Tipp: Das QwebYaST Applet

qwebYaST Übersicht

Durch Zufall bin ich auf das kleine KDE Applet QwebYaST aufmerksam geworden. Es macht im Endeffekt nichts anders als sich in den Systemabschnitt einzunisten und den Status des webYaST Servers anzuzeigen. Dabei bietet es die Möglichkeit den Server mit einem Klick zu starten. Natürlich muss dann auch das root-Passwort eingegeben werden. Läuft der Server so lässt sich von dem Applet auch schnell auf den Server per Standardwebbrowser zugreifen.

Das Paket können Sie mit

sudo zypper in qwebyast

installieren.

webYaST Server überschreibt Apache Webseite

Seit Anfang Dezember 2010 benutzt webYaST statt dem Webserver lighttpd den Webserver nginx. Der neue Webserver wurde automatisch installiert ohne das der Benutzen etwas dazu umstellen musste. Leider hat man dies, sollte man eine Apache Server auf der gleichen Maschine nutzen, sehr schnell gemerkt, da im RPM Paket des nginx Webservers auch zwei Dateien vorhanden sind die in

/srv/www/htdocs

kopiert werden.

Hier die beiden Dateien

Nämlich einmal eine

index.html

und eine

50x.html

Sollte man nun eine Webseite schon im selbigen Verzeichnis haben werden die Dateien falls schon vorhanden überschrieben. Dies passiert bei jeder Aktualisierung des Webservers durch zypper.

Meine Bisherige Lösung ist es, das Arbeitsverzeichnis von Apache in YaST umzulegen. Zum Beispiel in den Ordner 

/srv/www/apache_htdocs

. So bleiben die Dateien auch erhalten. Die Einstellungen können Sie in YaST unter Netzwerkdienste > HTTP Server in dem Reiter Haupthost vornehmen. Einfach die Pfade von Document Root und Directory in das neue Verzeichnis umändern. Das wars. Nun nimmt Apache das neue Verzeichnis als Hauptverzeichnis. Somit haben neue Installationen von ngnix keine Auswirkungen mehr auf Apache.

Open Rhein Ruhr 2010

Der openSUSE Stand

Nach zwei Tagen hinter dem openSUSE-Stand, kann man behaupten das alles erfolgreich verlaufen ist. Neben vielen interessanten Gesprächen mit Besuchern, Usern und anderen Projekten (insbesondere Mageia) war auch die Messe selbst ein großer Erfolg. Die Location lag wesentlich besser als letztes Jahr, was sich auch auf die Besucheranzahl niederspiegelte. Diese konnte sich nach überschlagen der Zahlen im Vergleich zum letzten Jahr verdoppeln. Genaue Besucherzahlen habe ich leider noch nicht herausbekommen.

Der openSUSE Stand präsentierte sich mit dem HP Touchscreen-PC und einem Beamer auf dem eine Präsentation lief. Den Besuchern wurde der openSUSE Build Service, SUSE Studio, webYaST als natürlich auch openSUSE 11.3 vorgeführt. Viele waren von SUSE Studio sehr begeistert, womit sich in wenigen Minuten eine eigene Linuxdistribution erstellen lässt und sogar im Browserfenster ausführbar ist.

Amüsant war bei dem samstatigen Social Event die „Denial of Service Atacke“ auf die lokalen Pizzarien. Die Latenz war Anfangs recht hoch, verringert sich aber trotz Ausfall der Pizzarien rapide, so das noch jeder seine Pizza zugestellt bekommen hatte.

Eingangsbereich der ORR

Der Sonntag war wie erwartet ruhiger verlaufen. Da mein Standkollege am Vormittag einen Vortrag über Inkscape hatte, wurde der openSUSE Stand immer wieder von Inkscape Interessenten besucht die wir zu Teilen auch für openSUSE begeistern konnten.

 

Im laufe der Gespräche stellte sich heraus, dass die Gerüchte „YaST überschreibt Config-Dateien“ und „die Paketverwaltung ist unbenutzbar langsam“ immernoch in den Köpfen vieler Leute sind. Ich bin aber guter Hoffnung, das wir denjenigen dies glaubhaft wiederlegen konnten.

