem.

Besonders für die Künstler unter uns interessant, wurde in der Haupthalle ein Vortrag über 8-Bit Musik gehalten. So hatte eine handvoll Leute die Möglichkeit an einem GameBoy Classic ihre eigenen Synthiesong einzuprogrammieren. Lustigerweise kamen am Ende sogar recht gut anhörbare Loops bei heraus, die jeder dann auf der Bühne präsentiert hat.

Zurzeit laufen noch einige kleine Fünf-Minuten-Talks, bis dann um 20:00 ein Konzert mit 4-Bit GameBoy Musik folgt.

openSUSE Conference 2011 – Zweiter Tag

Das mit dem guten Wetter hätte ich wohl gestern nicht schreiben sollen. Kurz nach dem Blogpost begann es zu Gewittern begleitet von starkem Niederschlag. Dafür war es am heutigen Tag wieder angenehm warm bei Sonnenschein.

Die Highlights dieses Tages waren unter anderem die Keynote von Greg-Kroah Hartmann, der uns etwas über openSUSE Tumbleweed berichtete. Sein Hauptaugenmerk aber legte er auf die Kernelentwicklung und zeigte uns einige Zahlen und Einblicke in jene.

Im laufe des Tages nahm ich an einigen Diskussion des openSUSE Ambassador und dem openSUSE Marketing Team teil. Leider kamen wir in der kurzen Zeit nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung der besprochenen Themen so das sich dies wohl noch auf die nächsten zwei Tage der Conference verteilen wird.

Maxihamburger beim Social Event

Im Packaging-Workshop von Pascal Bleser habe ich mein erstes RPM-Paket zwar noch nicht gebaut, allerdings haben wir die Spezifikationsdatei ausgearbeitet. Morgen geht es dann im zweiten Teil weiter ins Detail des open(SUSE) Build Services.

Gegen Abend wurde die gesammte Conference für das Social Event umgestaltet, passend zu dem Thema „The Geek – Saloon and Dancehall“. Nebem leckeren Maxihamburgern mit Salat, spielt wohl nachher am Abend noch eine Elekto-Chiptune-Band.

Morgen folgt neben interessanten Vorträgen und dem Workshop eine weitere Keynote von Michael Miller über SUSE und openSUSE. Es wird also wieder spannend und interessant.

openSUSE Conference 2011 – Erster Tag

Friden 130

Der erste Tag war nicht nur mit gutem Wetter beseelt, auch wurde er durchzogen von vielen interessanten Vorträgen rund um openSUSE und Linux.

Ich habe mir an diesem Tag Vorträge über RPM-Packaging, Translation, cgroups und „schlechten Programmieren“ angeschaut. Letzteres war in vieler Hinsicht sehr unterhaltsam. Besonders die Zitate aus dem Bugtracker, haben doch für einige Lacher gesorgt. Leider war der Vortrag über cgroups schon sehr stark in die Praxis gegriffen und so, trotz interessantem Inhalt, recht langatmig.

Altair 8800

Das Highlight des Tages war wohl die Vorstellung alter mechanischer Rechenmaschinen sowie „neueren“ elektronischen Rechenautomaten. Darunter der erste Rechner mit Bildschirm, den Friden 130. Auch ein funktionierenden Altair 8800 war mit unter den ausgestellten Geräten und Maschinen. Untermalt wurde dies durch einen Vortrag über die Entwicklung von einfachen mechanischen Rechenwerken zu den heute bekannten Computern mit integrierten Schaltkreisen. Gezeigt wurde die Sammlung von einen hier ansässigen Sammler jener Rechenmaschinen und Computer.

Morgen folgt die Keynote von Greg Kroah-Hartman sowie für mich interessant einen Workshop wie man RPM Pakete baut. Zudem ist morgen das Social Event der openSUSE Conference.

