Schlagwort-Archiv: SliTaz

25 Euro PC oder Thinclient für Nerds

Igel 4210 LX Winestra

Nachdem ich schon länger damit geliebäugelt habe mit einen Thinclient anzuschaffen (ehr aus der Hinsicht das die Thinclients bei der Bucht günstig zu bekommen sind und man damit rumbasteln kann) habe ich mir ein Igel 4210 LX Winestra gekauft. Das System selber ist ausgestattet mit einem 1Ghz VIA Prozessor, 256MB DDR2 RAM und einer 128 MB Compact Flash Karte als Datenspeicher. Da das System also etwas schwachbrüstig ist muss man hier schon einiges bei der Distributionswahl beachten. Es sei denn man bootet von Netwerk oder bastelt sich etwas zurecht.

Man hat nun die Wahl das Gerät aufzurüsten was ohne weiteres geht. So lässt sich das RAM auf bis zu 1 GB erweitern und die Compact Flash Karte austauschen. Hier ist allerdings auf Kompatibilität zu achten. Auch ein normaler IDE Anschluss ist am Mainboard verbaut. Allerdings muss man dann schauen wie man das Laufwerk mit Strom versorgt. Dies ist nur von einer externen Stromversorgung möglich. Praktischerweise sind Pins für USB intern vorhanden sowie ein aufgelöteter Temperaturmesser. Dazu ist eine PCI Schnittstelle verbaut, so das sich eine Erweiterungskarte einbauen lässt. Die CPU ist passiv gekühlt und somit ist das gesammte Gerät geräuschlos. An der Frontblende sind Anschlüsse für eine LED vorhanden die die Netzwerkaktivität anzeigt. Diese muss allerdings aufgelötet werden.

Hardware

Igel Mainboard

Folgend ein paar Informationen über die verbaute Hardware. Eingebaut ist wie erwähnt ein  VIA C7 Prozessor mit 1 GHz (128KB Cache, MMX, SSE, SSE2). Die Grafikkarte Der TMDS Chip ist ein Silicon Image SIL 164CTG64. Der Ethernetcontroller, sowie Audio sind im Southbridge untergebracht. Dabei handelt es sich um ein VIA VT8235. Der Verbrauch des Systems soll bei Auslastung um die 20 Watt liegen.

Grün = IDE Stiftleiste, Rot = USB Stiftleiste, Blau = Temperatursensor, Orange = PCI Slot

Linuxdistributionen

SliTaz Linux

Als Linuxdistribution fallen die großen Majordistributionen wie openSUSE, ubuntu oder fedora etc. leider aus, da sich diese nur mit sehr viel Aufwand auf 128 MB Speicher mit grafischer Oberfläche installieren lassen. Aus diesem Grunde habe ich mich für SliTaz Linux entschieden, welches bei der Standardinstallation knapp 110 MB benötigt so das noch etwas Luft vorhanden ist. Durch entfernen von ein paar Pakete kann man sogar noch etwas herausholen.

Hacken

Da ich das Gerät erst seit ein paar Tagen besitze werde ich wohl noch etwas damit rumbasteln. Da das Gerät einen internen USB Anschluss hat werde ich eine alte USB Blende benutzen um diese an die USB Steckleiste anzuschließen und daran einen USB-Stick. Das Kernel wird dann auf die Compact Flash Karte geschrieben (wegen Treiber) und die restlichen Daten auf den USB Stick. Dies ist eine wesentlich kostengünstigere Methode, als eine neue große Compact Flash Karte zu kaufen. Das RAM werde ich noch auf 1 GB mit einem alten Arbeitsspeicherriegel erweitern. So sollte sich auch eine normale Distribution aufspielen lassen. Falls noch Platz bleibt könnte man noch eine TV Karte oder zusätzliche Netzwerkkarte einbauen. Mehr dazu werde ich hier später noch schreiben.

Interessante Links zum Thema

YouTube Video über das System > http://www.youtube.com/watch?v=v1LlTvM2r_E