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ownCloud auf ubuntu Server installieren

Auf persönlichen Wunsch nun auch die Anleitung wie man ownCloud auf ubuntu Server installiert, sowie eine verschlüsselte Verbindung automatisch aufbaut.

Zuerst machen wir uns mit

sudo -i

zum root.

Nun müssen wir den Apache, PHP sowie SQLite installieren. Mit dem Befehl

apt-get install php5 sqlite php5-gd php5-sqlite libcurl3 php5-curl

wird alles benötigte Installiert. Der Apache wird wegen den Abhängigkeiten automatisch mitinstalliert. Nun wechseln wir mit

cd /var/www

in das Datenverzeichnis vom Apache und laden mit

wget http://owncloud.org/releases/owncloud-4.0.4.tar.bz2

das ownCloud Paket herunter. (4.0.4 war zum Zeitpunkt des Schreibens die aktuelle Version)

Entpacken Sie das Paket mit

tar xvjf owncloud-4.0.4.tar.bz2

Legen Sie nun den Datenordner an. Als Beispiel legen wir ihn im /srv Verzeichnis  an und weisen den richtigen Benutzer und Lese/Schreibrechte zu.

cd /srv
mkdir ownclouddata
chown -R www-data:www-data ownclouddata
chmod 0770 ownclouddata

Hinweis!
Auch wenn der Datenordner variabel ist, verlangt ownCloud beim Setup einen data Ordner in /var/www/owncloud/data mit oben genannten Rechten und Eigentümer, Sie müssen Ihn allerdings nicht verwenden. 

Bearbeiten Sie nun die Apache Konfigurationsdatei

vi /etc/apache2/sites-enabled/000-default

und fügen Sie am Ende der Datei über </VirtualHost>noch folgendes ein:


Options +Indexes
AllowOverride All
Order allow,deny
allow from all

Damit Dateien über 2 MB hochgeladen werden können müssen wir die php.ini noch bearbeiten. Mit dem Befehl:

vi /etc/php5/apache2/php.ini

Öffnen Sie die Datei und ändern unten stehende Werte wie folgt ab:

upload_max_filesize=8MB
upload_max_size=8MB

Nun können Sie ownCloud über der IP des Servers im Unterordner owncloud einrichten.

SSL Einrichten (mit halbwissen)

Nachfolgend der Webseite http://wiki.ubuntuusers.de/apache/SSL entommen.

Zuerst erstellen wir ein Zertifikat und tragen es dem Apache zu:

mkdir -p /etc/apache2/ssl
openssl req -new -x509 -days 365 -nodes -out /etc/apache2/ssl/apache.pem -keyout /etc/apache2/ssl/apache.pem
ln -sf /etc/apache2/ssl/apache.pem /etc/apache2/ssl/`/usr/bin/openssl x509 -noout -hash < /etc/apache2/ssl/apache.pem`.0
chmod 600 /etc/apache2/ssl/apache.pem

Nun müssen wir noch das SSL-Modul im Apache laden

a2enmod ssl

sowie den Apache neu starten

service apache2 force-reload

Jetzt müssen wir noch eine Configdatei für den SSL Zugang erstellen. Wechseln Sie in das Verzeichnis:

cd /etc/apache2/sites-available/

und duplizieren Sie die Datei default mit

cp default ssl

und bearbeiten Sie die neue Datein ssl

vi ssl

Ändern Sie diese wie folgt ab, bzw. legen Sie folgende Einträge an (Auszug gekürzt)

SSLEngine On
SSLCertificateFile /etc/apache2/ssl/apache.pem
DocumentRoot /var/www

Nun müssen Sie noch die Seite aktivieren mittels
a2ensite ssl

gefolgt von einem

service apache2 force-reload

Automatisch auf verschlüsselte Verbindung

Zuerst aktivieren Sie das Modul mod_rewrite

a2enmod rewrite

Legen Sie die Datei .htaccess im /var/www Ordner an und bearbeiten Sie folgend:

RewriteEngine On
RewriteCond ...

Nun bearbeiten Sie die /etc/apache2/sites-enabled/000-default:

Options Indexes FollowSymLinks MultiViews
AllowOverride FileInfo

In der Datei /etc/apache2/sites-available/default folgendes ändern:

RewriteEngine on
RewriteRule ^/owncloud(.*)$ https://%{SERVER_NAME}/owncloud$1 [L,R]
RewriteLog "/var/log/apache2/rewrite.log"
RewriteLogLevel 2

Nun nur noch den Apache2 neu starten.