Zurzeit sitzen wir zum Teil draußen, zum Teil drinnen und lassen den Tag bei einer Flasche openSUSE Bräu ausklingen. Einige haben sich um den Grill versammelt und sind schon das Grillbesteck am schwingen.

openSUSE Conference in den Startlöchern

Eingang Zentrifuge OSC 2011

Heute ist der letzte Tag vor der openSUSE Conference und die Vorbereitungen sind so gut wie beendet. In den letzen Stunden wurde nochmal richtig Gas gegeben und die letzen Vorbereitungen getroffen. Es wurde geklebt, geräumt, eingerichtet, geschraubt und tapeziert. Das openSUSE Booster Team hat vorher schon klasse Vorarbeit geleistet, so dass für die Frühanreisenden und mich kaum mehr was zu tuen da war. Danke an dieser Stelle.

Conference Bar

Ab morgen geht es dann los. Ich konnte schon heute, während dem Aufbau, wieder bekannte Gesichter treffen und hoffe darauf morgen auch den Rest der openSUSE Community anzutreffen.

Nun sitzt der Rest des Aufbauteams gemütlich im Freien oder in der „Hackerlaunch“ und lässt den Tag gemütlich ausklingen um sich morgen frisch und ausgeruht in die Conference zu stürzen.

Lenovo X121e mit openSUSE

Da mir mein IdeaPad, wohl auch wegen dem Atom Prozessor, zu langsam war habe ich mir statt ein Netbook ein neues Subnotebook zugelegt. Meine Auswahl viel dabei auf das Lenovo X121e mit AMD Fusion APU Prozessor. Zwar gab es auch andere Modelle mit Intel i3 oder i5 Prozessoren. Allerdings waren diese weitaus teurer und ich wollte den mobilen AMD Prozessoren auch einmal eine Chance geben. Somit hat mich das Gerät (dank AMDs Preispolitik)  mit 8 GB Ram gerade einmal ~380 Euro gekostet.

Hardware

Lenovo X121e Frontansicht

Der AMD E-350 Prozessor ist ein Dual Core Chip welcher mit 1,6 GHz getaktet. Im Prozessor eingebaut ist eine Radeon HD6310 Grafikkarte. Das Display mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ist matt, was für mich auch ein Grund war dieses Gerät zu kaufen, da viele Hersteller bei dieser Preis / Notebookklasse ehr zu spiegelnden Displays und Klavierlackoptik greifen.

Das X121e ist im bekannten biederen ThinkPad Design gehalten. Der Deckel wurde aus kratzresistenten Kunststoff gefertigt. Die Schaniere der Bildschirmaufhhängung sind zwar nicht aus Metall, halten das Display aber trotzdem stramm in der Position. Die Tastatur ist keine ThinkPad Tastatur, aber trotzdem nicht zu beanstanden. Die größe der Tasten ist optimal. Leider weiss dafür das TouchPad nicht zu überzeugen. Die Tasten sind wie beim IdeaPad S10-3 in das Pad eingelassen. Dadurch verzieht man die Maus immerwieder beim klicken. Auch scheint das TouchPad nicht so genau zu sein wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück ist wie bei jedem ThinkPad ein TrackPoint dabei. Da ich eh ehr ein TrackPointbenutzer bin fällt dies für mich nicht so schwerwiegend auf. Eigentlich hätte man das TouchPad auch weglassen können.

Software

Lenovo x121e geöffnet

Das Gerät war ohne Betriebssystem als ich es gekauft habe, was aber kein Problem darstellt, da ich ja eh openSUSE darauf installieren wollte. Die Installation verlief ohne Probleme, allerdings gibt es nach der Installation ein Problem. Das X121e hat eine Netzwerkkarte von Attansic Technology und Realtec. Diese werden vom openSUSE 11.4 mitgelieferten Kernel nicht unterstützt. So saß ich erstmal vor einem Laptop ohne Anbindung ans Internet. Also habe ich das neue 3er Kernel aus dem Repositorys von Hand auf einen USB Stick gezogen und dann auf dem Notebook installiert. Nach einem neustart und funktionierenden Netzwerkschnittstellen konnte ich alle wichtigen Repositories hinzufügen und auch den AMD Treiber für die Grafikkarte installieren, da der mitgelieferter Treiber leider nicht genug Performance bietet. Den AMD Treiber laden Sie sich einfach von der AMD Webseite herunter und führen dann folgenden Befehl in dem Ordner aus wo sich die Datei befindet:

sh ./ati-driver-installer* --buildpkg SuSE/SUSE-autodetection

und folgen dann den Anweisungen. Bitte haben Sie dabei etwas Geduld.

