YaST2 und KPackageKit im Oxygen Style

Der Vorher-Nachher-Vergleich

Bei der Standardinstallation hat YaST2 zwar unter KDE 4 die Oxygen Icons. Die Buttons und Fortschritssbalken sind jedoch in dem aus KDE 3 bekannten Plastique Design. Dies sieht leider nicht sehr homogen zu den anderen KDE Fenstern aus.

Die Umstellung auf den Oxygenstyle ist zum Glück sehr einfach. Drücken Sie Alt + F2 oder öffnen Sie die Konsole. Geben Sie den Befehl kdesu qtconfig ein und drücken Sie Enter. Nun müssen Sie das root Passwort eingeben. In dem öffnenden Fenster wählen Sie unter Select GUI Style: die Option Oxygen aus. Nun klicken Sie unter File auf Save und schließen das Programm. Beim nächsten öffnen von YaST sollte das neue Style vorhanden sein.

Das gleiche ist bei KPackageKit zu machen. Die Schritte sind identisch, nur das hier nicht kdesu qtconfig sondern nur qtconfig als Befehl eingegeben wird. Dabei werden die Einstellungen nur für den Benutzer vorgenommen. Andere Benutzer müssen diese Einstellung selber vornehmen, dies gillt auch für neu angelegte Benutzer. Eine zentrale Konfigurationsdatei für QT habe ich nicht gefunden. Aber ich bin in der Hinsicht auch nicht der QT-Experte. Falls dort jemand bescheid weiß, würde ich mich um ein Kommentar freuen.

PulseAudio in openSUSE 11.4 deaktivieren

Das "normale" KMix ohne PulseAudio

Ab openSUSE 11.4 ist PulseAudio standardmäßig installiert und aktiv. Leider macht dieses bei vielen Benutzern noch Probleme. Besonders die Integration von PulseAudio in KMix ist noch nicht ganz ausgereift, so dass zum Beispiel die Lautstärkeeinstellungen von Kopfhörern nicht oder nur teilweise funktioniert. Schuld daran, wenn man es Schuld nennen kann, ist das neue System von PulseAudio. Ansich ein sehr interessanter Serverdienst der hoffentlich in Zukunft weiter ausgebaut und stabilisiert wird. Eine gute Einführung in den Aufbau von PulseAudio gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/PulseAudio.

YaST Einstellungsdialog

Zurück zum Thema. Sollten Sie Probleme mit PulseAudio haben können Sie es ganz einfach in YaST deaktivieren. Klicken Sie dazu auf Sound und im erscheinenden Fenster ganz rechts unten klicken Sie auf Andere > PulseAudio-Konfiguration. Hier wählen Sie den Menüpunkt PulseAudio-Unterstützung verwenden ab und starten das System neu. Nun sollte Ihr Sound wieder normal wie unter < 11.3 gewohnt funktionieren.

Tipp: Das QwebYaST Applet

qwebYaST Übersicht

Durch Zufall bin ich auf das kleine KDE Applet QwebYaST aufmerksam geworden. Es macht im Endeffekt nichts anders als sich in den Systemabschnitt einzunisten und den Status des webYaST Servers anzuzeigen. Dabei bietet es die Möglichkeit den Server mit einem Klick zu starten. Natürlich muss dann auch das root-Passwort eingegeben werden. Läuft der Server so lässt sich von dem Applet auch schnell auf den Server per Standardwebbrowser zugreifen.

Das Paket können Sie mit

sudo zypper in qwebyast

installieren.

Systemwartung mit WebYaST

Webfrontend von webYaST

Leider steht einem nicht an jedem Computer ein SSH-Client zur Verfügung. Auch ist es manchmal aufwendig viele Systeme auf einmal zu warten. Dies alles soll WebYaST vereinfachen. WebYaST bietet über ein Webfrontend Zugriff auf die Systemeinstellungen und Dienste. Sie können auch Ihre gesamten Systeme im lokalen Netzwerk über ein Frontend verwalten. In dieser HowTo beschreibe ich allerdings nur die Installation und Freigabe eines Systems ins Internet zur Fernwartung.

Installation

Binden Sie zuerst das entsprechende Paketrepository (Repo) ein. Sie finden es unter: http://download.opensuse.org/repositories/YaST:/Web/. Ab openSUSE 11.4 ist webYaST standardmäßig in der Distribution dabei. Sie brauchen keine extra Repositories einbinden.

Unter Software installieren oder löschen finden Sie in der Rubrik Installationsquellen im rechten Bereich das von Ihnen zugefügte Repo. Hier finden Sie Pakete die auf die Namen webyast-Paketname-ws und webyast-Paketname-ui enden.