Tipp: Im Ordner /var/www/html liegt noch die owncloud tar.gz Datei. Diese können Sie nun löschen.

Unity – Uneinigkeit in der Community

ubuntu 11.04 mit Unity

Seit gestern ist das neue ubuntu 11.04 veröffentlicht worden. Größte Änderung ist die neue Oberfläche Unity, welche schon für viel Diskussion in den entsprechenden Communitys gesorgt hat. Während die ersten Blogeinträgen zwischen positiver Resonanz und weniger Begeisterung schwanken, habe ich mir Unity auch einmal angeschaut. Klar ist von vorneherein, dass ich keine KDE oder Gnome erwartet habe. Dies wurde von vorneherein schon von Canonical ausgeschlossen. Unity bringt keine eigenen Programme mit sondern benutzt weiterhin die normalen GTK / Gnome Programme.

Komplett vorstellen möchte ich Unity an dieser Stelle nicht. Dies ist schon bei anderen Blogs und Wikis gemacht worden. Schauen wir uns ehr an was mir so aufgefallen ist.

Unity-Menü

Grundsätzlich halte ich Unity für große Bildschirme weniger geeignet. Es wird sehr viel Platz verschwendet, der eigentlich gut genutzt werden kann. Die Übersicht hapert aufgrund zu großer Symbole und irreführenden Menüeinträgen. So wird einen bei dem Klick auf das ubunto-Logo oben links in der Ecke das Hauptemenü geöffnet worauf man dann auf seine Programme zugreifen kann die eingeteilt sind in Internet-Anwednungen, Multimedia-Anwenungen und Mehr Anwendungen. In der erscheinenden Liste gibt es eine untere Aufteilung mit Anwendungen zum Herunterladen. Darin sind nicht installierte Programme angezeigt die sich dann über das Ubuntu Stoftware Center laden bzw. kaufen lassen. Bei Spielen als Ingame-Werbung bezeichnet scheint es hier so etwas ähnliches zu sein, obwohl mir nur freie Softwarepakete angezeigt wurden.

Pogrammauswahl mit Installatiosnvorschlägen

Die am linken Rand befindliche Leiste (Dock) verhält sich so ähnlich wie das Dock von MacOS X. Leider bringt Unity die gleiche schlechte Angewohnheit mit die Menüleiste vom Fenster getrennt zu positionieren. So sind, möchte man auf eine Menüleiste eines im Hintergrund befindlichen Fensters zugreifen, immer zwei Klicks nötig.

Um ein Programm im Dock zu starten reicht ein Klick auf das entsprechende Icon. Beim Ladevorgang beginnt das Icon dezent farblich zu „atmen“. Leider gibt das Icon keine Erwiderung ob es gedrückt wurde. Das Atmen beginnt erst zeitlich verzögert. Auch lässt sich kein zweites Programmfenster öffnen wenn schon eines läuft. Ein weiteren klick auf das Icon bringt nur das Nautilusfenster in den Vordergrund.

Fazit

Für den Netbookbereich und bedingt für Tabletts kann ich mir den Unitydesktop gut vorstellen. Für normale Rechner oder Poweruser fehlt einem die Anpassbarkeit, da Unity sich sehr starr verhält. Inwieweit Canonical mit Unity im Desktopbereich Erfolg haben wird bleibt abzuwarten. Das Canonical, dass selber als nicht fertig bezeichnete, Unity in eine Stable-Release als Standard einbaut ist meiner Meinung nach schon sehr gewagt.

Ein Versuch Unity auch auf openSUSE und Fedora lauffähig zu machen wurde mittlerweile zweitweise aufgegeben, da einige Bugs in Unity und Compiz die Portierung nicht ermöglichten bzw. sie sehr erschweren würde. So bleibt ubuntu zurzeit die einzige Distribution mit Unity.

Images mit SUSE Studio Imagewriter auf USB-Sticks schreiben

In der heutigen Zeit kommt es immer mehr in Mode anstatt eine DVD zu brennen, einen USB-Stick mit einem Image zu bespielen um davon zu booten. Dies hat den Vorteil, dass man nicht immer einen neuen Rohling brennen muss, wenn man ein System installieren möchte. Auch kann man, wenn man unterwegs ist, praktischerweise immer ein bootfähiges Livesystem mit sicher herumtragen. Alle neuen PCs unterstützen mittlerweile das booten von USB-Stick. Eventuell müssen Sie noch eine Einstellung im BIOS vornehmen oder den BIOS-internen Bootmanager verwenden.