Benutzung im Alltag

Das ThinkPad schlägt sich im Alltag im großen und ganzen sehr gut. Besonders da es sich um keinen Atom-Prozessor handelt gibt es keine künstlichen Beschränkungen der Hardware. So macht das hochauflösende Display und die 8 GB Ram schon etwas her. Die Grafikkarte hat genug Leistung um auch Minecraft oder Nexuiz flüssig zu spielen. Insgesamt reicht die Leistung des Subnotebooks um ohne Unterbrechung damit zu arbeiten. Der Akku reicht bei laufendem KDE mit Akonadi und Desktopeffekten etwa 4 bis 5 Stunden bei normalen Arbeiten mit W-LAN und ausgeschalteten Bluetooth.

Leider gibt es auch einen Minuspunkt den ich vergeben muss. Das W-LAN Modul des Notebooks ist leider nicht so Empfangsstark wie bei meinem großen Thinkpad. Da mein Arbeitszimmer auf der anderen Seite der Wohnung liegt wo sich der W-LAN Sender befindet bricht beim ThinkPad die Verbindung immer wieder ab.

Fazit

Für das Geld bekommt man ein solides Subnotebook mit guter Akkulaufzeit und genug Leistung für flüssiges Arbeiten im Alltag. Da das Gerät auch UMTS-Ready ist lässt sich auch ein UMTS Modul nachrüsten, womit auch den mobilen Nutzern genüge getan ist. Das UMTS-Modul ist das gleiche welches ich auch in das ThinkPad L520 eingebaut habe.

Interessante Links zum Thema

FrOSCon 2011 ist gestartet

openSUSE@FrOSCon 2011

Seit knapp 2 Stunden hat die FrOSCon 2011 Ihre Pforten geöffnet. Zurzeit ist es noch recht ruhig und nur wenige Gäste haben den Weg in die Hochschule St. Augustin gefunden.

Natürlich ist auch wieder openSUSE mit einem Stand vertreten. Neben Gnome 3, KDE 4.7 zeigen wir auch die neue Plasma Active Oberfläche.

Zum Glück zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite und die Leute sind gut gelaunt. Also beste Voraussetzungen für das Social Event heute Abend, wo natürlich auch zünftig gegrillt wird.

Morgen hat die FrOSCon auch noch geöffent. Also macht euch auf kommt nach Siegburg.

Music Player Daemon unter openSUSE einrichten

Sie kennen das sicher: Sie geben eine Party und lassen natürlich auch Musik laufen, möchten aber nicht jedesmal zum Rechner / Laptop gehen um ein anderes Lied abzuspielen oder die Lautstärke zu ändern In einem anderen Beispiel haben Sie einen Homeserver über den Sie Musik abspielen möchten ohne extra einen PC oder Laptop anschalten zu müssen. Dies alles ist mit dem Music Player Daemon auch MPD genannt möglich. Im Endeffekt handelt es sich dabei um einen Musikplayer der als Hintergrunddienst läuft. Ansteuern lässt er sich nur über das Netzwerk. Dazu gibt es mehrere Clients ob für das Terminal, KDE, Gnome oder Android. Über diese Clients lässt sich der Daemon steuern.

Abspielen kann der MPD fast jedes Dateiformat soweit die entsprechenden Pakete installiert sind. Alle nötigen Pakete erhalten sie aus dem Packman-Repository, zu finden unter http://packman.links2linux.de/ oder unter YaST > Software-Repositories > Hinzufügen > Community/Gemeinschafts-Repositorys.