Die Module mit dem Namen ws stehen für Webserver und sorgen dafür das auf die entsprechende Funktion auf diesem System überhaupt zugegriffen werden kann. Die Pakete mit der Endung ui stehen für Userinterface. Sie enthalten die Module für das Webfrontend, worüber Sie dann die Einstellungen vornehmen können. ws`s und ui`s können unabhängig voneinander installiert werden. Sie brauchen das Frontend nur auf einen Rechner installieren und die restlichen Systeme brauchen nur die ws um den Dienst zur Verfügung zu stellen. In unserem Falle brauchen wir natürlich beides, da das Frontend direkt auf dem System laufen soll.

Welche Module Sie installieren ist natürlich Ihnen überlassen. Wählen Sie alle entsprechende Module an, die sie später auf dem System nutzen möchten. Wählen Sie dazu die ws und ui Pakete aus. Zusätzliche Abhängigkeiten der Pakete löst YaST von selbst auf. Klicken Sie nun auf Akzeptieren und warten Sie bis die Installation beendet ist.

Konfiguration

Damit webYaST auch beim Systemstart mitstartet, starten Sie in YaST unter Systemdienste das Programm Systemdienste (Runlevel) und machen Sie im Expertenmodus bei yastws und yastwc ein Häckchen bei Runlevel 3 und 5. Dies bestätigen Sie einfach mit Ok.

In den Firewalleinstellungen fügen Sie unter Erlaubte Dienste noch WebYaST UI hinzu und bestätigen dies.

webYaST starten

Systeminformationen per webYaST

Nun ist alles fertig eingestellt und webYaST kann gestartet werden. Dazu machen Sie sich in der Konsole mittels su zum root und geben die Befehle rcyastws start und rcyastwc start ein. Dies ist nur zum einmaligen starten nötig. Beim nächsten Systemstart wird dies automatisch geschehen.

Nun können Sie über https://localhost:54984 auf webYast zugreifen (httpS beachten!; Server macht kein automatisches redirect). Nun können Sie sich als Benutzer root mit dem dazugehörigen Passwort anmelden.

Über http://localhost:4984 erreichen Sie den webYaST Server der Ihnen den unformatierten Inhalte der verfügbaren Ressourcen anzeigt.

Bitte beachten:

  1. webYaST ist noch in der Entwicklung und noch keine stabile Software
  2. webYaST bietet ein gewisses Sicherheitsrisiko dessen Sie sich Gewiss sein sollten.
  3. Damit webYaST auch über das Internet verfügbar ist, muss der Port 54984 im Router auf den Server weitergeleitet werden.
  4. webYaST benutzt einen eigenen Webserver. Seit Dezember 2010 wird dazu ngnix verwendet (vorher lighttpd)

Interessante Links zu dem Thema

openSUSE Branding entfernen

openSUSE stattet sein KDE bei der normalen Installation mit seinen eigenen Icons und Themen aus. Manchen gefällt dies aus verschieden Gründen nicht und bevorzugen die standardmäßigen Themes und Desings.

Um das normalen Design unter openSUSE 11.2 / 11.3 / 11.4 / 12.1 wieder einzurichten starten Sie in YaST das Software Managment und suchen Sie nach den Paketen die im Namen branding enthalten. Installieren Sie folgende Pakete:

  • kdm-branding-upstream
  • kdebase-branding-upstream
  • kdebase4-workspace-branding-upstream
  • kdm-branding-upstream
  • kio_sysinfo-branding-upstream (kann bei openSUSE 11.3 u.U. dazu führen das der Arbeitsplatz nichtmehr funktioniert. In diesem Falle wieder kio_sysinfo-branding-openSUSE installieren)

YaST löst den Programmkonflikt mit einer Frage auf wie es vorgehen soll. Geben Sie an das die -opensuse Pakete gelöscht werden sollen. Danach klicken Sie auf Installation.
Ist die Installation abgeschlossen melden Sie sich aus KDE ab und wieder an. Sollte statt dem K-Symbol in der Startleiste das Oxygenelogo erscheinen so können Sie dies mit einem Rechtsklick auf das Logo unter Einstellungen für K-Menü ändern. Klicken Sie neben dem Schriftzug Symbol auf das Symbol und suchen Sie nach KDE. Dann sollten Sie das entsprechende Icon finden.

Um auch den Anmeldemanager wieder in das Standarddesign zu verhelfen ist etwas mehr arbeit notwendig. Starten Sie YaST und öffnen Sie den Editor für /etc/sysconfig. Klicken Sie auf den Button Suche und geben Sie in das Eingabefeld

KDM

ein. Nach dem klick auf Suchen öffnen Sie den gefundenen Eintrag

DISPLAYMANAGER_KDM_THEME

. Ändern Sie den Wert

SUSE

in

oxygen-air

bei KDE 4.4 / 4.5 oder in

horos

bei KDE 4.6 / 4.7. Dann klicken Sie OK und bestätigen Sie die Änderungen wiederum mit OK.

Melden Sie sich von KDE ab. Nun sollte der originale KDM erscheinen. Sollte dies nicht der Fall sein starten Sie den PC neu.