Über die Konsole lässt sich ein USB-Stick mit dem Befehl dd bespielen. Einfacher geht es natürlich über eine GUI.

Startmedium erstellen (ubuntu)

ubuntu bietet schon seit mehreren Versionen ein grafisches Frontend zum erstellen von bootfähigen USB-Sticks mit Livesystem. Sie finden es unter System > Systemverwaltung.

Auch openSUSE bietet solch ein Programm genannt SUSE Studio Imagewriter, welches seit mindestens 11.2 mitgeliefert wird. Sie finden es im Paket imagewriter, welches sich im Standardrepository von openSUSE befindet. Das Programm ist auch für Windows Systeme verfügbar. Sie können es unter ftp://ftp.berlios.de/pub/kiwi/ herunterladen.

SUSE Studio Imagewriter

Die Benutzung ist denkbar einfach. Starten Sie den Imagewriter, zu finden unter Dienstprogramme > Archivierung > USB key writer. Das Programm lässt sich nur als root ausführen, weswegen Sie nun das root Passwort eingeben müssen um sich zu legitimieren. Wenn das Programm geöffnet ist reicht es das zu kopierende Image auf das Programm per Drag&Drop zu schieben und den zu bespielenden USB-Stick auszuwählen. Wahlweise können Sie auch einmal auf das Feld klicken und dann im Dateibrowser das Image auswählen. Nun nur noch ein klick auf Write und warten bis das kopieren abgeschlossen ist. Denken Sie bitte daran das alle Daten die vorher auf den Stick befanden gelöscht werden.

Interessante Links zum Thema:

SDB:Live USB stick > http://en.opensuse.org/SDB:Live_USB_stick
ubuntuusers.de Live-USB > http://wiki.ubuntuusers.de/live-usb

Aktuelle Beliebtheit von Linuxdistributionen

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Seit rund 10 Jahren gibt es schon die Webseite distrowatch.com. Diese wertet die Klicks auf deren Webseite aus um daraus eine Statistik zu errechnen welche Linuxdistribution wieviel Marktanteil besitzt. Das ganze wird dann im Wert H.P.D (Hits per Day) auf deutsch „Treffer pro Tag“ausgegeben. Schon früher hat sich gezeigt, dass die Statistik jedoch manipulierbar ist und man diese nicht für bare Münze nehmen sollte, sondern dies nur als Richtung sehen kann wo die aktuellen Distributionen gerade stehen. Leider bereitet die Webseite die Ergebnisse nicht grafisch auf. Deshalb habe ich eine Grafik gebaut wo die meines Erachtens wichtigsten Linuxdistributionen enthalten sind. Das Jahr 2011 stellt die bis dato liegenden Daten dar.

 

Wie man sieht ein auf und ab der Distributionen. Trotzdem lassen sich aus den Daten ein paar Rückschlüsse ziehen. Mandriva einst unter dem Namen Mandrake eine der meistbenutzen Distributionen zieht sich immer mehr nach unten zurück. ubuntu immer noch die Nummer 1, scheint aber Benutzer immer weiter an Derivate wie Kubuntu oder Mint abzugeben. Diese habe ich, bis auf Mint, nicht in die Statistik einfließen lassen. Es wäre auch interessant festzustellen wie sich die ubuntu Derivate im laufe der Zeit entwickelt haben. openSUSE hat seinen Lauf auf den Platz 1 2006 beendet und läuft nun im Mittelfeld. Was interessant ist, ist die Entwicklung von Debian. Hier sieht man einen guten Weg nach oben. Nicht schnell aber konstant. Auch Arch wird hier langsam immer gefragter. Gentoo scheint es sich da doch schwerer zu tuen und bleibt seit Jahren (aber stabil) auf der gleichen Marke. Ich möchte hier nochmal bekräftigen: Dies ist kein Vergleich wie groß und toll eine Distribution ist. Gentoo besitzt stärken wo keine andere Distribution heran kommt. Trotzdem kann ich das meiner Großmutter nicht installieren.

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Auch die Entwicklung von Linux im allgemeinen habe ich mir angeschaut. Dazu habe ich folgende Grafik erstellt.