MPD installieren

Starten Sie zuerst ein Terminal und machen Sie sich mittels

su -

zum root. Dann installieren Sie den MPD mit dem Befehl

zypper in mpd ffmpeg

MPD konfigurieren

Nach der Installation müssen wir die Konfigurationsdatei noch anpassen. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei mit dem Befehl

vi /etc/mpd.conf

Den Eintrag music_directory ändern Sie folgendermaßen ab (mit der Taste i kommen Sie in den Eingabemodus)

music_directory "/var/lib/mpd/"

Den Eintrag password ändern Sie folgendermaßen ab (am Anfang der Zeile das # entfernen)

password "hiereinpasswort@read,add,control,admin"

Das

hiereinpasswort

ändern Sie nach belieben ab, was Sie als Passwort haben möchten. So können später nur Sie mit dem Passwort auf dem mpd zugreifen. Speichern Sie die Änderungen nun mit Esc und dann

:wq

ab.

Datei und Gruppenrechte zuweisen

Nun ist der MPD im wesentlichen Einsatzbereit. Zu beachten ist allerdings das der MPD aus Sicherheitsgründen als Systembenutzer mpd in der Gruppe audio ausgeführt wird. Das heisst, dass er keinen Zugriff auf Ihre Musiksammlung hat die in der Regel der Gruppe users gehört. Kopieren Sie die Musikdateien in den Ordner

/var/lib/mpd/

da wir diesen Ordner als Musikquelle angegeben haben. Um die ganze Sache konfortabler zu machen können Sie Ihren Benutzer auch der Gruppe audio zuweisen. Dies machen Sie unter YaST > Benutzer und Gruppenverwaltung > Benutzer auswählen > Bearbeiten > Details > Zusätzliche Gruppe „audio“ auswählen und bestätigen.

So können Sie die Musikdateien nun einfach in den MPD-Ordner hineinkopieren. Denken Sie daran das die Dateien mit dem Befehl

chgrp audio Dateien

der Gruppe audio zugewiesen werden müssen, ansonsten kann der MPD (der ja als Benutzer mpd läuft) nicht auf die Dateien zugreifen. Alternativ können Sie auch Ihr Musikverzeichnis per Softlink in das Verzeichnis einhängen. Beachten Sie das dabei das alle Dateien und Ordner auch die Gruppe wechseln müssen oder die Rechte angepasst werden müssen. Wenn Sie die Daten auf einen Server kopieren möchten, können Sie auch einen FTP Server einrichten und So die Daten hochladen.

Firewall einstellen

Nun müssen Sie noch in der SuSE Firewall den Port 6600 freigeben. Über diesen wird der MPD angesteuert. Den Port geben Sie in dem Firewall Modul von YaST frei. Unter Erlaubte Dienste > Erweitert geben Sie bei den TCP Ports den Wert

6600

ein und bestätigen alles mit OK.

MPD starten

Nun können Sie den MPD mit dem Befehl

rcmpd start

starten. Mit dem Befehl

tail -F /var/log/messages

können Sie verfolgen was der MPD an Meldungen ausgibt.

Starten Sie nun einen MPD Client wie Quimup oder Gimmix und verbinden Sie sich mit dem Daemon. Sie müssen nun die Bibliothek einmal aktualisieren (und jedesmam wenn neue Dateien dazugekommen sind). Der Button dazu heisst in den meisten Fällen Sammlung aktualisieren oder Update.

AnmerkungEN

Wenn der Music Player Daemon auch beim hochfahren mitgestartet werden soll können Sie Ihn unter YaST > Systemdienste (Runlevel) im Modus Expertenmods auswählen und den Runleveln 3 und 5 zuweisen. Mit OK bestätigen Sie die Änderungen.

Um auf den MPD zu streamen muss zusätzlich der Port 8000 geöffnet werden.

Läuft der MPD in dieser Konfiguration belegt der das Sounddevice so das andere Programme keinen Sound ausgeben können. Abhilfe schafft hier Pulseaudio welches in openSUSE 11.4 allerdings noch Probleme macht. Mehr dazu finden Sie unter http://mpd.wikia.com/wiki/PulseAudio.