Fazit:
Die Open Rhein Ruhr lohnte sich auf jeden Fall. Die neue Location ist im Gegensatz zum Saalbau wesentlich besser zu erreichen. Vom Ort selbst als auch von der Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. Ich hoffe, dass die ORR auch im nächsten Jahr wieder in Oberhausen Ihre Pforten öffnet. Diesmal dann hoffentlich mit noch mehr Publikum. Diejenigen die dieses Jahr nicht dort waren, haben auf jedenfall etwas verpasst.

Systemwartung mit WebYaST

Webfrontend von webYaST

Leider steht einem nicht an jedem Computer ein SSH-Client zur Verfügung. Auch ist es manchmal aufwendig viele Systeme auf einmal zu warten. Dies alles soll WebYaST vereinfachen. WebYaST bietet über ein Webfrontend Zugriff auf die Systemeinstellungen und Dienste. Sie können auch Ihre gesamten Systeme im lokalen Netzwerk über ein Frontend verwalten. In dieser HowTo beschreibe ich allerdings nur die Installation und Freigabe eines Systems ins Internet zur Fernwartung.

Installation

Binden Sie zuerst das entsprechende Paketrepository (Repo) ein. Sie finden es unter: http://download.opensuse.org/repositories/YaST:/Web/. Ab openSUSE 11.4 ist webYaST standardmäßig in der Distribution dabei. Sie brauchen keine extra Repositories einbinden.

Unter Software installieren oder löschen finden Sie in der Rubrik Installationsquellen im rechten Bereich das von Ihnen zugefügte Repo. Hier finden Sie Pakete die auf die Namen webyast-Paketname-ws und webyast-Paketname-ui enden.

Die Module mit dem Namen ws stehen für Webserver und sorgen dafür das auf die entsprechende Funktion auf diesem System überhaupt zugegriffen werden kann. Die Pakete mit der Endung ui stehen für Userinterface. Sie enthalten die Module für das Webfrontend, worüber Sie dann die Einstellungen vornehmen können. ws`s und ui`s können unabhängig voneinander installiert werden. Sie brauchen das Frontend nur auf einen Rechner installieren und die restlichen Systeme brauchen nur die ws um den Dienst zur Verfügung zu stellen. In unserem Falle brauchen wir natürlich beides, da das Frontend direkt auf dem System laufen soll.

Welche Module Sie installieren ist natürlich Ihnen überlassen. Wählen Sie alle entsprechende Module an, die sie später auf dem System nutzen möchten. Wählen Sie dazu die ws und ui Pakete aus. Zusätzliche Abhängigkeiten der Pakete löst YaST von selbst auf. Klicken Sie nun auf Akzeptieren und warten Sie bis die Installation beendet ist.

Konfiguration

Damit webYaST auch beim Systemstart mitstartet, starten Sie in YaST unter Systemdienste das Programm Systemdienste (Runlevel) und machen Sie im Expertenmodus bei yastws und yastwc ein Häckchen bei Runlevel 3 und 5. Dies bestätigen Sie einfach mit Ok.

In den Firewalleinstellungen fügen Sie unter Erlaubte Dienste noch WebYaST UI hinzu und bestätigen dies.

webYaST starten

Systeminformationen per webYaST

Nun ist alles fertig eingestellt und webYaST kann gestartet werden. Dazu machen Sie sich in der Konsole mittels su zum root und geben die Befehle rcyastws start und rcyastwc start ein. Dies ist nur zum einmaligen starten nötig. Beim nächsten Systemstart wird dies automatisch geschehen.

Nun können Sie über https://localhost:54984 auf webYast zugreifen (httpS beachten!; Server macht kein automatisches redirect). Nun können Sie sich als Benutzer root mit dem dazugehörigen Passwort anmelden.

Über http://localhost:4984 erreichen Sie den webYaST Server der Ihnen den unformatierten Inhalte der verfügbaren Ressourcen anzeigt.

Bitte beachten:

  1. webYaST ist noch in der Entwicklung und noch keine stabile Software
  2. webYaST bietet ein gewisses Sicherheitsrisiko dessen Sie sich Gewiss sein sollten.
  3. Damit webYaST auch über das Internet verfügbar ist, muss der Port 54984 im Router auf den Server weitergeleitet werden.
  4. webYaST benutzt einen eigenen Webserver. Seit Dezember 2010 wird dazu ngnix verwendet (vorher lighttpd)

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