 

Die hier verwendeten Daten stammen auch nur aus den oben verwendeten Distributionen. Zu erkennen ist hier, das sich die „Mainstream“- Distributionen scheinbar seit 2 Jahren eingefahren haben. Anscheinend werden auch die alternativen Distributionen immer beliebter. Sabayon sammelt seit Jahren zum Beispiel Punkte wo andere Distributionen keine großen Änderungen haben. Nur als Anmerkung von mir: Auch wenn es auf der ersten Grafik so aussieht als ob der größte Teil des Marktanteils nur aus ubuntu besteht, wird von der Grafik hinters Licht geführt. Zwischen 2004 und 2005 scheint es eine allgemeine Steigerung der Anwender zu geben. Das ubuntu daran nicht auch einen großen Anteil hat ist nicht zu bestreiten.

Noch einmal! Die Daten sind nicht genau und können sogar abweichen. Also bitte keine Trollpostings und was ich noch an Distributionen hätte reinnehmen müssen. Bei Interesse schicke ich jedem gerne die ODS-Datei zu.

Zur aktuellen Lage: Banshee und ubuntu

Da die aktuelle Diskussion um dem entfernten Amazon Store in Banshee bei der nächsten ubuntu Release große Kreise zieht möchte ich mich dazu auch einmal äußern. Für diejenigen die noch nicht wissen worum es geht sei diese Nachrichtenquelle empfohlen:

http://www.golem.de/1102/81515.html

Ich glaube der Knackpunkt wurde schon in vielen Diskussionen genannt. Canonical MUSS Umsatz generieren im Gegensatz zu anderen Distributionen wie openSUSE, Fedora, Debian etc. Gerade deshalb denke ich das es gerade bei ubuntu auch später noch zu solchen Problemen kommen wird. Hier ist einfach ein Interessenkonflikt zwischen der OSS Community und dem gewinnorientierten Unternehmen. Und in dem Fall hat die Community zu „kuschen“ wenn Ihre Software auf die Distro möchte bzw. wird demnach abgeändert wenn es sein muss. Ich denke, wäre Canonical so groß wie RedHat oder Novell würden sie daran gar keine Beachtung schenken. Wobei gesagt werden muss, das oben genannte Firmen ganz anderen Zielgruppen hat als Canonical. Außerdem möchte ich an dieser Stelle anmerken das die Banshee Entwickler keinerlei Probleme damit haben das der Amazon Store deaktivert wird. Man hat sich dabei mit Canoncial geeinigt. Es bleibt in Zukunft abzuwarten wie sich dies entwickelt.

Gerade die Entwicklung mit der Oberfläche Unity wird dieses Jahr wohl ganz oben stehen. Inwieweit wird die Oberfläche akzeptiert werden? Wenn man sich daran erinnert wie groß die Resonanz auf die Position der Fensterbuttons war. Natürlich kann man die Oberfläche wieder zu Gnome ändern. Aber bei Umsteigern zählt der erste Blick. Wird man dann vor eine instabile bzw. unvollständige Oberfläche gesetzt sind die Nutzer gefrustet und lassen das Experiment Linux erstmal sein. Den Umsteigern dann zu erzählen man müsste erstmal eine andere Oberfläche installieren um bestimmte Funktionen zu haben ist manchen Einsteigern auch zuviel. Ob ubuntu langfristig GNOME von der CD wirft bleibt abzuwarten, genauso wie sich dies insgesamt entwickelt.

Bei vielen habe ich schon gelesen, dass vermutet wird, Canonical möchte ubuntu auf Mobiledevices trimmen. Wayland und Unity währen dafür wesentlich ehr geeignet als das große Gnome und der X-Server. Insgesamt sieht man aber das Canonical einen sehr merkwürdigen Weg zzt. fährt und man irgendwie nicht weiss was man davon halten soll. Mit dem Vorantreiben von Wayland und der Entwicklung von Unity bricht Canonical aus dem Bild der typischen Linuxdistributionen heraus. Auch die Ankündigung sich die Integration von QT-Andwendungen offen zu halten, wobei ubuntu seit jeher eine GTK Distribution war.

Nur wundert mich das im offiziellen Git Repository von Wayland im letzen Monat gerade einmal sechs Personen etwas beigetragen haben. Hier frage ich mich wie ernst es Canonical mit Wayland meint bzw. das der Zeitplan doch etwas sehr stramm gefasst ist. Ich lasse mich hier aber gerne eines bessern belehren. In der Entwicklung von Wayland bin ich nicht involviert.

Fazit:
Abwarten und Tee trinken. Was Canonical letztendlich mit der Haupdistribution macht, lässt sich weder voraussagen noch aktiv beeinflussen. Alternativen, auch ubuntu-interne Distributionen, gibt es genug. Auf jeden Fall bleibt es spannend.