Ein kleiner Blick auf SaX3

SaX3 Menü

Wie bestimmt schon herumgesprochen und auf mehreren Blogs gelesen, arbeitet der in der openSUSE Community bekannte manugupt1 im Zuge des Google Summer of Code an einer neuen Version von SaX. Viele kennen das X.org-Konfigurationsprogramm SaX2 bestimmt noch. Ab Version 11.2 der openSUSE Distribution wurde SaX2 allerdings aus YaST und später aus der Distribution entfernt. Nachdem allerdings viele Rückmeldungen der User kamen, dass trotz automatischer Hardwareerkennung von X.org, immernoch Hand angelegt werden muss, hat sich manugupt1 dem angenommen und entwickelt zurzeit besagtes SaX3.

Natürlich ist die Software noch nicht fertig. Allerdings erstellt er in kurzen Abständen immer ein neues Build von SaX3, welches sich einfach über YaST installieren lässt. Das Repository finden Sie unter http://download.opensuse.org/repositories/home:/manugupt1/.

Das zzt. schon funktionierende Modul

In der von mir versuchten Build (0.1-39.1) funktionierte nur die Mauskonfiguration. Das andere Modul für die Tastaturkonfiguraten ist leider mit einem Speicherzugriffsfehler abgestürzt. Bei Version 0.1 darf man natürlich nicht zuviel erwarten. 🙂

Laut seinem aktuellen Blogartikel wird er sich in der nächsten Zeit um das Modul für die Touchscreenkonfiguration kümmern. Insbesondere freut er sich über jegliche Rückmeldung bezüglich SaX3 und kann natürlich auch Hilfe gebrauchen. Wer Interesse hat findet mehr auf Informationen auf seinem Blog, zu finden unter http://sysbytes.wordpress.com/. Hier berichtet er auch über die derzeitige Entwicklung des Tools.  Der Sourcecode kann in GitHub unter https://github.com/manugupt1/sax3 eingesehen werden.

BOINC unter openSUSE

Der BOINC Manager

Viele kennen bestimmt das Projekt SETI@HOME. Hier werden von einem Radioteleskop Radiowellen aufgezeichnet, die dann im Computer analysiert werden um nach ausserirdischen Signalen zu suchen. Ansich nicht sehr spannend. Das interessante daran ist nun, das Sie selber Ihre CPU- und GPU-Leistung zur Verfügung stellen können. Bei diesen verteilten Rechnen wird Ihrem Computer Datenpakete zum Berrechnen zugeschickt. Nach dem Rechnen schickt der PC das Ergebnis zum Projekt zurück. Dafür erhalten Sie Credits. Diese errechnen Sich an der geleisteten Rechenarbeit. Kaufen können Sie sich damit nichts. Sie zeigen nur die von Ihnen in das jeweilige Projekte gesteckete (Rechen)arbeit. Wenn es Ihnen persönlich nichts bedeutet Aliensignale zu jagen, können Sie sich auch an anderen Projekten beteidigen, wie das Falten von Proteinen oder das suchen nach Pulsaren. Es gibt viele interessante seriöse wissenschaftliche Projekte die das verteilte Rechnen benutzen, da sie so an große Rechenleistung kommen ohne dafür einen großen Cluster zu betreiben. Möglich wird all dies durch das Berkeley Open Infrastructure for Network Computing (kurz BOINC). Dieses Programm besteht aus einem Serverteil und einem Client. Mit dem Serverteil müssen Sie sich nicht auseinandersetzen. Dieser schickt Ihnen nur die zu berrechnenden Pakete. Wie genau BOINC funktioniert erklärt die Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Boinc. Eine Liste von Projekten finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Projekte_verteilten_Rechnens.

Zur HowTo

Sollten Sie sich also entscheiden, einem oder mehreren Projekten Ihre Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, können Sie folgende HowTo durcharbeiten. In dem beschriebenen Szenario soll der BOINC Client auf einem Server laufen. Gesteuert werden soll er von dem BOINC Manager der auf einem Desktop PC läuft. Auch soll der Client über das Internet erreichbar sein. Die Installation lässt sich natürlich auch auf einem Desktop PC vornehmen. Hier können Sie dann die Firewalleinstellungen überspringen.

Achtung! Scheinbar funktioniert die neuste Version von BOINC 6.12 nicht mit openSUSE 12.1. Auch hat sich durch die Umstellung von SysVinit auf systemd die Autostarteinstellungen von Grunde auf geändert. Deswegen werde ich für > 12.1 noch eine extra HowTo verfassen bzw. hier ein Update schreiben. Die Anleitung unten funktioniert nachwievor für 11.3 sowie 11.4.

Installation

Zwar gibt es im Repository von openSUSE die gesuchten Pakete zu BOINC. Allerdings habe ich diese Version bei mir nicht zum laufen bekommen. Zudem ist der auf der offiziellen Seite herunterladbare Client aktueller.

(Alle Befehle die folgen werden als root ausgeführt!)

Zuerst müssen wir allerdings zur Sicherheit einen neuen Benutzer und eine Gruppe für BOINC erstellen. Diese nennen wir sinnigerweise boinc. Starten Sie dazu YaST und gehen Sie auf die Benutzer- und Gruppenverwaltung. Erstellen Sie unter Gruppe eine Gruppe mit dem Namen

boinc
Die Filterauswahl befindet sich oben rechts

Danach gehen Sie auf den Reiter Benutzer und erstellen einen neuen Systembenutzer. Dazu müssen Sie den Filter erst auf Systembenutzer wechseln. Wählen Sie dann Hinzufügen aus. Markieren Sie in dem Eingabedialog das Feld Benutzername deaktivieren. Im Reiter Details geben Sie als Standardgruppe boinc an und wählen alle anderen zusätzlichen Gruppen ab. Bei der Anmelde-Shell geben Sie

/bin/false

ein. Also Homeordner geben Sie

/opt/BOINC

an. Bestätigen Sie alles mit OK.

Wechseln Sie nun in einem Terminal mit

cd /opt

in das Verzeichnis /opt. Nun laden Sie den BOINC Client mit

wget http://boinc.berkeley.edu/dl/boinc_6.10.58_x86_64-pc-linux-gnu.sh

herunter. Den richtigen Link zur Datei können Sie unter http://boinc.berkeley.edu/download.php herausfinden. Die zu diesem Zeitpunkt aktuellste Version würden Sie unter http://boinc.berkeley.edu/dl/boinc_6.10.58_x86_64-pc-linux-gnu.sh finden.

Nachdem Sie die Datei heruntergeladen haben müssen Sie das Script ausführbar machen. Mit

chmod +x boinc_6.10.58_x86_64-pc-linux-gnu.sh

können Sie die Datei ausführbar machen. Führen Sie die Datei mit dem Befehl

./boinc_6.10.58_x86_64-pc-linux-gnu.sh

aus. Dabei werden die Programmdateien in den Ordner /opt/BOINC enptackt.
Zurzeit gehören alle Dateien und Ordner von BOINC noch root. Da wir BOINC allerdings abgeschottet als eigenen Nutzer laufen lassen wollen müssen wir die Dateirechte noch ändern, denn zurzeit kann der Benutzer boinc nicht auf die Daten zugreifen. Mit

chown -R boinc:boinc /opt/BOINC/

werden die Datein dem Benutzer boinc übergeben.

Nun könnte der BOINC Client schon ausgeführt werden und auch über den Server per ssh administriert werden. Nur ist dies sehr umständlich. Einfach geht dies mit einem Manager wie zB. dem offiziellen BOINC Manager. Damit dieser auf den BOINC Client zugreifen kann müssen Sie folgende Einstellungen vornehmen:

Wechseln Sie mit

cd /opt/BOINC

und starten Sie mit dem Befehl

./boinc

das Programm. Sie können es direkt mit Strg + C beenden. Der Vorgang dient nur dazu die Konfigurationsdateien zu erstellen.

Öffnen Sie mit

vi /opt/BOINC/gui_rpc_auth.cfg

die Einstellungsdatei für den GUI Zugriff. In Ihr befindet sich ein zufälliger Buchstabenstrang. Dies ist das Passwort für den Client. Sie können sich dies kopieren oder einfach ein neues einsetzen. Unter vi kommen Sie mit der Taste i in den Einfügemodus. Speichern erfolgt mit Esc gefolgt von :wq.

Damit der Client auch beim Hochfahren mit dem richtigen Benutzer startet müssen wir noch eine Datei bearbeiten. Dies erfolgt mit dem Befehl:

vi /etc/init.d/boot.local

Diese Datei führt alle in Ihr hineingeschriebenen Befehle nach dem hochfahren aus.

Tragen Sie dort folgendes ein (Taste i öffnet Einfügemodus):

sudo -u boinc sh /opt/BOINC/run_client --allow_remote_gui_rpc --daemon --gui_rpc_port 31416

und speichern Sie mit Esc gefolgt von :wq ab. Der Wert –allow_remote_gui_rpc bedeutet das der Client Zugriffe von Managern erlaubt; –daemon startet den Client als Hintergrundprogramm. Der Wert –gui_rpc_port 31416 lässt den Client auf dem Port 31416 lauschen. Dies ist wichtig da wir den Port noch in der Firewall freigeben müssen. Dies machen Sie mit dem Befehl

yast

Hier geben Sie den Port ein der freigegeben werden muss

Gehen Sie nun auf Sicherheit und Benutzer > Firewall > Erlaubte Dienste > Erweitert und Tragen unter TCP-Ports

31416

ein. Bestätigen Sie alle Einstellungen. Wenn Sie den Client auch aus dem Internet steuern wollen müssen Sie den Port auch im Router freigeben. Benutzen Sie ein gutes Passwort (siehe gui_rpc_auth.cfg).

Starten Sie den Server nun neu bzw. führen Sie das Script boot.local aus um den BOINC Client zu starten. Nun müssten Sie mit dem BOINC Manager auf den Client zugreifen können. Der BOINC Manager ist in dem Paket übrigens mit enthalten. Das Startscript lautet im BOINC Verzeichnis

run_manager

. Sie können BOINC am einfachsten im Ihrem Homeverzeichnis wie oben beschrieben entpacken und dort den Manager starten. Je nach Oberfläche können Sie sich dann ein Icon erstellen worüber Sie den Manager starten können. Der BOINC Manager aus den openSUSE RPMs funktionert auch, ist allerdings nur in Englisch und hat nicht alle Funktionen wie der neuere Manager.

Verbindung aufbauen

Wenn Sie den BOINC Manager gestartet haben können Sie unter Extras > Computer auswählen die Verbindung zum Computer herstellen. Geben Sie dort einfach die IP Adresse oder den Hostname an. Dann noch das Passwort das Sie in der gui_rpc_auth.cfg eingetragen haben. Wenn die Verbindung aufgebaut wurde, können Sie unter Assistenten entweder direkt ein Projekt anmelden oder Sie benutzen einen Webservice der die Projekte für Sie verwaltet wie zum Beispiel http://de.boincstats.com. Dies hat den Vorteil das sie Präferenzen nicht an jedem einzelen Client und Projekt vornehmen müssen sondern nur einmal beim Webservice. Die Clients verbinden sich regelmäßig mit dem Service und fragen die neusten Configs ab. So können Sie dort gezielt einstellen welche PCs /Server welche Projekte abarbeiten sollen und welche Prioritäten haben.

Zum Schluss

  • Aufräumen nicht vergessen. In
     /opt

    liegt noch die Installationsdatei. Diese können Sie mit dem Befehl rm /opt/installationsdatei_name_hier_eintagen löschen.

  • Beachten Sie das durch die Benutzung von BOINC logischerweise die CPU ausgelastet wird, was eventuell zu einem langsameren System führen kann. Unter Extras > Einstellungen können Sie die CPU Auslastung sehr genau einstellen, so dass BOINC sie beim arbeiten nicht stört.
  • Durch die CPU Auslastung kommt es zu einem höhren Stromverbrauch. Bei einer Auslastung von 50% sind dies bei meinem Server (AMD Athlon II) etwa 10 – 20W. Dies ist aber je nach Hardware und Einstellung anders.